Darum fehlte der SVP-Nationalrat im Parlament Köppel feierte mit Kirk Douglas

BERN/BEVERLY HILLS - Am Donnerstag fehlte SVP-Nationalrat Roger Köppel wegen einer USA-Reise im Parlament. Jetzt ist klar, warum: Er feierte am Freitag mit Kirk Douglas dessen 100. Geburtstag in Beverly Hills.

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Weil mehrere Nationalräte ihrer Parteien fehlten, vergeigten SVP und FDP am Donnerstag eine Abstimmung im Nationalrat. Das Bundesgesetz zum «Schutz vor Gefährdungen durch nichtionisierende Strahlung und Schall» wurde gegen ihren Willen knapp angenommen.

Unter den Abwesenden war laut SonntagsBlick SVP-Nationalrat Roger Köppel (51). Er war auf dem Weg in die USA. «Anders als manche Kollegen im Bundeshaus bin ich kein Berufspolitiker, sondern ein Unternehmer und Journalist im freien Markt», begründete Köppel sein Fehlen im Parlament.

Bei Kirk Douglas in der ersten Reihe

Nun ist klar, warum Köppel den Nationalrat schwänzte. Er flog nach Los Angeles und feierte am Freitag mit Hollywood-Legende Kirk Douglas dessen 100. Geburtstag. Köppel sass zusammen mit dem Basler Filmproduzenten Arthur Cohn direkt hinter dem Jubilar.

Kirk Douglas ist der Letzte, der Hollywoods goldene Zeiten der 30er- und 40er-Jahre miterlebt hat.  Der Held aus dem Historiendrama «Spartacus» feierte seinen 100. Geburtstag mit einer Riesenparty. Sohn Michael (72) und Schwiegertochter Catherine Zeta-Jones (47) haben die grosse Feier in Beverly Hills organisiert. «Ich weiss nur, dass 200 Freunde und Familienmitglieder mit dabei sind», sagte Kirk Douglas im Vorfeld. Seine Bedingung war einzig, dass die Party schon am Nachmittag stattfindet, da er gerne früh zu Bett gehe.

SVP-Köppel schwänzt den Nationalrat für Kirk Douglas' Geburtstagsparty play
Bewegtes Leben: Kirk Douglas an seiner Geburtstagsfeier. AP

Der russische Immigrant (richtiger Name: Issur Danielowitsch) wird oft um Rat gefragt, wie man ein langes und gesundes Leben führt. Dann zuckt er immer nur mit den Schultern: «Ich weiss es nicht. Ich glaube nur, dass ich dazu bestimmt war, noch hier zu sein. Ich habe einen Hubschrauber-Absturz und einen Schlaganfall überlebt. Das hiess für mich, dass ich noch mehr Gutes in der Welt tun sollte, ehe ich sie verlasse.»

Deshalb gründete er eine Wohltätigkeitsorganisation, mit der er unter anderem obdachlose Frauen, ein Kinderkrankenhaus in Los Angeles und ein Pflegeheim für alzheimerkranke Schauspieler mit Millionen unterstützt: «Ich fand es immer sehr egoistisch zu geben», witzelt Douglas über seine Grosszügigkeit, «weil man sich danach so gut fühlt.»

Am glücklichsten ist Kirk Douglas aber, dass er noch immer seine Ehefrau Anne (97) an seiner Seite weiss. «Mit ihr führe ich seit 63 Jahren eine wundervolle Ehe», schwärmt er. Mit der gebürtigen Deutschen pflegt er seit  Jahrzehnten ein Ritual: «Wir führen jeden Abend vor dem Einschlafen ein Gespräch über alles, was in uns vorgeht. Ich bin überzeugt, dass dieser innige Austausch ein Grund dafür ist, warum ich bis jetzt alles überlebt habe.»

Was Roger Köppel dem Jubilar für Glückwünsche überbracht hat, ist noch nicht bekannt. Köppel war bislang nicht zu erreichen.

Publiziert am 11.12.2016 | Aktualisiert am 04.01.2017
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27 Kommentare
  • Josef, Wolfgang  Giacomuzzi aus Hohenweiler
    05.01.2017
    Herr Roger Köppel setzt halt Prioritäten. Für seine Gegner kann er nur alles falsch machen und kratzen ständig auf Nonsens herum. Als ein Patriot und Denker hat er es nicht leicht, die Mittelmäßigkeit seiner Mitstreiter halbwegs anständig zu beschreiben. Er behauptet sich in allen Bereichen sehr kompetent. Verzichtet auf Floskeln und Hülsen, bringt das Thema verständlich in die Mitte und ist ein Hoffnungsträger für die Schweizer.
  • Mike  Rich 13.12.2016
    Was soll diese debile Polemik? Diese Abstimmung war im Vergleich zu anderen nun wirklich nicht wichtig. Mir jedenfalls ist das völlig wurst. Da darf man bei einem so speziellen Anlass, den man nur einmal im Leben geniessen kann, doch auch mal fehlen. Als ob es jetzt nur an Köppel gelegen hätte. Was ist mit den anderen, die fehlten, jedoch keinen besonderen Grund hatten? Polemik pur.
  • Landre  Marb , via Facebook 12.12.2016
    Auf der einen Seite laut posaunen dass man die Vertretung der Volkmehrheit ist und auf der anderen Seite "cool" von den entsprechenden Entscheidungsmomenten (Aufgaben) fern bleiben.
    Na ja, wenn das als Volksvertretung genannt werden darf...
  • Thomas  Müller 12.12.2016
    Jeder kann seine Prioritäten setzen wie er will. Köppel ist es jedenfalls wichtiger, bei Douglas Cüplis zu trinken, als sich für Strahlenschutzbestimmungen der CH-Bevölkerung zu engagieren. Auch so kann man natürlich die von seinen Wählern erteilten Auftrag als Nationalrat interpretieren. Man kann dann auch noch behaupten, man habe rein beruflich Cüplis getrunken. Vermutlich wird es auch noch Viele geben, die das glauben. Oh heilige Dreieinfältigkeit, du sollst lange leben......
  • Thomas  Pfister aus Zürich
    11.12.2016
    Als SVP-Wähler kommt mir das in den falschen Hals. Statt sich um die Probleme hier zu kümmern, wofür ich ihn ja gewählt habe, geht er zu Cüpli-Sozialisten nach Übersee und macht auf Glanz und Gloria. Ich fasse es nicht.
    • Alex  Müller aus Lenzburg
      12.12.2016
      Weil Nationalräte kein Privatleben haben dürfen? Sie haben wohl ein relativ einfaches Weltbild...
    • Marco  Weber 12.12.2016
      Herr Müller natürlich dürfen Nationalräte ein Privatleben haben! Im Moment ist aber Session also müsste der Nationalrat arbeiten (Dafür bezahlen Sie und ich ja auch) Und dann sollte er doch bei der Arbeit sein, und nicht irgendwo in den USA an einem Geburtstag oder?