Für Sie degustiert: Continuum Weine aus dem Boden mit der Asche von Mama Mondavi

Der Rausschmiss aus dem Unternehmen namens Mondavi schmerzte Tim Mondavi enorm. Doch er stand auf – und ist heute mit seinem neuen Baby namens Continuum stärker denn je.

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Was für ein Gefühl muss das sein, wenn man aus dem eigenen Betrieb geworfen wird, das man mit aufgebaut und in vierter Generation weltweit als eine der besten Wein-Marken positioniert hat? Genau so erging es Tim Mondavi (62). Ein emotionaler Schock sei das für ihn gewesen, erzählen Insider.

Nun ja, es war die Spätfolge der Umwandlung des Familienunternehmens in eine AG, die 1993 geschah, bei der Stabsübergabe des legendären Robert Mondavi an seine Söhne Timothy und Robert Michael. Tim machte die Weine schon zuvor – und er machte sie weiterhin. Insgesamt 30 Jahre lang! Doch die Mondavis übernahmen sich finanziell, bis ihnen nichts Anderes übrig blieb, als ihr Weltunternehmen 2004 für 1,36 Milliarden an den Spirituosengiganten Constellation Brands zu verkaufen. Der Anfang vom Ende für Tim. «Es war schlimm», erinnert er sich.

Sechs Mondavis schmeissen den Laden

Nach dem Rausschmiss war er ratlos. Was tun? Die erste Idee war es, von Constellation zwei Blocks in Oakville zu übernehmen, um dort eigene Weine zu keltern. «Genau jenes Land, auf dem auf einer Hektare die Asche meiner Mutter verteilt wurde», fügt Tim hinzu. Constellation war zuerst einverstanden.  sagte dann aber doch wieder ab. Die Lage nahe an der Winery (5 km Luftlinie) erschien ebenso gefährlich wie die von Tim zu erwartende Konkurrenz. So  schaute sich Tim anderweitig um. Und wurde am Pritchard Hill fündig. Die ersten beiden Jahrgänge Continuum kamen also aus Oakville. Danach teils von dort, teils aus Pritchard. Der erste Jahrgang ohne Trauben aus Oakville ist der 2012er.

Am Pritchard Hill, am Ostende des Napa Valleys, in Nachbarschaft zu den Topproduzenten Colgin und der Bryant Family, erwarb er zwei Rebberge, total 70 Hektaren auf einer Meereshöhe von 410 bis 488 Metern. «Eine von einer Familie aus Honolulu, eine war aus L.A. Diese waren Meeresbiologen und pflanzten Reben zum Plausch an», so Tim. Es entstand die nächste Mondavi-Familiengschichte, die auf den Namen Continuum getauft wurde. Nebst Tims Schwester Marcia sind auch seine Kinder Carissa, Carlo und Dante in das Projekt involviert. «Und Chiara», fügt Tim hinzu. «Sie ist Künstlerin und entwirft die Etiketten.»

Was Tim mit Continuum anstrebt, daraus macht er keinen Hehl: «Wir sind in etwa so klein wie Château Petrus. Unser Ziel ist es auch, den Wein unter den Besten der Welt zu positionieren.» Hügeliges Gelände, Boden von roter Vulkanerde und Lehm, 60 cm Regen im Jahr und moderate Temperaturen bilden die Eckpfeiler eines perfekten Terroirs. «Zuunterst im Tal ist es zu nass. Hier oben kühlt der Wind die Trauben wunderbar ab. So reifen sie langsamer. Und man ist über dem Nebel», sagt Tim.

Continuum neu in der Schweiz

Nun ist Continuum ganz neu auch in der Schweiz erhältlich. Der erste gekelterte Jahrgang der Assemblage aus Cabernet Sauvignon und Franc sowie Petit Verdot überhaupt war der 2007er. Der 2011er, der nun bei uns erhältlich ist, war der letzte, bei dem die Trauben noch zum Teil aus Oakville kamen. In 75-cl-Flaschen umgerechnet wurden 1430 Botillen in die Schweiz geschifft.

Tim nennt Continuum bei seiner Stippvisite im Zürcher Restaurant 20/20 by Mövenpick Wein, die er in Begleitung seines Sohnes Carlo macht, die „Erfüllung eines Traums! Was gibt es Schöneres, als den eigenen Wein zu machen?“ Er sagt das fragend. Allerdings ist es eine rhetorische Frage. Der Mann ist zufrieden. «Vier Generationen Mondavi sind bei Continuum vereint. Die Leidenschaft meines Grossvaters und Firmengründers Cesare und meines Vaters, und die Arbeit meiner Kinder und von mir. Was gibt es Schöneres?». Es ist dieselbe rhetorische Frage, deren Antwort wir alle kennen.

