Heisses Duell ZSC – Biel Schläpfer und Crawford gehen aufeinander los

Underdog Biel schockt am Samstag den Meister auswärts gleich mit 5:0. Da lupft es ZSC-Coach Marc Crawford den Hut.

Immer informiert - Abonnieren Sie den BLICK Sport Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK Sport News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Newsletter erhalten?

Top 3

1 Highlights jetzt im Video Davos wendet Spiel gegen Zug in der Verlängerung
2 HCD verabschiedet sich von Strichkampf Davos gewinnt dank späten Toren
3 BLICK präsentiert das Sixpack HCD-Senn kaltschnäuzig zum ersten Shutout

NLA Schweiz

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 SC Bern 41 128:96 86
2 ZSC Lions 42 137:100 86
3 EV Zug 39 124:85 82
4 Lausanne HC 40 131:104 74
5 HC Davos 40 119:109 59
6 EHC Biel 41 120:117 58
7 HC Lugano 42 117:140 55
8 Genf-Servette HC 41 101:116 54
9 EHC Kloten 41 117:134 49
10 SCL Tigers 42 99:122 49
11 HC Fribourg-Gottéron 40 102:136 42
12 HC Ambri-Piotta 41 100:136 41

Eishockey

Schlagen die ZSC Lions gegen Biel zurück?

Abstimmen
teilen
teilen
31 shares
13 Kommentare
Fehler
Melden

Schon nach 22 Minuten ist die Partie im Hallenstadion entschieden. Biel führt 4:0 und dominiert den Favoriten. Der Meister zeigt Nerven. Zu einer sportlichen Reaktion ist er nicht fähig.

Es bleibt bei einigen Scharmützeln und Versuchen, Schlägereien mit den Bielern anzuzetteln und so wenigstens den Ton für das zweite Spiel am Dienstag in Biel zu setzen.

Nachdem es im Schlussdrittel zu Rangeleien mit ZSC-Schwede Henrik Tallinder und Biel-Kanadier Ahren Spylo gekommen ist, rastet Meistercoach Crawford aus. Der Kanadier klettert zur Plexiglas-Wand hoch und brüllt zu Kevin Schläpfer rüber:

«Hey Hollywood! Schau zu mir! Halt die Klappe! Lass die Spieler spielen! Schau dich doch an, Hollywood!» Und er versucht mit einer Geste die Haarpracht des Baselbieters, der sich zum Playoff-Auftakt schick wie ein Film-Star herausgeputzt hat, zu verhöhnen.

Versucht Crawford, sein Team wachzurütteln?

Vom Respekt gegenüber dem Trainerkollegen, den er im Vorfeld in Interviews herausgestrichen hatte, ist wenig zu spüren. Oder ist es bereits ein Versuch, die Emotionen bei seinem Team zu wecken?

«Wenn sich Schläpfer mit mir anlegen will, dann soll er das. Aber mit einem Spieler? Das geht nicht», sagt Crawford hinterher ruhig. Ihn stört, dass sich der Biel-Coach Tallinder verbal vorgeknöpft hat.

Und Schläpfer? Als er Crawford toben sieht, richtet er sich die Frisur und winkt dann cool ab. «Ich wusste nicht, was Crawford wollte. Ich habe gesehen, dass er das Plexi hochgesprungen ist, und bin ein wenig erschrocken.

Das war komisch. Ich hatte gar nichts mit ihm. Mich hat einfach gestört, dass dieser Zehner provoziert hat und mit Spylo prügeln wollte.»

Normalerweise rede er auch nicht mit gegnerischen Spielern. «Doch die Provokationen von diesem Zehner (Tallinder, die Red.) waren etwas peinlich. Und das wollte ich ihm einfach sagen.

Denn vermutlich hätte er von Spylo noch auf den Ranzen bekommen. Doch ich habe Spylo gesagt, er solle sich nicht darauf einlassen.»

Schläpfer legt noch eine Schippe drauf: «Ich fand die Provokationen von Zürich zum Schluss daneben.»

Gehört das in den Playoffs nicht dazu? «Nein, ich finde nicht. Zürich hätte Gas geben und Tore für die Fans schiessen sollen. Ich bin ein bisschen enttäuscht gewesen, dass sie versucht haben, solche Dinge zu machen.» Schon früh ist Zunder in der Serie.

Publiziert am 13.05.2015 | Aktualisiert am 22.05.2015
teilen
teilen
31 shares
13 Kommentare
Fehler
Melden
play

13 Kommentare
  • Mark  Ruch 02.03.2015
    Hat er nun Hollywood oder Holy one gesagt?
    Sinn ist nicht der Gleiche und die Medien sind sich auch nicht
    sicher.
  • Claude  Zürcher aus Zürich
    02.03.2015
    Nun lasst mal die Kirche im Dorf. Es ist Playoff-Time. Da sind die Emotionen nun mal hoch. Ausserdem gehört das zum Hockey. Wems zu viel ist kann sich ja Schach ansehen.
  • Reto  Bohren 02.03.2015
    Von aufeinander losgehen kann keine Rede sein! Waren doch zwischen beiden Coaches etliche Meter Abstand dazwischen! KS hat aber auf die Provokationen von MC so was von ruhig und cool reagiert, was ihn noch zorniger machte! Fortsetzung folgt....
  • Concolor  Shalako 02.03.2015
    Schon eher selten dass Profitrainer so ausrasten.
    Passiert ist passiert, und es ist am Verband allenfalls zu handeln.
    Ich kann mir vorstellen, dass sich die beiden Trainer bereits ausgesprochen haben.
    Die Kehrtwende der Serie wird so oder so eintreffen ..nämlich sportlich.
  • Juri  Gniom aus Aarau
    02.03.2015
    Überbewerten soll man das nicht, aber es spricht für das dünne Nervenkostüm von Crawford und mangelndem Respekt gegenüber seinen Coach-Kollegen. Aber KS hat so vorbildlich reagiert, wie vorher seine Spieler gespielt haben. Einfach Klasse. Überhaupt ist Kevin DER Trainer dieser Saison schlechthin, vielleicht hat Crawford ein Problem mit seinem Ego!