Wer macht es wie am liebsten? Sex-Report Schweiz

BLICK holt die Schäferstündchen aus der Dunkelheit: Fast 30’000 Schweizer haben für die Studie «Sex in der Schweiz» die Bettdecke gelupft. Wer es wo und wie am liebsten macht.

Sex-Studie schaut in Schlafzimmer: Diesen Sex mögen Schweizer wirklich play

Wer tut wo was und wie: Die grosse Schweizer Sex-Karte.

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«Sex? Nein, war es nicht. Ich hatte keinen Orgasmus.» Was absurd klingt, unterschreiben drei Viertel aller Schweizer. Denn: «Kommt es nicht zum Höhepunkt, dann zählt dies nur noch für jeden Vierten als Sex», enthüllt die grösste Schweizer Sexstudie aller Zeiten.

BLICK liegt das heisse Dossier, von Politologe Michael Hermann im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) erstellt, exklusiv vor. Fast 30’000 Schweizer haben für «Sex in der Schweiz» ihre Bettdecke gelupft. 

Sex-Studie schaut in Schlafzimmer: Diesen Sex mögen Schweizer wirklich play
Darf es ein bisschen mehr sein? 68 Prozent der Frauen halten Sex für wichtig bis sehr wichtig. Aber nur 53 Prozent der Männer trauen das den Frauen zu. B2M Productions

Wie erreichen die Schweizer und Schweizerinnen denn genau die sexuelle Ekstase? Das ist, ganz nach föderalistischer Tradition, von Kanton zu Kanton verschieden. 

Das Hintertürchen

In Jura, Wallis und Neuenburg frönt man dem Analakt landesweit am liebsten. Dort hatten 65 bis 70 Prozent der Erwachsenen bereits einmal im Leben Analsex. Knapp dahinter folgen die Waadt mit 60 bis 65 Prozent sowie Genf und das Tessin mit 55 bis 60 Prozent. Auffallend: Unter den Deutschschweizer Kantonen ist einzig der Thurgau mit 55 bis 60 auf der frivoleren Analseite. Das Hintertürchen-Schlusslicht teilen sich Freiburg, Ob- und Nidwalden sowie Graubünden mit 40 bis 45 Prozent. 

Sex-Studie schaut in Schlafzimmer: Diesen Sex mögen Schweizer wirklich play
So machts die Schweiz: Mehr als die Hälfte hatte im Schweizer Dirchschnitt schon Analsex. Quelle: Sotomo

Aber ist Analverkehr denn Sex? 40 Prozent der Schweizer sagen Nein – was sich auch im Strafgesetzbuch widerspiegelt. Dort wird nur vaginales Eindringen als Vergewaltigung eingestuft, anales einzig als «sexuelle Nötigung». «Die enge Definition von Sex als Vaginalverkehr spiegelt ein bestimmtes, kulturell geprägtes Verständnis von Sexualität», so Hermann.

Und auch bei der oralen Befriedigung tut sich ein Graben auf: Während in der Schweiz rund 60 Prozent einen Blowjob sowie das Lecken der Vagina als Sex verstehen, sind  es gemäss Erhebungen unter US-Studenten nur 20 Prozent.

Die schnelle Nummer

Sucht man die schnelle – und einmalige – Zweisamkeit, wird man in Basel-Stadt am schnellsten fündig. 63 Prozent hatten dort schon mal einen One-Night-Stand, während es im Glarnerland mit 40 bis 45 Prozent am seltensten bei einer einzigen Nacht bleibt.

Der Reiz der frischen Luft 

Wer glaubt, dass es auf dem Land nur hinter verschlossener Tür zur Sache geht, den straft die Studie Lügen. Denn 65 Prozent aller Ob- und Nidwaldner hatten bereits einmal Sex im öffentlichen Raum. Die Urschweizer Kantone mögen es gefolgt von Basel-Stadt und Zürich (beide 60%) somit am liebsten an der frischen Luft.

Zu dritt lieben

Einen Dritten oder eine Dritte zum intimen Spiel einladen: Das tun die Menschen am ehesten in Basel-Stadt. Dort hatten 29 Prozent aller Befragten bereits einen Dreier, gefolgt von Baselland mit 21 Prozent. Steht man auf Gruppensex, sollte man seine Französischkenntnisse auffrischen. Denn Genf (14%), Waadt (13%) und Wallis (11%) sind die Schweizer Gruppensex-Hochburgen.

Interessiert Sie Sex denn überhaupt?

Glauben Sie, dass für Ihren Partner oder Ihre Partnerin die körperliche Zweisamkeit zweitrangig ist? Dann haben Sie eindeutig Redebedarf! «84 Prozent der Männer und 68 Prozent der Frauen geben an, dass Sex für sie wichtig oder sehr wichtig ist», so die Studie. Auffallend: Gerade einmal 53 Prozent der Männer denken, Sex sei für ihre Partnerin wichtig. Ein Trugschluss!