Publiziert am 10.04.2015 | Aktualisiert am 12.01.2017
  ZVG

CALIFORNIA WINES: TOLLE CABS - LEIDER TEUER

Neunzig Prozent der US-Weine kommen aus Kalifornien. Doch dort gibts nur Cabernet Sauvignon und Chardonney, sagen viele. Ja, mehrheitlich werden nach wie vor diese beiden Sorten kultiviert. Aber nicht nur. Über hundert Traubensorten wachsen rund um San Francisco. Und die sind keineswegs uniform, um ein weiteres Vorurteil in den Pazifischen Ozean zu spülen. Die Terroirs zwischen Mendocino im Norden und Santa Barbara in Süden sind mannigfaltig. Meeresbrisen und Nebel sorgen für die nötige Abkühlung. Wer schon mal in Frisco gewesen ist, weiss, was das heisst. Und kann sich vorstellen, dass die Abkühlungen den Trauben in einer sonst ordentlich heissen Region gut tun.

Am California Wine Festival im Zürcher Kongresshaus haben 50 Aussteller über 500 Weine präsentiert. Dazu Master of Wine Mark de Vere kalifornische Klassiker von einst und heute. Weine, die vor 40 Jahren Klassiker waren und solche, die es heute sind. Insgesamt ergab das eine durchaus repräsentative Werkschau, die ein Globalfazit ermöglicht: Die Weine sind spannender als früher, dem Trend zu mehr Filigranität statt Fettleibigkeit folgend.

Wir sind denn auch auf einige tolle Tropfen gestossen, derweil uns die degustierten Chardonnays und Pinot Noirs nicht vom Hocker gehauen haben. Drei Cabs haben die 18-Punkte-Grenze geknackt: Der Monte Bello von Ridge (mit zwei Jahrgängen), der Trailside von Heitz und der One Point Five von Shafer. Allerdings kostet diese Trio 78 respektive 160 Franken. Da liegt dann auch der Napa-Hase im Tal begraben: Die Weine sind enorm teuer! Selbst für die Konsumenten im Land, das weltweit am meisten pro Flasche zu zahlen bereit ist – der Schweiz. Alle 18-Punkte-Weine gibts übrigens bei Weinhändler Martel. Wer also tolle Kalifornier sucht, sollte eine Trip nach St. Gallen ins Auge fassen.

CHARDONNAY

Hanzell Vineyards Chardonnay 2012, Sonoma Valley: Dezente Vanillenoten, Butter, schnell viel Frucht, Banane, Agrumen, im Gaumen kräftig, Holzaromen, Würze, Dichte, mittleres Finish. Score: 16,5/20 (in der Schweiz nicht erhältlich)

Robert Mondavi Chardonnay Reserve Carneros 2012, Napa Valley: Wunderschöne, filigrane Nase, aristokratisch, floral, dezente Frucht, minime Vanille, im Gaumen markant buttrig, grün-kräuterig-vegetal, rechte Säure. Finish schön. Score: 16,5/20 (neuer Jahrgang ab Sommer erhältlich. www.moevenpick-wein.com)

Copain Brosseau Vineyard Chardonnay 2012, Chalone Sehr fruchtige Nase, Pfirsich, Aprikose, frisch, im Gaumen mineralisch, untypisch für Kalifornien, kräuteriges Finish. Score: 16,5/20 (ca. US$ 50.--. In der Schweiz nicht erhältlich)

Bell Chardonnay 2013, Napa Valley: Florale Nase, Vanillenoten, leicht medizinal, im Gaumen nicht perfekt harmonisch, etwas grün-kräuterig, recht breit, mittleres vegetales Finish. Score: 15,5/20 (derzeit nicht lieferbar. www.weinresidenz.ch)

CABERNET SAUVIGNON

Ridge Cabernet Sauvignon Estate Wine 2012, Santa Cruz Mountains: Tolle, typische Nase, viel Frucht, kirschig, Pflaumen, viel Mineralität, Frische, schöne Länge. Score: 17,5/20 (CHF 47.—für Jahrgang 2011. www.martel.ch)

Ridge Monte Bello 2004, Santa Cruz Mountains: Recht parfümiert, viel Vanille, sehr frisch, Waldbeeren, minim kräuterig, im Gaumen reife Tannine, rund, viel Frucht. Elegant, feingliedrig, leises mittellanges Finale. Score: 16,5/20

