James Meyer verkaufte 14 Kilo Kokain 6 Jahre Knast für Ex-Aarau-Star

Mit Ottmar Hitzfeld wurde James Meyer einst Cupsieger. Jetzt steht der ehemalige Fussballstar vor den Trümmern seines Lebens!

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Die kriminelle Karriere ist mittlerweile länger als die fussballerische. Zum ersten Mal ins Zuchthaus muss Erwin Meyer (59), wie er bürgerlich heisst, 1988, als er mit einem Kollegen mit zwei Kilo Haschisch im Auto in Thionville bei Metz an der ­französischen Grenze gestoppt wird. Achteinhalb Monate Knast, unbedingt! Meyer bereut, als er rauskommt: «Ich habe eine riesige Dummheit gemacht. Nun gehts mir dreckig.»

Doch die Gier ist grösser als der Wille nach einem nicht-kriminellen Leben. Meyer beginnt, im grossen Stil mit Kokain zu dealen. 1995 wird er in einem Restaurant verhaftet. Die Polizei findet in seiner Wohnung und in seinem Auto über ein Kilo Koks. Marktwert: 180'000 Franken. Während der Untersuchung dealt Meyer eiskalt weiter – und wird wieder erwischt: drei Jahre Gefängnis!

Vor drei Jahren wird Meyer auf offener Strasse verhaftet und in U-Haft gesetzt. Ein Jahr später sprengt die Luzerner Polizei den Drogenring. Ein serbischer Lieferant habe aus Holland und Deutschland rund 17 Kilo Kokain in die Schweiz geschafft und an Meyer verkauft. Der verkaufte das Zeug weiter, 14 Kilo sind belegt. Gewinn: 360'000 Franken. Der Serbe und der Ex-Fussballstar sind die beiden Rädelsführer im Drogenring.

Jamesly nennen ihn seine Freunde noch heute. Wie damals, als er von Basel kommend mit einem Meistertitel im Gepäck beim FC Luzern unter Paul Wolfisberg zur grossen Nummer wird. Derart, dass einige FCL-Fans die kleine Wühlmaus heute als Kultfigur glorifizieren. 1985 folgt mit dem Cupsieg von Aarau der zweite grosse Höhepunkt. Auf dem Foto mit dem Pokal strahlt er neben Hitzfeld um die Wette.

Doch diese Zeiten sind nun ganz weit weg. Meyer muss wieder in den Knast. Diesmal für sechs Jahre, wobei ihm ein halbes Jahr U-Haft angerechnet wird. Das Kriminalgericht Luzern stuft seinen Fall als schwer ein. Es nimmt allerdings eine in leichtem Grade verminderte Schuldfähigkeit an. Das Gericht ordnet eine ambulante Behandlung wegen einer psychischen Störung an. Allerdings ohne Aufschub des Strafvollzugs.

Dennoch war Meyer nach BLICK-Recherchen am letzten Wochenende noch auf freiem Fuss. Er hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. Es ist also nicht rechtskräftig. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Publiziert am 02.12.2016 | Aktualisiert am 02.12.2016

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7 Kommentare
  • Reinhold  Huber - Mayer aus Phi Phi, Thailand
    02.12.2016
    Der JM aus Emmenbrücke war ja noch nie die hellste Kerze auf der Torte. Beim Fussballspiel war er eher 2. Klassig, dafür im Kartenspiel ganze Nachmittage in Luzern bei einer Cola, da war er spitze.
  • Urs  Inderbizin aus Altdorf
    02.12.2016
    Absolute korrekte Vorgehensweise der Justiz! Ich muss einmal mehr schmunzeln. Der James Observer fällt doch in dieser Kommentarspalte immer wieder mit Belehrungen und vielem mehr auf. Selber bringt er aber keinen Fuss vor den anderen. Wie doch die meisten hier, die zu allem immer eine Meinung haben , und nach denen eigentlich kein Hahn kräht!
  • Nego  Affirmat aus Zürich
    02.12.2016
    Und was ist mit all denjenigen Leben, die hinter diesen 14kg Kokain stehen? Das Schicksal eines profitgierigen Drogenhändlers mit dem eines jungen Menschen, der mit einer alkohohlkranken Mutter aufwachsen muss, zu vergleichen, schon das erscheint mir schwierig. Aber dass dabei der profitgierige Drogenhändler scheinbar besser weggkommt, das überrascht mich schon ein wenig. Oder auch nicht.
  • Danilo  Lindake aus NEERACH
    02.12.2016
    Aber sie haben das Strafenregister schon gelesen? Wenn einer so renitent sprich unbelehrbar ist, der ist weiss Gott selber Schuld. Interessant das für solche Delikte immer mehr Leute geringere Strafen fordern! Viele scheinen nicht zu erkennen, dass es Leute gibt die wegen dem Zeugs ganze Familien entzweien und selber zur Beschaffung der nicht ganz billigen Ware straffällig werden. Es geht hier um Kilos und nicht um Eigengebrauch.
  • drafi  schweizer aus berg
    02.12.2016
    man muss verstehen dass er etwas dazu verdienen musste, stand doch diese Woche in den Medien dass Fussballer 4000.00 und weniger verdienen, und man stelle sich vor wie viel weniger man 1995 verdiente, die armen Fussballer, so langsam schleicht sich bei mir Mitleid ein, man sollte ein Spendenkonto einrichten damit solches nicht mehr passiert