Armee ändert wegen Flüchtlingskrise Aufgebote: Neuer Marschbefehl für 5000 WK-Soldaten!

Durch das WK-Verschieben will man garantieren, dass das ganze Jahr immer genug Soldaten für einen Einsatz im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise bereit wären.

Ein Bild aus besseren Tagen: Armeechef André Blattmann (l.) und Verteidigungsminister Guy Parmelin. play

Ein Bild aus besseren Tagen: Armeechef André Blattmann (l.) und Verteidigungsminister Guy Parmelin.

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Der Strom von Flüchtlingen, die in Europa Schutz suchen, reisst nicht ab. Zwar steht die Schweiz nach wie vor nicht im Fokus, doch das Grenzwachtkorps und nun auch die Armee treffen derzeit Vorkehrungen für eine Krisenlage.

Sollten wegen Routenänderungen oder anderen Umständen plötzlich pro Tag Tausende Migranten kommen, sind die Grenzer laut ihrem Kommandanten Jürg Noth am Anschlag. Dann würde die Armee zur Unterstützung gerufen.

Armeechef André Blattmann ist derzeit mit Noth im Gespräch «über die Art und Weise eines solchen Assistenz-Einsatzes».

Erste konkrete Massnahmen hat die Armee schon getroffen. Für Tausende Soldaten wurde der Wiederholungskurs (WK) kurzfristig verschoben. «Wir haben gegen 5000 Soldaten im Januar über WK-Verschiebungen informiert», sagte Blattmann gestern am Rande einer Pressekonferenz. «Ziel der Verschiebungen ist, dass die Armee über das ganze Jahr immer genug Verbände für einen allfälligen Einsatz im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise bereit hat.»

Innert 48 Stunden könnte die Armee rund 2000 Soldaten aufbieten, erklärte Blattmann. Dabei handle es sich um Militärpolizeiformationen, ein Bataillon Infanterie-Durchdiener und zwei WK-Bataillone, die in Bereitschaft seien.

Weitere Kapazitäten könne man durch Dienstverschiebungen erreichen. «Und wenn das nicht genügt, müsste man weitere Verbände mobil machen», so der Armeechef. Die Soldaten der von Verschiebungen betroffenen Einheiten wurden schriftlich von ihren Kommandanten orientiert. Bei fünf Bataillonen wurde für 2016 der Dienstleistungsplan und damit das Datum der Dienstleistung verändert. Die zum Beispiel an Bahnhöfen ausgehängten weissen Plakate mit den WK-Daten werden aber nicht neu gedruckt.

In den Gesprächen mit dem Grenzwachtkorps eruiert Blattmann auch den Ausbildungsbedarf für seine Truppen. Danach gebe man den WK-Einheiten die Handlungsrichtlinien für einen solchen Einsatz weiter. «Die Ausbildung zu Beginn des WK wird dann möglichst nahe an den Grenzeinsatz angepasst», so Blattmann. «Schon jetzt werden Tätigkeiten wie Bewachen, Überwachen und Beobachten geübt.» Das gehöre auch zum täglichen Geschäft der Formationen. Vorstellbar ist ausserdem, dass Armeeformationen hinter der Grenze Flüchtlinge in Empfang nehmen und in Auffanglager bringen. Blattmann betonte gestern aber, dass es die Politik sei, die die Entscheide über einen allfälligen Einsatz treffen werde. Dann ist sein Chef, Verteidigungsminister Guy Parmelin (SVP), gefordert.

Publiziert am 25.02.2016 | Aktualisiert am 26.02.2016
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  • Josef  Stoffel 26.02.2016
    Marco Weber Ihre Kommentare sind nur noch lächerlich.bleiben Sie in Wetzikon
  • Herr Dr. Ralph  Richter aus zürich
    26.02.2016
    Mag diese linke Propaganda nicht mehr hören, Schweiz hat pro Kopf am 3. meisten Migranten aufgenommen, seit der Syrienkriese. Wir sind nicht dumm..
  • Bruno  Janthiang aus Nong Prue
    26.02.2016
    Ja da schlägt das rechte SVP Herz im Radetzky-Marsch. Oder wie kann man sonst diese rechten Kommentare nennen?
    • Thomas  Hager aus Luzern
      26.02.2016
      Der Marsch ist ein anderer aber sonst bin ich einverstanden.
  • Franz  Vincent 26.02.2016
    Und wir sehen wieder einmal, dass Zivildienst bzw. Zivilschutz der einzig brauchbare militärnahe Betrieb.
  • Christoph  Keiser 26.02.2016
    grenze dicht machen! syrische flüchtlinge, uneingeschränkt passieren lassen. identifzierung erfolgt zb durch syrisch sprechende posten. männer im wehrpflichtigen alter speditiv, militärisch ausbilden ( zb kampffüssel crash kurs), danach an die front, wo auch immer. für ihre familien wird gesorgt.
    die zweckgemeinschaft eu soll sich um ihre eigenen probleme kümmern. wir waren bis vor kurzem immer ein suveräner staat. wacht auf EIDGENOSSEN! es gibt besseres wege als "ewiges" wirtschaftswachstum
    • alois  Leimgruber aus Villmergen
      26.02.2016
      Aber bitte nur christliche Syrer reinlassen.