Das scharfe Alter

Aber die Jungen, die haben nur Sex im Kopf! Mitnichten. Gerade mal ein Drittel aller unter 25-Jährigen hält Sex für wichtig. Unter einem Leben ohne oder mit schlechtem Sex leiden die 45- bis 55-Jährigen am meisten. Erst mit 55 bis 64 Jahren sind Mann und Frau auch unbefriedigt glücklich, mehr als die Hälfte stuft dann Sex als «eher unwichtig» ein.

Sex-Studie schaut in Schlafzimmer: Diesen Sex mögen Schweizer wirklich play
  Getty Images
«Was habe ich nur getan?»

Sie bereuen die letzte Nacht? So erging es laut der Studie bereits der Hälfte der Bevölkerung. Der Geschlechtergraben ist aber tief: Während 40 Prozent der Männer bereits einmal eine heisse Nacht gern ungeschehen gemacht hätten, sind es bei den Frauen 66 Prozent. Grund Nummer eins für die Frauen: Der Sex war schlecht! Alarmierend: Nur 20 Prozent jener, die ohne Kondom fremdgegangen sind, bereuen den Seitensprung.

Romands gehen eher zum HIV-Test

Die Angst vor Aids und HIV wird immer kleiner. Und trotzdem: Wer zum HIV-Test geht, ist meist frisch verliebt – 35 Prozent geben eine neue Beziehung als Grund für den Test an. In den Kantonen Genf und Waadt haben sich 70 bis 80 Prozent der Befragten bereits einmal im Leben auf HIV testen lassen. Gefolgt von Neuenburg, Jura, Baselland und Basel-Stadt mit 60 bis 70 Prozent. Am Schluss der Rangliste liegen Graubünden, St. Gallen, Bern und Freiburg mit 40 bis 50 Prozent sowie Ob- und Nidwalden mit 30 Prozent.

Und jetzt sucht BLICK die Sextreme!

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E-Mail an redaktion@blick.ch, Betreff «Sextreme»

Publiziert am 21.11.2016 | Aktualisiert am 20.12.2016
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18 Kommentare
  • Roger  Hausherr 21.11.2016
    Spielt das irgend eine Rolle, wer es wie macht? Das ist doch so individuell wie die Essgewohnheiten. Das muss jeder und jede für sich selbst wissen. Solche Studien bringen gar nichts, ausser vielleicht der Boulevardpresse ein paar Schlagzeilen. Zudem wissen wir nach den US-Wahlen wie ehrlich solche Fragen beantwortet werden. Da kann ich nur sagen, es bringt mehr wenn man ein Buch liest über Liebe und wie sich Leidenschaft erklärt über Anziehung. Aufgeklärte Menschen brauchen ticken anders.
  • jürg  frey aus teufen
    21.11.2016
    Nachtrag: Wir haben noch zu Musik ab Plattenspieler geturtelt, geschmust und und... romantisch wars, blöd wenn die Vinylscheibe vorher fertig war, das war der einzigste Moment in dem wir vielleicht etwas abgelenkt waren vom schönen Spiel; da war kein Handy, dass immer ready sein musste und man ja nichts verpassen durfte. Abstellen? Die Meisten wissen doch gar nicht wie!
    • Beni  Ambühl aus Bern
      21.11.2016
      Das Handy stellt doch von selber ab wenn der Akku leer ist? Nicht? Kleiner Scherz, Sie haben natürlich Recht :)
    • Marco  Weber 21.11.2016
      Armer Herr Frey hatte damals kein Handy und ist jetzt eifersüchtig..... Aber ich bin immer wieder erstaunt wie gut Sie über die heutige Jugend Bescheid wissen und wie schlecht die doch ist..... Ich bitte doch in Zukunft alle Jugendlichen nur noch zu schmusen wenn der Plattenspieler läuft, sodass sich auch der Herr Frey wieder bischen wohler fühlt!
  • Marco  Hanhart aus Frauenfeld
    21.11.2016
    Da Steuergelder für sowas ausgegeben werden, wäre es interessanter etwas über die Vorlieben der einzelnen Quartiere in unserer Stadt zu erfahren. So könnte man nach Vorlieben einfach umziehen.
  • P.  Bruno 21.11.2016
    Herr Hugentobler, der mit dem "weiss" machen war wohl ein ungewollter, trotzdem passender Fehler, der mich gerade schmunzeln liess. Danke dafür :-) Es gibt übrigens viele Frauen, die bevorzugen gar die von Ihnen so als unvorstellbar dargestellte Praxis. Aber es geht beim A-Sex nicht um besser oder nicht. Es ist die Kombination der Reize, welche die Erotik bunt machen. Und in diesem Sinne kann ich Ihnen nur sagen, Ihnen fehlt ein Farbstift in der Sammlung :-)
  • Daniel  Mäusli , via Facebook 21.11.2016
    Ach sooooooo nun gut wie wichtig ist denn nun diese statistik? Wie lange und wieviele denker haben sich hier nun um diese statistik bemüht? Wer hat dies in auftrag gegeben und was ist der kosten / nutzen daraus? Das habe ich nun noch nicht so genau verstanden. Zum lesen sicherlich amüsant aber ändert sich der schweizer nun? Oder je nach lustströme zieht der schweizer in einen anderen kanton? 30000 schweizerIn wurde befragt? Hmmm finde ich schon toll......ich praktiziere wie es mir gefällt je kt