Er kommt seiner Partei zuvor «Scheiss-Neger»-Politiker tritt aus der SVP aus

RÜTI - ZH - Er fand das Video, in dem ein Dunkelhäutiger als «Scheiss-Neger» beschimpft wird, «noch witzig». Und verbreitete es auf seiner Facebook-Seite. Jetzt ist Christian Klambaur seiner Partei zuvorgekommen: Er tritt per sofort aus der Partei aus.

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Fehlbarer SVPler: Christian Klambaur verbreitete das rassistische Video. ZVG

An der nächsten Generalversammlung hätten die Mitglieder der SVP Rüti ZH über den möglichen Ausschluss Klambaurs entschieden (BLICK berichtete). Dieser ist seiner Partei aber nun zuvorgekommen. Er will wohl nicht, dass seine Parteikollegen über ihn abstimmen können.

«Aufgrund der Ereignisse der letzten Tage habe ich mich entschlossen, per sofort aus der Schweizerischen Volkspartei auszutreten», schreibt Christian Klambaur per Mail an BLICK. Sein Austrittsschreiben sende er morgen an die örtliche und kantonale Parteileitung.

Präsident nahm sich Klambaur «zur Brust»

Mitte Woche hatte BLICK über den menschenverachtenden Post des Vorstands der SVP Rüti ZH berichtet. Darin wird in einer Nachvertonung des Schlachterepos «300» ein Dunkelhäutiger als «Scheiss-Neger» beschimpft, weil dieser «aus Afrika komme und Asyl wolle». Mit einem brutalen Fusstritt befördert der weisse Schauspieler mit den Worten «Asyl, sicher nicht in Bubikon» den schwarzen Schauspieler in den Abgrund.

«Der Schaden für die Partei ist riesig», sagte daraufhin Rolf Tremp, Präsident der SVP Rüti ZH. Er distanzierte sich im Namen der SVP vehement vom Inhalt des Videos, am Donnerstag kam es dann zur Aussprache zwischen Tremp, dem Kantonalen Parteivorstand und Christian Klambaur. 

Publiziert am 08.01.2017 | Aktualisiert am 08.01.2017
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52 Kommentare
  • Erika  Ruf , via Facebook 09.01.2017
    Von wegen Fremdenfeindlichkeit: Gegen einen Afrikaner hat niemand etwas, es ist die Anzahl, die uns stutzig macht.
  • Ernst  Dittmar aus Adliswil
    08.01.2017
    Warum kommt es in der SVP so häufig zu so bedauerlichen Einzelfällen?
    • Fritz  Frigorr 09.01.2017
      Ganz einfach: Es hat dort eben fast nur bedauerliche Gestalten.
  • Wayne E  Trigger 08.01.2017
    Zur Brust genommen? Aha! Nun, wer den Präsidenten dieser Ortspartei kennt, der weiss, dass er wohl kaum über das Format verfügt jemanden "zur Brust" nehmen zu können. Es sei denn, er macht ähnliches jeweils in der Privatwirtschaft - aber hintenrum.
  • Grunder  Albert 08.01.2017
    Unsere Pseudopolitiker wieder mal, wegen so einem lächerlichen Video so einen Wind zu machen ist typisch. Die Szene mit dem Schweizer Dialekt zusammen geschnitten irgendwie noch witzigig gemacht, musste mir auch einen Lacher verkneifen.
    • Hugo  Stiglitz aus Frankreich
      09.01.2017
      Finden Sie es witzig, weil es Sie persoenlich nicht betrifft..?
  • Peter  Hurter 08.01.2017
    Schlimm ist besonders, dass Klambaurs SVP-Kollegen denken, was er ausgesprochen hat - sie waren nur so schlau, und haben es für sich behalten. So gesehen wäre ein Ausschluss aus der Partei völlig heuchlerisch gewesen.