Blick über die Bande zum Wechsel zu Lugano Die ZSC Lions sollten Cunti sofort ziehen lassen!

Luca Cunti hat für die nächsten beiden Saisons beim HC Lugano unterschrieben. Der ZSC sollte keine Hemmungen haben, ihn schon jetzt abzugeben, schreibt BLICK-Eishockey-Chef Stephan Roth.

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NLA Schweiz

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 SC Bern 41 128:96 86
2 ZSC Lions 42 137:100 86
3 EV Zug 39 124:85 82
4 Lausanne HC 40 131:104 74
5 HC Davos 40 119:109 59
6 EHC Biel 41 120:117 58
7 HC Lugano 42 117:140 55
8 Genf-Servette HC 41 101:116 54
9 EHC Kloten 41 117:134 49
10 SCL Tigers 42 99:122 49
11 HC Fribourg-Gottéron 40 102:136 42
12 HC Ambri-Piotta 41 100:136 41

Eishockey

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Damals dachte man, es sei erst der Anfang einer grossen Karriere, als Luca Cunti 2013 beim Schweizer WM-Silber-Coup von Stockholm dabei war. Seine Linie mit den Flügel Simon Bodenmann und Denis Hollenstein trumpfte vor allem zu Beginn des Turniers gross auf. Und Cunti war damals erst 23 Jahre alt. Ein Spieler mit Lastwagenladungen voll Talent.

Doch danach geriet seine Laufbahn ins Stocken. Verletzungen spielten eine Rolle, ein etwas belastetes Verhältnis zu Coach Marc Crawford ebenfalls, aber vor allem die Diskrepanz, die zwischen dem Versprechen seines Talents und der Lieferung auf dem Eis zu Tage trat.

Die hohen Erwartungen lähmten den begnadeten Center von der Zürcher Goldküste. Grosse Auftritt wurden immer seltener. Und in dieser Saison, die unter dem neuen Trainer Hans Wallson, die Chance zur Wende sein sollte, blieb er noch weiter unter seinem Vermögen. Der elegante Läufer flog nicht mehr übers Eis, sondern schlich mit hängenden Schultern und gesenktem Kopf herum.

So war längst klar, dass er bei den ZSC Lions keine Zukunft mehr haben und keinen neuen Vertrag in Zürich erhalten würde. Nun hat er für die beiden kommenden Saisons bei Lugano unterschrieben. Die Tessiner haben ein, wohl nicht ganz billiges, Los gekauft. Da Geld im Land der Mantegazzas aber ohnehin kein Sorgenfaktor ist, können es die Bianconeri verschmerzen, wenn sich Cunti als Niete entpuppen sollte.

Spielt Cunti bald unter Bob Hartley?

Und sonst wird er vielleicht gar zum Hauptgewinn, wenn er einen Trainer hat, der sein Selbstvertrauen aufpoliert und ihn aufs Niveau seiner besten Jahre führt. Und wer weiss, vielleicht landet ja der derzeit arbeitslose Bob Hartley, der ihn bei den ZSC Lions rausbrauchte, dereinst unter den Palmen Luganos.

Die Frage, die sich nun den Zürchern stellt, lautet: Wie weiter mit Cunti? Bis Ende Saison steht er noch unter Vertrag. Zuletzt war er dreimal in Folge überzählig. Solange es keine Verletzungen gibt, hat es keinen Platz mehr für ihn.

Sollen die Lions Cunti jetzt schon ins Tessin schicken? Als mahnendes Beispiel könnte man den Fussball-Stürmer Armando Sadiku herbeiziehen, den der spätere Absteiger FC Zürich vor einem Jahr mit fatalen Folgen an den direkten Konkurrenten Vaduz auslieh.

Doch solche Ängste dürfen den Leader trotz der aktuellen Tabellenkonstellation (Lugano ist Achter…) nicht kümmern. Wenn man zum Schluss kommt, dass Cunti nur noch eine Belastung und nicht mehr von Nutzen fürs Team ist, sollte man den 27-Jährigen jetzt schon abgeben und so einen sechsstelligen Betrag einsparen. Es wäre nicht wie damals beim FCZ mit Sadiku eine Zeichen des Hochmuts, sondern mutig und konsequent. Und ein Vertrauensbeweis für die anderen Spieler im Team.

Publiziert am 07.12.2016 | Aktualisiert am 18.01.2017
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2 Kommentare
  • Anna  Rusch 08.12.2016
    HCL, investiert doch in Talente und holt einen kompetenten Sportchef!! Dieser Junge, ewiges Talent von der Goldküste ( Vater aus Arosa..) kann es doch nicht auch noch sein, wieder so ein Deal, warum nur?!
  • Thomas  Schweizer 08.12.2016
    Stephan Roth, Wenn Sie die Fakten bei der Ausleihe von Sadiku nicht genau kennen, sollten Sie auch nicht darüber schreiben.