Ridge Monte Bello 2008,  Santa Cruz Mountains: Petrol-Noten in der Nase, leichte Frucht, etwas Holz, mehr aber rote Früchte, im Gaumen Phenol, enorme Frische, kräuterig, seeehr lang. Score: 18/20 (CHF 160.--. www.martel.ch)

Ridge Monte Bello 2012, Santa Cruz Mountains: Filigrane Nase, richtig aristokratischer Wein, fruchtig, minime Parfüm-Hints, recht teerig, im Gaumen Mineralität, feine Tannine, Kraft und doch von der Finesse dirigiert, frisches, recht langes Finish. Score: 18/20 (CHF 160.—für Jahrgang 2011 und 2008, www.martel.ch)

Simi Cabernet Sauvignon 2012, Alexander Valley: Recht schöne kirschige Nase, im Gaumen rund, im zweiten Gaumen Power, viel Pflaumen, ohne zu fettig zu werden, trinkig, mittleres Finish.  Score: 16/20 (kein CH-Importeur. CHF 40.—für Jahrgang 1997 bei www.globalwine-rarities.com)

Robert Mondavi Cabernet Sauvignon Reserve To Kalon Vineyard 2011, Napa Valley: Tolle, ausladende Nase, teerig, sehr reife Früchte, mächtig und doch nicht mastig, im Gaumen rotbeerig, kräftig-fruchtig, schöner Fluss, reife Tannine, recht lang. Score: 17,5/20 (CHF 138.--. www.moevenpick-wein.com)

Viader 2012 Howell Mountain, Napa Valley: Dezente Nase, leichte Hefe, elegant, Understatement-Nase, im Gaumen rechte Süsse, viel Frucht, enorme Power, dunkle Tannine, teerig, Opulenz (fast zu viel!), langes Superfinish! Score: 17/20 (CHF 225.—für Jahrgang 2005. www.martel.ch)

Viader 2011 Howell Mountains, Napa Valley: Recht fruchtige Nase, dunkel, aber auch Würze, im Gaumen sehr frisch, viel Beerigkeit, kräuterig, mittleres Finish, ganz okay. Mehr nicht. Score: 16/20 (CHF 125.—für Jahrgang 2012. www.weinresidenz.ch)

Buccella Cabernet Sauvignon 2011, Napa Valley: Sehr dunkle, teerige Nase, dunkel-elegant, Pflaumen, Würze, im Gaumen Power, Schmelz, Fruchtsüsse, mächtig, tolle eukalyptische Frische, breites Finale. Score: 17/20 (CHF 145.—für Jahrgang 2012. www.vinpark.ch)

Hess Allomi Cabernet Sauvignon 2011, Mount Veeder: Fruchtige Nase, viel Kräuteraromen, Cassis, hohe Typizität, im Gaumen erstaunlich feingliedrig, aber dennoch Power, mittleres Finish. Score: 16/20 (CHF 32.50. www.landolt-weine.ch)

Hess Collection Cabernet Sauvignon 2010, Mount Veeder: Dezente Nase, auch im Gaumen zurückhaltend, rund, wirkt recht beliebig, mittleres Finish. Score: 16/20 (CHF 52.50. www.landolt.wein.ch)

Hess Collection Cuvée 19 Block 209, Mount Veeder (90% Cabernet): Schöne, komplexe Nase, Würze, im Gaumen dicht, rund, knackige Tannine, die lange nachhallen, mittleres Finish. Score: 17/20 (CHF 44.50 für Jahrgang 2010. www.landolt-weine.ch)

Merryvale Cabernet Sauvignon Signature 2010, Napa Valley: Würzige, minim teerige Nase, leicht reduktiv, im Gaumen rund, knackige Tannine, mittleres Finish, schön. Score: 16,5/20 (CHF 75.--. www.bauraulacvins.ch)

Merryvale Cabernet Blend Profile 2011, Napa Valley: Schöne komplexe Nase, Fruchtaromen, Toastingnoten, Parfüm, im Gaumen harmonisch, recht kräftige Tannine, Power, Würze, mittleres Finish. Score: 17/20 (CHf 192.--. www.bauraulacvins.ch)

Starmont Cabernet Sauvignon 2011, Napa Valley: Saubere Nase, leichte Fruchtnoten, nicht sehr expressiv, im Gaumen rund, geschmeidig, Cassis, süffig, geschliffene Tannine, mittleres Finish. Score: 16/20 (CHF 33.--. www.bauraulacvins.ch)

Heitz Cabernet Sauvignon 2008, Napa Valley:

Kräftige, würzige, teerige Nase, im Gaumen vor allem Frucht, rotbeerig, Lakritze, angenehm, sauber, mittleres Finish. Score: 15,5/20 (CHF 48.--. www.martel.ch)

