Testpersonen gesucht Dieser Schalter knipst Sperma an und aus

Verhütung auf Knopfdruck? Diese Erfindung soll es Männern möglich machen.

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Verhütung auf Knopfdruck: Schalter knipst Sperma auf Wunsch an und aus play
1,8 cm gross: das Bimek-Ventil. Clemens Bimek

 

Die Pille für den Mann hat es nie auf den Markt geschafft. Bleiben für Jungs nur Kondome oder eine Unterbindung, wenn sie eigenverantwortlich verhüten wollen.

Verhütung auf Knopfdruck: Schalter knipst Sperma auf Wunsch an und aus play

In diesem Modell sieht man den Samenleiter (gelb) in das Ventil münden. Die rote Linie symbolisiert die Hodensack-Haut.

Screenshot

Der Deutsche Clemens Bimek fand diese Zustände unzumutbar. Nicht zuletzt auch deswegen, weil das Grundwasser zunehmend durch die Hormone verunreinigt wird, die Frauen zur Verhütung schlucken müssen.

Er hat deswegen eine Alternative gesucht – und durch Eigenentwicklung gefunden. Das Prinzip: In jeden Samenleiter wird ein 1,8 cm grosses, 2 Gramm schweres Ventil mit einem Kippschalter eingesetzt. Wird der Schalter, der unter den Hodensack-Haut liegt, gedrückt, ist das Ventil geschlossen. Sprich: Der Mann ejakuliert ohne Spermien.

Um einen normalen Samenerguss zu gewährleisten, muss der Schalter zusammen mit einem Sicherheitsknopf auf der Gegenseite gedrückt sprich das Ventil geöffnet werden.

Das Ventil, Bimek SLV genannt, ist fertig entwickelt und weltweit patientiert. Die «Montage» durch den Arzt dauert etwa 30 Minuten. Sollte man sich plötzlich anders entscheiden: Der Eingriff ist reversibel.

Verhütung auf Knopfdruck: Schalter knipst Sperma auf Wunsch an und aus play

Hat das Ventil erfunden und ist bis jetzt der einzige Mann, der es auch trägt: Clemens Bimek.

Clemens Bimek

Getestet wurde das Verhütungs-Ventil bislang nur von Bimek selber, unter Aufsicht eines Urologen. Der ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Gegner warnen jedoch vor negativen Effekten wie Vernarbungen in den Samenleitern.

In den nächsten Wochen sollen Versuche mit 25 weiteren Personen folgen. Interessierte können sich über Bimeks Homepage anmelden.

Bis zur medizinischen Zulassung ist es aber noch ein weiter Weg. Bimek hofft gemäss der «Daily Mail», dass er über Investoren und Crowdfunding die rund 5 Millionen Euro zusammenbekommt, die er für das Projekt braucht. (gsc)

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Publiziert am 06.01.2016 | Aktualisiert am 05.08.2016
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8 Kommentare
  • Pascal  Meier 06.01.2016
    Wenn der Schalter für die Erektion kommt, bestelle ich gleich einen.
  • Olaf  Plex 06.01.2016
    Das wird heute nur funktinoieren wenn man den Schalter per App steuern kann... :-
  • Peter  Rutschi 06.01.2016
    Komisch. Als ich vor einigen Jahren die Vasektomie machte, hiess es, mindestens 4 Wochen noch verhüten da in der Samenblase noch für ca. 35 Ergüsse Spermien zwischengelagert würden. Mit diesem System kommt einfach kein Nachschub mehr von den Hoden zur Samenblase. Aber fruchtbar ist man trotzdem.
  • Marco  Weber 06.01.2016
    Okey das ist ein Scherz oder?
  • Silvio  Mayer , via Facebook 06.01.2016
    In der Theorie für Paare eine gute Erfindung. ABER in der heutigen Welt von One Nights Stands und Co. ist es gefährlich. Dann wird häufiger auf das Kondom verzichtet, weil schwanger kann man ja dank dem Ventil nicht mehr werden. Dafür nehmen dann die Geschlechtskrankheiten und HIV zu.