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«So machts keinen Spass» Wegen NHL-Lockout: Vier SCB-Spieler auf der Tribüne

Die NHL-Stars sorgen für Spektakel, fordern aber auch Opfer. So mussten beim SCB gleich vier Spieler auf die Tribüne.

  • Publiziert: 05.10.2012
  • Von Angelo Rocchinotti

Die NHL-Cracks sind eine Attraktion und locken mehr Zuschauer in die Hockeystadien. Mit Mark Streit, Roman Josi und John Tavares, der heute in Zug sein Debüt gibt, hat der SCB gleich drei Lockout-Spieler unter Vertrag.

Doch das Spektakel fordert auch Opfer: So mussten der letztjährige Shootingstar Christoph Bertschy, Franco Collenberg, der extra aus Fribourg geholt wurde, und Andreas Hänni auf die Tribüne. Martin Höhener wurde bereits nach Ambri «abgeschoben».

«So ist halt das Geschäft»

Statt zu Hause in Ostermundigen, lebt Höhener, zweifacher Familienvater, im Motel Gottardo Sud – und wartet, bis er eine Wohnung kriegt. «Natürlich würde ich gerne für Bern spielen. Aber ich kann ja nicht ein ganzes Jahr lang auf der Tri­büne sitzen. So machts keinen Spass. Wenn ich mit mir unzufrieden bin, wirkt sich das auch auf meine Familie aus. Das wollte ich nicht», sagt Höhener, der nach Lockout-Ende zum SCB zurückkehren wird.

Zum Zuschauen verdammt ist Andreas Hänni, der zuletzt als verletzt gemeldet wurde. Er hat zwar leichte Rückenbeschwerden, hätte aber problemlos spielen können. «Es ist schön, die NHL-Spieler hier zu haben. Aber es hat auch negative Auswirkungen und ist für alle eine schwierige Situation. Klar, will ich spielen», so Hänni.

Islanders-Captain Mark Streit zeigt zwar Verständnis, sagt aber: «So ist halt das Geschäft. Mir hat auch schon einer den Platz weggenommen. Ich habe es überlebt.»

Sportchef beschwichtigt

Gestern sagte Streit im BLICK: «In der Schweiz hat ein Junger das Gefühl, wenn er gedraftet wurde, er sei der Sheriff.» Liegt da der Grund, dass auch der 18-jährige Bertschy – er wurde im Sommer von Minnesota gedraftet – nur Zuschauer ist? «Nein, ich habe das Gefühl, dass ich mich auf dem Eis und auch als Persönlichkeit nicht verändert habe», so der Stürmer.

Sportchef Sven Leuenberger, der sich auf der SCB-Homepage an die Fans wendet, betont: «Es ist nicht so, dass sie schlecht spielen. Es sind die Umstände.»

Beliebteste Kommentare

  • Schaerli  Rama , via Facebook
    Fribourg und ZSC machen es eben richtig so..... kein NHL Spieler!!!
  • Thomas  Siegler
    Das zeigt wieder einmal wie die Führung des SCB mit ihren Spielern umgeht. Ich hoffe die Spieler lernen wenigsten daraus.

Alle Kommentare (16)

  • B.  Lehmann , Oberland
    Streit unterstreicht mit seiner Aussage,warum er ein Topstar ist!Leider hat die Schweiz zu wenig Sportler mit einer s
  • Hugo  Schafer , Schmitten , via Facebook
    Dies ist die grösste Schweinerei, Clubs wie Bern können sich sowas leisten, hoffentlich kommt die Quittung bald einmal, gute junge Spieler werden von kleineren und ärmeren Clubs geködert und landen dann auf der Tribüne, wegen solch schwer üeberbezahlten Stars von Nordamerika. Es ist die grösste Schweinerei was der Schweizer-Verband zulässt.
    • Simon  Jungen , Frutigen , via Facebook
      Warum sollte sich bern diese spieler nicht leisten? bern ist ein absoluter vorzeige club! Finanziell mehr als gesund, alles selber erwirtschaftet und es wird nur soviel geld ausgegeben wie eingenommen wird. es wäre eher angebracht klubs wie kloten zu kritisieren. finaziell absolut auf messers schneide, sich aber nhl stars durch privatleute finazieren lassen... übrigens hat ausser den zsc jeder nla club nhl spieler verpflichtet, darum zeugt die aussage ärmere clubs leisten sich keine nhl spieler von magelnder information.
      • 06.10.2012
      • als Kommentar auf Hugo  Schafer , Schmitten
      • 35
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  •   Walter Lehner , Turtmann
    Und dann kommt Sreit mit so einer richtig arroganten Aussage!

