Emil und Liliana Schmid aus Wallisellen ZH fahren seit 30 Jahren im selben Toyota um die Welt 180 Länder sind nicht genug

Emil und Liliana Schmid aus Wallisellen ZH sich echte Abenteurer: Die beiden reisen seit 30 Jahren um die Welt. Insgesamt 22 volle Reisepässe haben die beiden.

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Sie sind ständig auf Achse: Emil (72) und Liliana Schmid (73) aus Wallisellen ZH. Am 16. Oktober 1984 haben sie der Schweiz den Rücken gekehrt und sind mit ihrem himmelblauen Toyota Land Cruiser (Baujahr 1982) zur Weltreise aufgebrochen. «Wir wollten schauen, was das Leben sonst noch zu bieten hat», sagt Liliana Schmid. Die beiden kündigten ihre sicheren Jobs als Informatiker und Chefsekretärin, stellten den Hausrat ein und wagten die Fahrt ins Ungewisse.

Ein bis zwei Jahre sollte der Trip dauern, doch die verrückte Reise ging immer weiter. «Das freie Leben hat uns gefesselt. Wir wollten nicht mehr nach Hause», sagt Emil Schmid. Anfang August hat das Ehepaar nach rund 693 000 Kilometern mit Namibia sein 180. Land erreicht. «Es war ein Heimkommen: Nach 22 Jahren und dem Ablegen von Kapstadt aus in Richtung Australien, sind wir jetzt endlich zurück in Afrika», freut sich Liliana Schmid.

172 platte Reifen

Um die 600 000 Franken haben die Schmids bislang für ihre Weltreise ausgegeben – was einem Tagesdurchschnitt von rund 55 Franken entspricht. Steuerbefreit lebte das kinderlose Paar von seinen Ersparnissen und heute von der AHV – 3100 Franken im Monat für beide zusammen.

600 000 Fr. Ausgaben

Trotz Reisefreiheit sind ihre Tage klar strukturiert. Tagwache ist mit Sonnenaufgang. Nach dem Frühstück heisst es Aufbruch. Bis zur Mittagsrast werden Sehenswürdigkeiten anvisiert. Dann stärkt sich das Paar mit Schweizer Hausmannskost vom Camping-Kocher. Plätzli mit Teigwaren, Rösti und manchmal sogar Fondue und Raclette kommen auf den Teller. «Wir essen wie zu Hause», so Emil Schmid.

22 volle Reisepässe

Zwischen 16 und 18 Uhr wird ein neuer Schlafplatz gesucht und der Land Cruiser klar fürs Übernachten gemacht. Liliana Schmid bezeichnet den Dampfkochtopf, Kühlschrank, die Moskitonetze, Bettflasche und Digitalkamera als unentbehrliche Gegenstände, für Emil Schmid sind es Werkzeuge, Reiseführer, Landkarten und Laptop.

Die Schmids reisen ohne Krankenkasse, medizinischen Rat holen sie sich unterwegs via Mail bei einem Arzt  in Kuala Lumpur. «Vor zwei Monaten waren wir beim Check, und er diagnostizierte, dass wir uns in einem sehr guten Zustand befänden», so Liliana Schmid.

693 000 Kilometer

Und auch ihre Liebe sei nach 45 Ehejahren immer noch stark: «Wir verfolgen dieselben Ziele. Unser Leben ist so ausgefüllt, dass keiner das Gefühl hat, etwas zu verpassen», sagt Liliana Schmid. Eine baldige Rückkehr in die Schweiz steht nicht auf dem Plan: «Unsere Freiheit gefällt uns viel zu gut!»

Publiziert am 19.08.2014 | Aktualisiert am 20.08.2014
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17 Kommentare
  • Guido  Egger aus Wangen
    20.08.2014
    Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum Liliane und Emil..
    Ich bewundere euer Leben und den zusammenhald nach soo vielen Jahren auf engstem Raum. Das ist wahre Liebe... Ich verfolge Euere Leben und Reisen oft auf Euer Homepage Weltrekordreisepunktch.. Freue mich immer wieder über neue Fotos und Berichte..
  • john  meier 20.08.2014
    mag es ihnen gönnen.aber wetten wenn sie ernsthaft krank werden oder gebrechlich,dass sie dann in die schweiz kommen und dann wahrscheinlich der steuerzahler für sie aufkommen muss.
  • Melissa  Baumann 20.08.2014
    Unser PLANET ist wunderschön: Wenn er oder sie die FINANZIELLEN Mittel haben, warum nicht! Es gibt keinen BESSEREN Lehrer, als die Welt zu erkundigen. Die machen mich NEIDISCH, aber ich wünsche denen noch viele schöne Jahre bei der Erkundung dieses Planeten!
  • Hanspeter  Niederer 20.08.2014
    Ich finde das endlose Herumkurven mit einem Benzinsäufer alles andere als nachahmenswert. Solche ignoranten Menschen sind der Tod unseres Planeten. Noch viel rücksichtsloser ist aber das gedankenlose Wegfliegen in ferne Destinationen möglichst drei Mal pro Jahr.
  • Rea  Rheintal 20.08.2014
    Wow! So viel Mut, alle Sicherheiten aufzugeben, das soll belohnt werden! Ich wünsche euch weiterhin die allerbeste Zeit - man lebt nur ein Mal, richtig? Hut ab!