Heitz Trailside Vineyard Cabernet Sauvignon 2009, Napa Valley: Dezente Nase, medizinal, Frische von verregneten Bäumen, im Gaumen schöne Harmonie, tolle Struktur, unaufdringlich-rund, auch gegen Ende enorm frisch, Mineralität, finessenreiches Gewächs mit sensationeller Länge. Super! Score: 18,5/20 (CHF 78.--. www.martel.ch)

Phelps Estate Cabernet Sauvignon 2010, Napa Valley: Würzige, fast kräuterige Nase, Lakritze, rote Kirschen, im Gaumen Power, Frische, leicht zältlig, rechte Tannine, okay. Score: 16/20 (CHF 61.--. www.martel.ch)

Phelps Insignia 2009, Napa Valley: Enorm dunkel, Würze, ausladende Nase, Lebkuchen, dunkle Früchte, im Gaumen rund, homogen, leichte Toastingnoten, körnige Tannine, mineralisch, viel, viel Power, schöne Länge. Score: 17,5/20 (CHF 190.--. www.martel.ch)

Shafer One Point Five Cabernet Sauvignon Stags Leap District 2011, Napa Valley: Ausladende, würzige Nase, leichte Petrol-Noten, viel Frische von blattgrünen Aromen, im Gaumen vor allem Frucht, Power, dennoch sehr elegant und rund, trinkig, enorm langes Finale! Toll! Score: 18/20 (CHF 78.--. www.martel.ch)

Napanook Dominus Estate 2011, Napa Valley: Dunkle teerige Nase, würzig-kräuterig-eukalyptisch, im Gaumen rotbeerig, eher flach, viel Würze, schönes frisches Finish. Score: 16,5/20 (CHF 95.—für Jahrgang 2010. www.moevenpick-wein.com)

Dominus 2011, Napa Valley: Minim schweflige Nase, teerig, Beeren, im Gaumen etwas heterogen, Würze, Frucht, Frische, langes, mineralisches Finish. Score: 17/20 (CHF 228.--. www.moevenpick-wein.com)

Cabernet Sauvignon Robert Foley 2009, Napa Valley: Cooler Wein! Score: 17,5/20 (CHF 55.96 an der Coop-Weinmesse vom 10. Bis 19. April in Basel)

Brandlin Estate Cabenet Sauvignon Mount Veeder 2011, Napa Valley: Dezent fruchtige Nase, Harz, kräuterig, im Gaumen zältlig, Cassis, angenehm, rund sauber, schöner, mittellanger CS. Score: 16/20 (CHF 44.30 für Jahrgang 2010. www.riegger.ch)

Brandlin Henry’s Keep, Propriety Red Wine, Mount Veeder 2011, Napa Valley (81% Cabernet): Schöne ausladende Nase, viel Würze, im Gaumen enorm frisch, leider allzu geschliffen daherkommend, deshalb wohl angenehm, aber auch langweilig, mittleres, kräftiges Finish. Score: 17/20 (CHF 69.10.--. Noch nicht lieferbar. www.riegger.ch)

PINOT NOIR

Cuvaison Estate Pinot Noir Carneros 2012, Napa Valley: Üppig, kräftig, wenig Eleganz, sauber. Score: 16/20 (CHF 34.60 für Jahrgang 2012. www.riegger.ch)

Phelps Pinot Noir 2011, Sonoma Coast: Sehr kräuterig, burgundische Nase, frisch, vegetal, schöne Länge. Score: 16,5/20 (CHF 48.—für Jahrgang 2009. www.martel.ch)

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  Alain Kunz

DIE CONTINUUM-VERTIKALE

Continuum 2005: Wunderschöne, ausladende, vor allem lakritzige Nase, viel Frucht, eher rotbeerige, tolles Parfüm, im Gaumen hoch elegant, dezente Säure, filigran, Mokka, leichte Süsse, Power, minziges, frisches, dezent vegetales, schön langes Finish. Score: 18/20

Continuum 2007: Leicht schweflige Nase, Holznoten, rustikal, leicht stallig, erdig, Peperoni, Cassis, Ricola, im Gaumen hart, Teer, viel Power, fast eingekocht wirkend, wenig Eleganz, kräuteriges, konfitüriges Finish, das ihm wegen der wunderbaren Länge immerhin noch auf 17 Punkte hievt. Score: 17/20

Continuum 2009: Harmonische Nase mit allen erhofften Komponenten: Frucht, vor allem Chriesi, aber auch eukalyptische Frische, minime Alkoholschwaden, im Gaumen kräuterig, hat durchaus Ecken und Kanten, teils sogar rustikal wirkend, fast Syrah-mässig pfeffrig, langes, opulentes Finish. Score: 17,5/20

