Hassan Kiko hat eine 15-Jährige vergewaltigt Angela Magdicis Schatz zu vier Jahren Haft verurteilt

Das Zürcher Obergericht sprach Hassan Kiko heute der Vergewaltigung schuldig – die Liebelei mit seiner Ex-Aufseherin Angela Magdici muss warten.

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Gefängnisausbrecher Hassan Kiko (28) stand heute wegen der Vergewaltigung und sexueller Nötigung einer 15-Jährigen vor dem Zürcher Obergericht. Das Urteil: Schuldig.

Bereits vor einem Jahr wurde Kiko zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Auch heute entschied das Gericht gleich wie die Vorinstanz, dass Kiko vier Jahre hinter Gitter soll (BLICK berichtete).Zusätzlich muss der gelernte Coiffeur eine Genugtuung von 15000 Franken bezahlen.

Hassan (27) wurde in Unterwäsche abgeführt. Wer klaute seine Kleider? play
Hassan Kiko stand heute vor dem Obergericht Zürich. Facebook

 

Nach fünf Minuten habe sie Sex gewollt 

Laut Anklage hat Kiko sein minderjähriges Opfer im November 2014 aus einer Shisha-Bar in Schlieren ZH in das Auto eines Kollegen gelockt – und sie dort vergewaltigt.

Der gelernte Coiffeur gab vor Gericht jedoch seine eigene Version der Geschichte zum Besten: Die junge Frau habe sich als 19-Jährige ausgegeben und fünf Minuten nach dem Kennenlernen bereits Sex gewollt. Also habe er die Autoschlüssel beim Kollegen geholt und sei mit der jungen Frau zum Wagen gegangen, wo es mehrmals zu Sex kam. Er sei erschöpft gewesen von der Arbeit – sie habe mehr Lust gehabt als er.

Angela Magdici auf dem Weg zum Gericht heute Morgen. play
Angela Magdici auf dem Weg zum Gericht heute Morgen.

 

Kiko und Magdici wollen heiraten

Der Syrer ist einschlägig vorbestraft. Er wurde bereits zwei Mal wegen eines Sexualdelikts verurteilt, einmal im Thurgau zu dreieinhalb Jahren. Aufgrund der Verurteilung im Dezember 2015 sass Kiko bereits im Bezirksgefängnis Dietikon ZH – aus dem er Anfang Februar mit Angela Magdici flüchtete. Die zwei wurden Ende März wieder geschnappt.

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Die Fahndungsfotos der Kantonspolizei Zürich von Magdici und Kiko. kapo zh

 

Auch seine Freundin und ehemalige Aufseherin erschien vor Gericht – als einzige Zuschauerin. Die zwei zeigten ihre Verliebtheit trotz Vergewaltigungs-Prozess ganz offen: Der verurteilte Sexualtäter schickte seinem Herzblatt eine Kusshand zu und das Paar tauschte verliebte Blicke aus. «Wir wollen heiraten», sagte Hassan Kiko, vom Richter nach seinen Zukunftsplänen gefragt.

 

Sein Mandant sei früher «sexuell etwas wahllos» vorgegangen, sagte Kikos Anwalt Valentin Landmann während des Plädoyers. Jetzt habe er aber unter etwas ungewöhnlichen Umständen die Liebe seines Lebens gefunden.

Zum «Trost» für die Verurteilung, erlaubte der Richter dem Paar, sich zu verabschieden. Minutenlang standen Hassan und Angela küssend und weinend, eng umschlungen im Saal. Dann gings für Kiko wieder zurück in den Knast.

