Keime in der Kaffeemaschine Diese Teile sollten Sie oft putzen!

Ob zu Hause oder im Büro: An gewissen Stellen von Kaffeemaschinen sammeln sich Krankheitserreger an. Spanische Wissenschaftler haben bis zu 67 verschiedene Bakterienarten ausgemacht.

Beherbergt eine Vielzahl von Bakterien: die Schale unter dem Sieb, auf dem die Tasse steht. play

Beherbergt eine Vielzahl von Bakterien: die Schale unter dem Sieb, auf dem die Tasse steht.

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Gesundheit

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Erst einmal die gute Nachricht: Den Kaffee kann man trotzdem bedenkenlos geniessen. Denn die Bazillen sitzen vor allem in den Behältern, in denen die Kaffeekapseln aufgefangen werden, wenn sie verbraucht sind. Man findet sie aber auch in den Schalen, die Kaffeetropfen auffangen, wenn man seine Tasse weggenommen hat.

Für ihre Studie untersuchten die Forscher der Universität von Valencia zehn Nespressomaschinen aus Büros und Privathaushalten. Die Geräte wurden durchschnittlich zwischen zwei- und zwölfmal am Tag gebraucht.

Durch gezüchtete Proben sowie Untersuchungen mit dem Elektronenmikroskop machten die Wissenschaftler an besagten Stellen 35  bis 67 verschiedene Bakterienarten aus. Darunter waren unter anderem Darmbakterien, die an anderen Orten im Körper Entzündungen und sogar Blutvergiftungen auslösen können.

Gefunden wurden auch «Pfützenkeime», die im Erdboden sowie auf Pflanzen und Tieren vorkommen und bei geschwächten Personen ebenfalls zu Blutvergiftungen oder Lungenentzündungen führen können.

Die Forscher fanden auch Bakterien der Gattung Acinetobakter. Diese sind als Spitalkeime bekannt, weil man sie sich oft erst dort einfängt. Sie sind gefürchtet, weil sie Wundinfektionen, Lungen- und sogar Hirnhautentzündungen verursachen können.

Angesichts dieser Ergebnisse empfehlen die Experten, die Auffangschalen für Kapseln und Kaffeetropfen häufig und gut zu reinigen. Entweder mit Wasser und Seife oder sogar mit ein bisschen Bleiche.

Von den Kaffeemaschinenherstellern würden sich die Forscher wünschen, dass sie besagte Teile besser gestalten. Beispielweise rund statt mit Ecken, weil sich Keime aus Letzteren nur schwer entfernen lassen. Das gilt übrigens für alle Hersteller von Kaffeemaschinen. Die Ergebnisse aus der Studie mit Nespressomaschinen lässt sich gemäss den Wissenschaftlern auf alle anderen Kapselsysteme übertragen.

Aber wie gesagt: Der Kaffee, der in die Tassen fliesst, ist nicht betroffen. Deshalb kann man ihn sich ohne Sorgen schmecken lassen. (gsc)

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Publiziert am 05.01.2016 | Aktualisiert am 05.01.2016
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8 Kommentare
  • Bernhard  Ecklin aus Zollikon
    06.01.2016
    Es ist halt schon so, Federer hat einfach recht, Kaffee in Aluminiumdosen verpackt, das ist nicht das Gelbe vom Ei, weder aus Umweltschutzgründen Tausende von Tonnen Aluminium landen im Abfall, noch geschmacklich. Wenn man dann noch bedenkt, dass man bei Nespresso für das Kilo Kaffee ca. 93.- hinblättern muss und zudem eine eingeschränkte Kaffeesortenwahl hat, dann drängt sich einem die alte Erkenntnis, dass FRISCH immer besser als Konserve ist, natürlich auf. Arme Nespresso-Trinker..
    • Larry  Kaufmann 06.01.2016
      "gilt übrigens für alle Hersteller von Kaffeemaschinen." auch für Jura, welche Federer bewirbt. Wir haben eine solche, und da hat es auch viele Teile welche schwer zu reinigen sind. Kleine Schläuche, Winkel, und Ecken.
  • Heinz  Manhart aus Cainta
    06.01.2016
    Anstatt zu etwas Neues zu lernen und für die Informationen dankbar zu sein scheint es vielen Leuten wichtiger dumme Kommentare zu schreiben. Dumm geboren, nichts dazugelernt und auch das noch vergessen.
    • Thomas  Jobs 06.01.2016
      @ Heinz Manhart:
      tja, würden sie ein wenig über den UnterTellerrand schauen, würden sie erkennen, dass 1. KEINER seinen Kaffee aus dem Auffangbehälter trinkt, 2. sich nach dem leeren der Tresterbehälters hoffentlich die Hände mit Seife wäscht und 3. die Kaffeemaschine regelmässig reinigt.
      Den Artikel sollte man über die täglichen Säuniggel schreiben; Stichwort multiresistente Keime!
  • Thomas  Jobs 05.01.2016
    Zum Glück sauff ich den Kaffee aus der Tasse und nicht aus dem Tropfen-Auffangbehälter...!
    Ansonsten hat es auf einer Computertastatur mehr "Ungeziefer", als auf einem WC-Sitz!
  • Charles  Baiser aus Fribourg
    05.01.2016
    Entschuldigung: Wer leckt denn die Auffangschale, dort wo die Tasse draufsteht, aus. Ham denn diese sogenannten "Wissenschafter"/"Forscher" keine gscheitere Arbeit, als Abfall zu untersuchen? Ah ja, sorry, die sind ja vom Steuerzahler besoldet; da kann/muss man sich ja locker de Tag zTod schlaa...
    • Dani  Gerber , via Facebook 05.01.2016
      Was soll das, ich mach das täglich! Jetzt im Ernst, gibt es eigentlich irgend ein Thema, bei dem der arme Steuerzahler wer ist dieser Kerl eigentlich?!? nicht bemitleidet wird?
  • Peter  Leo 05.01.2016
    Da müssten also praktisch 90 Prozent der Kaffeetrinker und -Trinkerinnen dauerkrank herum laufen. Wenn dann noch Türklinken, Haltestangen im öV, das nicht dauerdesinfizierte Lenkrad etc dazukommen, ist die Hölle perfekt. An die Toilette mag ich gar nicht denken. Langsam frage ich mich jedoch, wer denn hier krank ist.