BORNEO - Orang-Utans sind vom Aussterben bedroht. Die Palmöl-Industrie setzt Kopfgeldjäger auf sie an. Diese Orang-Utan-Mutter und ihre Tochter hatten Glück.
Umzingelt von einer Gruppe von Kopfgeldjägern sitzen sie da – eine schwangere Orang-Utan-Mutter zusammen mit ihrer 5-jährigen Tochter. Sie sind fest umschlungen. In ihren Augen panische Angst. Denn die Jäger wollen ihre Köpfe. Pro getötem Orang-Utan bekommen sie umgerechnet etwa 100 Franken.
Dahinter stecken riesige Palmöl-Unternehmen. Sie lassen in Indonesien, auf der Insel Borneo, riesige Flächen Wald roden und zerstören damit den Lebensraum der Orang-Utans. Und mittlerweile gehen sie sogar soweit, die Tiere kaltblütig abzuschlachten.
«Wir kamen gerade noch rechtzeitig»
Die britische Tierschutzorganisation «Vier Pfoten» ist vor Ort im Einsatz und versucht die Tiere zu beschützen. Auf einem ehemaligen Waldgebiet stossen sie vor etwa einer Woche auf die Orang-Utan-Mutter mit ihrem Kind. Bereits im Visier der Jäger.
In letzter Minute können sie die Tiere retten. «Wir kamen gerade noch rechtzeitig», sagt Dr. Signe Preuschoft vom Vier Pfoten-Primaten-Team zu «DailyMail». «Wir entdeckten eine Bande von jungen Männern um sie.» Sie hätten bereits den Fang der Tiere bejubelt. «Die Affen waren wie versteinert. Diese Massaker müssen ein Ende haben», sagt er.
Mutter mit Peilsender ausgestattet
Eine Woche suchte die Organisation nach einem sicheren Ort für die beiden Orang-Utans. Am Donnerstag fing es dann in einem entfernten sicheren Regenwald wieder zurück in die Freiheit. Zuvor wurde die Mutter noch mit einem Peilsender ausgestattet. Damit will das Team von «Vier Pfoten» verfolgen, wo sie sind und sicher gehen, dass es den Tieren gut geht. (gtq)
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