Publiziert am 21.12.2016 | Aktualisiert am 22.12.2016
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17 Kommentare
  • Sandro  Müller 22.12.2016
    Punkt 1, was macht eine 15 Jährige in einer Shisha-Bar, Punkt 2, was zum geier hat die denn gedacht, als sie mit diesem Typen mitgegangen ist? er würde ihr das Autofahren beinringen?! Aber eben, Badboys sind sehr beliebt bei "Frauen" in diesem Alter. Wenn ich im Ausgang sehe, mit was für Neanderthaler sich Frauen teils abgeben, wundere ich mich über solche Dinge definitiv nicht mehr!
  • Remo  Albrecht aus Höri
    21.12.2016
    Valentino etc: ich stelle allgemein in Frage, warum so eine Flucht generell nicht in Strafe gestellt werden kann. es ist doch ein Vergehen gegen das voraus gegangene Urteil, das der Delinquent zu verbüssen hat.
    In Zukunft gilt meine Parkbusse nicht mehr als Vergehen gegen den Staat sondern als verzeihbare Tat, die aus psychologischen Gründen nicht als Vergehen gegen das Gesetz sondern als verständnisvolle Untat ohne Rechtsfolge qualifiziert wird. Werde mich darauf berufen das nächste mal!
    • Marco  Hanhart aus Frauenfeld
      21.12.2016
      Es ist straffrei weil eine Flucht dem natürlichen Freiheitstrieb von uns allen entspricht und praktisch jeder abhauen würde, wenn ihm die Gelegenheit geboten wird.
      Das ist der simple Grundgedanke dahinter.
    • Silvio  Valentino aus Winterthur
      21.12.2016
      @Albrecht: Ich kann doch auch nichts dafür, ich sage nur, wie es ist gemäss den in unserem Land gültigen Gesetzen. Das ist halt kein Wunschkonzert, wo sich jeder eine Strafe ausdenken kann, die gerade ihn zufrieden stellt.
    • Eduard  Clearmind 22.12.2016
      Flucht ist in fast allen Ländern straffrei, weil es nur Selbstbegünstigung ist und diese eben nicht unter Strafe fällt. Alle, die das nicht begreifen, haben eine mittelalterliche Vorstellung des Strafrechts.
  • Remo  Albrecht aus Höri
    21.12.2016
    Valentino aus Winterthur (woher auch sonst, als aus dieser grünen, linken Stadt): erklären sie mir bitte, was BR Maurer mit der Steuerpflicht und diesem Fall zu tun hat. Versteh ihre Argumentation so: es ist egal für was wir zahlen, auch für unnötige Polzeieinsätze, die wegen einer Flucht viel kosten, aber gesetzliche legal sind und zu akzeptiere sind.
    Sie verteidigen demnach, dass dieser Fall (Flucht) als Kavaliersdelikt abgetan wird ohne Rechtsfolgen?
    Kapitalistische radikale Ansichten.
    • Silvio  Valentino aus Winterthur
      21.12.2016
      BR Maurer hat es so gemeint: die Steuern sind zu entrichten, egal ob es dem Einzelnen passt, was mit dem Geld geschieht oder nicht. Es ist nicht dem einzelnen Individuum überlassen, darüber zu entscheiden, sondern den dafür zuständigen Gremien. Und noch was: langsam sollten Sie beginnen, das überholte links-rechts-Schema zu überdenken und Faktenanalyse anstelle von Ideologie als Grundlage für Ihre Meinungsbildung zu verwenden.
  • willi  Frischknecht 21.12.2016
    Für einen Wiederholungstäter 4 Jahre und kein Landesverweis ? Dann wäre zumindest auch noch die Anstiftung zu einer Straftat. Auch wenn er für den Ausbruch leider nicht bestraft werden kann, hat er Angela Magdicin zur Gefangenenbefreiung aufgefordert und dies wiederum ist Strafbar.
  • Remo  Albrecht aus Höri
    21.12.2016
    ... und was ist mit den Kosten, die der Ausbruch unseren Staat kosten wird? Unzählige Stunden leisteten unsere Sicherheitsbeamten um dieses Paar wieder dingfest machen zu können. Das sollen wir einfach aus unserer Kasse zahlen? Wann endlich fällt unser Rechtsstaat (oder eher "Linksstaat") endlich reale Gerichtsentscheide, die einer Verurteilung auch gerecht werden in Sachen Vergehen. Solange unser Kuscheljustiz so handelt ist es ein no-go. Vergewaltigung 4 Jahre, Flucht ist kein Vergehen?
    • Silvio  Valentino aus Winterthur
      21.12.2016
      Nein, Flucht ist mach unseren Gesetzen kein Vergehen, das eine Zusatzstrafe nach sich zieht. Das sollten Sie doch wissen. Und wie BR Maurer schon gesagt hat: es heisst SteuerPFLICHT, weil man sich nicht aussuchen kann, wofür man einzahlt.