CVP-Mann Reto Schmid kriecht zu Kreuze Vom Hai-Fischer zum Hai-Schützer

Der CVP-Grossrats-Kandidat Reto Schmid hat sich für sein heikles Haifisch-Foto entschuldigt. Er will nun den Schutz von bedrohten Haifischen aktiv unterstützen.

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Den Schlussspurt des Wahlkampfs dürfte sich der CVP-Politiker Reto Schmid anders vorgestellt haben. Der Christdemokrat, der sich Ende Oktober ins Aargauer Parlament wählen lassen will, geriet in einen Shitstorm. Er fing in den Ferien auf Mauritius einen rund zwei Meter langen Weissspitzen-Hochseehai – eine bedrohte Art – und protzte damit auf Facebook (BLICK berichtete).

Jetzt kriecht der Christdemokrat zu Kreuze und entschuldigt sich für die Bilder, die er mittlerweile gelöscht hat.

«Vom ungewöhnlichen Erlebnis überrascht, habe ich einen Facebook-Post verfasst, der einige von Euch verletzt hat und – wie ich nach Recherchen festgestellt habe – nicht opportun war», schreibt CVP-Mann Schmid auf Facebook. «Dafür entschuldige mich.»

Postby

«Protz-Post» war «Mist»

Dass der Fang des Riesenfischs ein Fehler war, sei ihm im ersten Moment gar nicht bewusst gewesen. Einsichtig will er nun Busse tun: «Ich habe heute Abend mit Alex Smolinsky, Vizepräsident des Sharkproject International e.V., ein halbstündiges Telefongespräch geführt», schreibt Schmid. Zusammen mit ihm werde er nun schauen, wie er den Schutz der Haifische unterstützen könne.

Smolinsky zeigt sich gegenüber BLICK erfreut über Schmids Reaktion: «Ich habe ihm gesagt, er habe mit den Protz-Post Mist gebaut, und dass es nun mehr braucht als nur eine Entschuldigung.» Dass dieses Versprechen nun gekommen sei, sei richtig und wichtig. (pma)

Publiziert am 13.10.2016 | Aktualisiert am 27.10.2016
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17 Kommentare
  • Beat   Wyler 14.10.2016
    Ein Mauritier, der in der Schweiz einen Auerhahn fangen und verspeisen würde, würde mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft. Reto Schmid hoffentlich mit dem Ausschluss aus der CHRISTLICHdemokratischen Volkspartei!
  • Edith  Zellweger , via Facebook 13.10.2016
    Ich hoffe nur, dass diese scheinheilige und unehrliche Entschuldigung von den Wählern nicht honoriert wird, denn ein Tierlustmörder hat in der Politik nichts zu suchen!

    Und wer jetzt schon versucht die Wähler über den Tisch zu ziehen, kann man sowieso nichts mehr glauben!
  • Güdemann  Rolf aus Reinach
    13.10.2016
    Wenn sich die Menschen heute nur noch an anderen auslassen können. Was glaubt die Menschheit denn wie viele Tierarten in Jahr Millionen bereits ausgestorben sind? Der Planet entwickelt sich weiter - ob mit oder ohne uns. Ach ja - eines Tages werden ganz bestimmt auch wir auf einer Liste auftauchen. So ist nun mal der Gang des Lebens. Die Erde wird mit oder ohne uns weiter existieren. Da gibt es nichts zu schützen - ausser vielleicht uns vor uns selbst
    • Ueli  Künzi 13.10.2016
      Wie recht Sie haben Rolf. Es grenzt an irrsinnige Überheblichkeit, wenn wir uns einbilden die Welt retten zu können (zu müssen), im Umkehrschluss sie vernichten oder schädigen zu können. Wir Alle sind doch nur kleine Ameisen und werden von der Welt getragen, nicht umgekehrt. Beispiel: Ein einziger Vulkanausstoss hat mehr Schadstoffen in die Atmosphäre geschleudert als alle Ölfelder die damals Sadam anzünden liess. Ich bin sicher, dass Ihr Betrag genauso angefeindet werden wird, wie der meine.
    • Thomas  Hager aus Luzern
      13.10.2016
      An die Herren Güdemann und Künzi,
      wer ein Problem erkannt hat und nichts dagegen unternimmt ist ein Teil des Problems. Das gilt auch für Ignoranten.
  • Felix  Saxer aus Ruswil
    13.10.2016
    Es geht nicht um das Protzfoto, es geht um die Tatsache, dass er einen Haifisch getötet hat, der lange grausam um sein Leben kämpfen musste. Hochseefischerei ist eine schlimme Tierquälerei. Ob nun im Privaten oder mit den riesen kommerziellen Schiffen, die tagtäglich unnötig tausende von Tieren töten, wie Schildkröten, Haie, Delfine, kleine Wale usw.
  • Gina  Luna aus Baden
    13.10.2016
    Ich glaub in dem Alter weiss jeder, dass man diese wunderbaren Tiere nicht als Ferien-Foto-Trophy inszeniert. Jetzt schnell die Meinung ändern? Glaubt er ja selber nicht. Ah, es sind halt Wahlen. Lernt man in der Badener Sekundarschule nichts über Tierschutz?