    • Steve  Yzerman
      Bin zwar kein Streit-Fan, aber was ist daran falsch. Wenn es im Sommer gute freie Spieler auf dem Transfermarkt gibt, dann schlagen die reichen Vereine auch zu. So ist nun mal das Geschäft. Darf sich doch kein Spieler beschweren falls ein anderer besser ist.
      • 05.10.2012
      • als Kommentar auf   Walter Lehner , Turtmann
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      • 2
    • Stefan  Amsler , via Facebook
      Streit ist nicht arrogant, er hat recht!!! Ein junger Schweizer Sportler, ob Fussball oder Eishockey hat das Gefühl, wenn eine grosse Liga lockt, dann hat er es geschafft! Oder warum sind ein von Arx, Riesen oder Wick gescheitert??? Wohl kaum weil sie schlechte Spieler sind! Ihnen fehlt der Biss!!!
      • 05.10.2012
      • als Kommentar auf   Walter Lehner , Turtmann
      • 63
      • 5
  • Claudio  Zürcher , Zürich
    Unfair gegenüber unseren Hockey Spielern. Die sind eben erst wieder gut genug, wenn die überbezahlten NHL Herren Ihre Lohnforderungen erhalten und zurück nach Amerika gehen. Kompliment an den ZSC und Fribourg das die das nicht unterstützen und an ihre bestehende Mannschaft glauben.
    • Raphael  Schläpfer
      Ja, grosses Kompliment an den ZSC, die wollten Streit ja auch, haben ihn nur nicht gekriegt. Soviel dazu.
      • 06.10.2012
      • als Kommentar auf Claudio  Zürcher , Zürich
      • 40
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    • Dominic  Walter
      Ich würde sagen, wenn einer weiss von was er redet, dann ist es Mark Streit! Er hat dank seiner Einstellung denn Sprung in die NHL geschafft! Spieler wie Von Arx und Riesen haben uns einen schlechten Ruf in Nordamerika eingehandelt. Es liegt an den Leuten auf der Tribüne noch mehr wille und einsatz zu geben, auf und neben dem Eis!
      • 06.10.2012
      • als Kommentar auf Claudio  Zürcher , Zürich
      • 40
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  • Schaerli  Rama , via Facebook
    Fribourg und ZSC machen es eben richtig so..... kein NHL Spieler!!!
    • Peter  Gerber
      Bei Fribourg ist es auch klar, keine Schweizer die aus der NHL zurückkommen wollen und sie haben schon genügend Ausländer im Kader. Da macht es keinen Sinn eine Lizenz für einen NHL Star zu opfern = dumme Einkaufspolitik in der Vorsaison
      • 06.10.2012
      • als Kommentar auf Schaerli  Rama
      • 27
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National League A

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Fribourg 50 163:123 99
2 Bern 50 169:117 92
3 Zug 50 172:154 91
4 ZSC Lions 50 152:131 89
5 Davos 50 170:152 81
6 Lugano 50 163:139 80
7 Servette 50 146:139 80
8 Biel 50 160:161 72
9 Kloten Flyers 50 151:137 69
10 Ambri 50 128:178 53
11 Lakers 50 139:207 53
12 SCL Tigers 50 117:192 41

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