Zenhäusern nicht mehr Fribourg-Coach «Ich habe mich für die Liebe entschieden»

Gerd Zenhäusern (44) ist nur noch bis Samstag Trainer von Gottéron. Danach wird er Ausbildungschef bei den Fribourgern. Im Interview erklärt er die Gründe für seinen ungewöhnlichen Entscheid.

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Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Lausanne HC 8 27:12 20
2 ZSC Lions 9 22:15 18
3 EV Zug 8 23:21 16
4 EHC Biel 8 28:15 15
5 EHC Kloten 8 25:23 15
6 Genf-Servette HC 8 22:21 12
7 SC Bern 8 20:21 12
8 HC Davos 8 24:26 12
9 HC Lugano 8 23:27 10
10 HC Ambri-Piotta 9 20:29 8
11 HC Fribourg-Gottéron 8 18:26 7
12 SCL Tigers 8 14:30 2

Eishockey

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BLICK: Gerd Zenhäusern, warum dieser plötzliche Abgang?
Gerd Zenhäusern:
Die Neustrukturierung des Klubs Gottéron 2020 haben in mir Gedanken geweckt. Ich will die nächsten fünf bis zehn Jahre in Fribourg arbeiten und auch wohnen bleiben. Ich will nicht wie vor zehn Jahren die Familie wegen des Eishockeys verlieren.

Steht ihre Familie nicht hinter ihnen?
Meine Frau Valerie hat in Bern ihr eigenes Geschäft, da kommt ein Umzug in die Ostschweiz oder ins Tessin nicht in Frage. Zudem bin ich am 14. Juni zum dritten Mal Vater geworden. Ich will mich nicht später wegen dem Eishockey von meiner Familie trennen müssen.

Haben sie sich für die Liebe entschieden?
Familie und die Liebe stehen bei mir über allem. Meine Tochter Lou (4 Monate, die Red.), Sohn Esteban (9) und meine Frau Valerie bedeuten mir alles im Leben. Ich habe schon genug Mühe, dass mein Sohn Niklas (15) aus erster Ehe im Wallis wohnt und ich ihn selten sehe. Ich habe mich für die Liebe und die Familie entschieden.

Wann haben sie sich mit dem Thema Ausbildungschef beschäftigt?
Schon als der Job vor ein paar Wochen ausgeschrieben wurde, habe ich mich damit beschäftigt. Die letzten drei Wochen konnte ich kaum schlafen. Das war der schwierigste Entscheid meines Lebens.

Sie sind Freitag in Genf und Samstag zuhause gegen Davos noch Trainer. Verlieren sie so nicht den Respekt der Spieler?
Ich hoffe es nicht. Ich will mit zwei Siegen die erste Mannschaft von Gottéron verlassen.

Wieso sind sie nicht bis Ende Saison Trainer von Gottéron geblieben?
Als der Entscheid gefallen ist, hat sich Sportchef Christian Dubé und die Vereinsleitung mit mir zusammen gesetzt und die Situation besprochen. Sie haben sich für einen sofortigen Trainerwechsel entschieden. Das muss ich akzeptieren.

Wann treten sie die neue Stelle an?
Schon im Oktober, denn es gibt viel zu tun und die neue Saison vorzubereiten. Ich freue mich darauf.

Publiziert am 22.09.2016 | Aktualisiert am 23.09.2016
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1 Kommentare
  • Anna  Rusch 23.09.2016
    CH-Trainer mit solchen Werten im Leben, vermitteln auf dem Eis nicht nur Wissen sondern viel mehr! Die 1. Liga ist gut besetzt mit solchen fähigen Trainern, die kompetent coachen und viel im Nachwuchs erreichen! Viele sind ehem. Weggefährten von jetzigen Agenten und Sportchefs und sportlich zu Aktivzeiten ,viel erfolgreicher gewesen als diese! Doch sie alle verzichteten auf Agenten und Anderes...!