Lauterbrunnen BE trauert um Bruno Durrer (†62) Held der Berge stirbt beim Tauchen in Indonesien

JAKARTA - Ein Schweizer Taucher verstarb am Montag in Indonesien – er war kein Unbekannter: Der Berner Bruno Durrer (†62) war schweizweit als Spezialist für alpine Rettung bekannt.

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Der Lauterbrunner Arzt Bruno Durrer war schweizweit bekannt. Peter Gerber/Blick

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Als Arzt rettete Bruno Durrer (62) unzählige Leben – nun wurde ihm sein eigenes genommen: Nach einem Tauchunfall starb der beliebte Bergdoktor und leitende Notarzt der Air-Glaciers Lauterbrunnen am Montag in Indonesien.

Die Todesursache seien Atemnot und ein Herzfehler, schreiben lokale Medien. Der Arzt klagte nach einem Tauchausflug im Bunaken National Marine Park unweit der indonesischen Insel Sulawesi über Unwohlsein – und verstarb wenig später im Spital (BLICK berichtete).

«Er war sehr wichtig für die Gemeinde»

Bruno Durrer war seit fast 30 Jahren Hausarzt in Lauterbrunnen. Er war als Rettungsarzt für die Air-Glaciers im Einsatz, organisierte die Praxis in Mürren und die Ambulanz im Ort, schreibt die «Jungfrau Zeitung». Durrer galt als einer der renommiertesten Spezialisten für alpine Rettung in der Schweiz. Neben seiner Tätigkeit als Mediziner absolvierte er auch eine Ausbildung als Bergführer.

Im Dorf sitzt der Schock über seinen Tod tief: «Ich konnte es sehr gut mit ihm», sagt der Lauterbrunner Gemeindepräsident Martin Stäger zur «Berner Zeitung». «Er war sehr wichtig für die Gemeinde, als Retter und Hausarzt.»

Durrer sei ein so sicherheitsbewusster Mensch gewesen, sagt der Präsident der SAC-Sektion Lauterbrunnen, René Feuz. Er könne sich nicht vorstellen, dass er bei seinem Tauchgang etwas Gefährliches unternommen habe. Durrers Tod schockiert ihn: «Das kommt für mich aus heiterem Himmel, und mir fehlen die Worte. Das Leben ist brutal.» (kra)

Publiziert am 07.12.2016 | Aktualisiert am 07.12.2016
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  • Hanspeter  Oppliger aus Valencia Philippinen
    07.12.2016
    Was Herr Limmar kommentiert ist laienhaft. Jeder brevetierte Taucher hat eine Ausbildung und Kenntnisse von den Risiken beim Tauchen. Zudem, wie weiter ein Tauchplatz von einem Spital, einer Dekompessionskammer weg ist, wie grösser ist das Risiko bei einem Tauchzwischenfall. Sicherlich herrschen weltweit unterschiedliche Standards betreffend Ablauf bei einem Tauchunfall. Jeder Taucher ist schlussendlich für sich selber verantwortlich. Den Angehörigen von Bruno Durrer kondoliere ich herzlichst.
  • Sabi  Limmar 07.12.2016
    Man fliegt in Tauchparadiese, Malediven Ägypten etc. und springt von Flugzeug ins Wasser, resp. taucht ab. Zeit ist kostbar. Man taucht bis des Flieger wieder abgebt, das birgt grosse Risiken. Die Betreuung bei Unfällen ist meistens schlecht oder gar nicht vorhanden!