Umzingelt von einer Gruppe von Kopfgeldjägern sitzen sie da – eine schwangere Orang-Utan-Mutter zusammen mit ihrer 5-jährigen Tochter. Sie sind fest umschlungen. In ihren Augen panische Angst. Denn die Jäger wollen ihre Köpfe. Pro getötem Orang-Utan bekommen sie umgerechnet etwa 100 Franken.

Dahinter stecken riesige Palmöl-Unternehmen. Sie lassen in Indonesien, auf der Insel Borneo, riesige Flächen Wald roden und zerstören damit den Lebensraum der Orang-Utans. Und mittlerweile gehen sie sogar soweit, die Tiere kaltblütig abzuschlachten.

«Wir kamen gerade noch rechtzeitig»

Die britische Tierschutzorganisation «Vier Pfoten» ist vor Ort im Einsatz und versucht die Tiere zu beschützen. Auf einem ehemaligen Waldgebiet stossen sie vor etwa einer Woche auf die Orang-Utan-Mutter mit ihrem Kind. Bereits im Visier der Jäger.

In letzter Minute können sie die Tiere retten. «Wir kamen gerade noch rechtzeitig», sagt Dr. Signe Preuschoft vom Vier Pfoten-Primaten-Team zu «DailyMail». «Wir entdeckten eine Bande von jungen Männern um sie.» Sie hätten bereits den Fang der Tiere bejubelt. «Die Affen waren wie versteinert. Diese Massaker müssen ein Ende haben», sagt er.

Mutter mit Peilsender ausgestattet

Eine Woche suchte die Organisation nach einem sicheren Ort für die beiden Orang-Utans. Am Donnerstag fing es dann in einem entfernten sicheren Regenwald wieder zurück in die Freiheit. Zuvor wurde die Mutter noch mit einem Peilsender ausgestattet. Damit will das Team von «Vier Pfoten» verfolgen, wo sie sind und sicher gehen, dass es den Tieren gut geht. (gtq)

Alle Kommentare (8)

  • Hanspeter  Niederer
    Ich glaube je länger desto weniger an gewaltfreien Umwelt- und Tierschutz. Die von jeglichem Skrupel freie und von Geld- und Machtgier getriebene Sorte Mensch führt Krieg gegen die gesamte Natur und die Menschen mit intaktem ethisch-moralischem Empfinden. In bezug auf die erwähnten Kopfgeldjäger in Borneo müsste man ein Kopfgeld aussetzen auf die Betreiber dieser Palmöl-Industrien.
    • 29.01.2012
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  • Maja  Naef , via Facebook
    Das Verhalten von dieser Orang-Uthan Mutter ist total menschlich.
    Warum sehen und spüren die Leute das nicht.
    Aber eben, die schlachten sich ja auch gegenseitig ab wenn es um viel Geld geht.
    Produkte die Palmöl enthalten nicht kaufen.
    • 29.01.2012
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  • Melina  Schlumpf , Davos
    Könnte man nicht die kopfgeldjaeger zu "Rettungsjägern" machen, indem man ihnen fuer jeden geretteten orangutan 110.- bezahlen würde? Gut, das problem der abholzung wäre so auch nicht gelöst. Es ist schon krass wie geldgierig gewisse leute sind. Warum lässt die indonesische regierung das überhaupt zu.
    • 29.01.2012
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  • Thomas  Siegler
    Was würden wohl unsere selbsternannten Global Leaders dazu sagen? Wohl nicht sehr viel, weil für sie der Profit wichtiger ist als der Schutz der gefährdeten Tiere.
    • 29.01.2012
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  • pad  gloor , basel
    Herr Ehrismann, wesentlich tiefgründiger als ihr kommentar über die aktuelle kälteperiode und den klimawandel... Geht ja.
    • 28.01.2012
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