Armeepläne immer konkreter Muss ich als WK-Soldat jetzt zum Flüchtlings-Einsatz?

Die Armee verschiebt WKs, um für höhere Flüchtlingszahlen gewappnet zu sein. Bevor einfache Soldaten an die Grenze beordert werden, kommen aber Profis zum Einsatz.

Tausende Armeeangehörige sind derzeit zum Schutz der WEF-Teilnehmer im Einsatz. Einige von ihnen wurden nun beim Konsum von Drogen erwischt. play
WK-Soldaten könnten 2016 in der Flüchtlingskrise zum Einsatz kommen – sogar bewaffnet. Im Bild: Armeeeinsatz beim WEF 2016. KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

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Die Pläne der Armee für ein Eingreifen in der Flüchtlingskrise werden immer konkreter. Wie Blick.ch heute berichtet, hat die Armeespitze im Januar den Wiederholungskurs (WK) für 5000 Soldaten kurzfristig verschoben. «Ziel ist, dass die Armee über das ganze Jahr immer genug Verbände für einen allfälligen Einsatz im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise bereit hat», erklärt Armeechef André Blattmann. Nun könne die Armee innert 48 Stunden rund 2000 Soldaten aufbieten. 

Was heisst das genau für Angehörige der Armee? Müssen sie jetzt mit einem spontanen Flüchtlings-Einsatz rechnen? In gewissen Truppengattungen ist ein Einsatz im Rahmen des regulären WKs tatsächlich nicht ausgeschlossen. Zunächst würde die Armeeführung aber die Profis der Militärpolizei und die Infanterie-Durchdiener aufbieten, wie ein Armeesprecher erklärt. Für zusätzliche Mobilisierung bräuchte es dann einen Beschluss der Politik. 

Klar ist, dass die Armee nicht zur Grenzsicherung eingesetzt würde. Vielmehr stünde eine Unterstützung der zivilen Behörden bei der logistischen Bewältigung von Flüchtlingsgruppen im Vordergrund. Ungewiss ist vorerst auch noch die Frage, ob Armeeangehörige bewaffnet im Einsatz sein werden. «Dies wird vom Einsatz abhängen und von den Auftraggebern bestimmt werden», heisst es bei der Armee. 

Publiziert am 26.02.2016 | Aktualisiert am 26.02.2016
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27 Kommentare
  • Urs  Hagen 27.02.2016
    Man kann auch reguläre WK-Übungen statt irgendwo im Emmental an der Grenze veranstalten. Hat ja früher schon immer geheissen der böse Feind kommt von Osten, nun kommt er halt von Süden und Osten. Militärpräsenz an an den Schlepperrouten verdirbt auf jeden Fall das Geschäft der Reiseorganisatoren. Aber ich denke unsere Behörden wissen nicht wo und wie.
  • Michel  Wehner aus Zürich
    27.02.2016
    "Klar ist, dass die Armee nicht zur Grenzsicherung eingesetzt würde." Was soll denn dieser Satz????? Jetzt bin ich in meinen Grundfesten erschüttert; Für was bitte ist den die Armee den da wenn nicht genau für dass?! Genau das ist doch die KERNAUFGABE der Arme!! Sind hier langsam alle komplett verblödet????
  • Markus  Buser 27.02.2016
    Ich erinnere mich an meine WKs zurück. Einrücken, 3 Wochen schlafen, wieder heim. Ich wäre dankbar gewesen, hätte ich was sinnvolles anfangen können. Vor allem wenn ich an die Kosten denke, was diese unnützen WKs heute noch verschlingen.
  • Markus  Thomas aus Wittenbach
    27.02.2016
    Und was genau wäre nun das Problem wenn man sich im WK um Flüchtlinge kümmert? Meine Erfahrungen mit WKs bestehen aus jeder Menge Langeweile und legalen wie auch illegalen Drogen. Da fände ich einen Flüchtlingseinsatz dagegen sogar richtig gut und sinnvoll.
  • Klaus  Müller 26.02.2016
    Jeder sollte wissen, dass der Bundesrat nichts tun wird und tun darf, um die Grenzen zu schützen. Die EU hat schon diverse Militäraktionen durchgeführt, die dann die Migranten nur direkt ans Ziel brachten. Es ist eine Beruhigungspille fürs Volk, dass keine Ahnung hat davon, wie sehr die Schweiz längst eingebunden ist in NATO und EU.