Continuum 2011: Kräuteriges Nase, Eukalyptus, Frische, Heidelbeeren, im Gaumen elegant, leichtfüssig, fast mediterrane Waldnoten, Zedernholz, dennoch gewisse Power, leicht vegetales, sehr langes, frisches Finale. Score: 18/20 (CHF 220.--. www.moevenpick-wein.com)

Continuum 2012: Ausladende, etwas alkoholische Nase, Brombeeren und Chriesi, würzig, im Gaumen elegant, dennoch kräftig, feinkörnige Tannine, endet sehr frisch mit toller Länge. Ein aristokratischer Wein! Score: 18,5/20 (CHF 240.--. www.moevenpick-wein.com)

  Alain Kunz

GRÖSSTE BORDEAUX-DEGU DER SCHWEIZ

Mehr als 60 Château-Besitzer geben sich ein Stelldichein. Alle haben sie den noch nicht abgefüllten nigelnagelneuen Jahrgang 2014 mit dabei – als exklusive Fassprobe! Dazu einen etwas älteren Jahrgang. Die Namen zergehen einem auf der Zunge wie ein Schluck Masseto: Beychevelle, Canon, Figeac, Giscours, Lascombes, Léoville-Barton, Pichon-Longueville Comtesse, Smith-Haut-Lafitte undundund. Zudem gibts ein Weekend für Zwei auf Château Pape-Clément zu gewinnen! Wichtig: Anmeldung zwingend erforderlich unter www.gazzar.ch oder per mail an daniel@gazzar.ch. Der Spass kostet 80 Franken pro Nase. Stattfinden tut das Ganze in der Heimat das Waadtländer Weinhändlers Gazzar, genau im Hotel Lausanne Palace & Spa. Und zwar am Donnerstag, 23. April von 15 bis 20 Uhr. Und wer es heuer nicht nach Lausanne schafft: Nächstes Jahr kommen die Bordeaux-Winzer wieder nach Zürich...

Hier noch zwei Bordeaux-Tipps von Daniel Gazzar:

Château du Tertre, Margaux, 2011 (Foto): Kräftige rotbeerige Nase mit Holzkohle-Noten, auch Chriesi und Zwetschgen, im Gaumen saftig, kräftig, teerig-dunkel. Rund, leicht mineralisch, etwas bitteres Finish, hohe Bordeaux-Typizität, mittleres Finish. Score: 17/20 (CHF 33.50. www.gazzar.ch)

Château Phélan Ségur, Saint-Estèphe 2011: Recht dunkle, teerige Nase, schwarze Früchte, Würze, im Gaumen harte, adstringierende Tannine, leicht bitter, Power, druckvolles mittellanges Finish. Score: 16/20 (CHF 35.60. www.gazzar.ch)

WO GIBTS WAS ZU DEGUSTIEREN?

  • 9. bis 11. April. Do und Fr 16-21 Uhr. Sa 15-21 Uhr. Basler Wymärt. 35 Händler und Selbstkelterer präsentieren die besten Weine aus ihrem Sortiment. Inklusive die ersten weissen 2014er. Eintritt: CHF 10.--. Stadtcasino am Barfüsserplatz, Basel.  www.basler-wymaert.ch.
  • 9. bis 12. April. Do und Fr 16-21 Uhr. Sa 14-21 Uhr. So 11-18 Uhr. Wyschiff Thun. An Bord der MS Oberland stellen Schweizer Selbstkelterer und die Weinfreunde Thunersee ihre Weine vor. Eintritt: CHF 10.--. Schiffstation Thun an der Seestrasse. www.wyschiff.ch.
  • 10. und 11. April. Grosses Gerstl-Wein-Weekend! Freitag, 16-20 Uhr Arrivage Bordeaux 2012. Kosten: CHF 50.-- (CHF 30.-- werden bei einem Einkauf ab CHF 100.--angerechnet). Ab 20 Uhr Weinschlacht Gerstl vs Gabriel.  Kosten: CHF 150.--. Samstag ab 10 Uhr Auktion der Weinbörse. Infos unter www.weinboerse.ch. Anmeldung für Arrivage und Schlacht bis 8. April an events@gerstl.ch. Seedamm Plaza, Pfäffikon SZ. www.gerstl.ch.
  • 20. April. 17.30-20 Uhr. Degustazione die Brunello di Montalcino. Das hiesige Konsortium präsentiert in Zusammenarbeit mit der Italienischen Handelskammer für die Schweiz 14 Brunello-Produzenten. Gratis. Anmeldung erforderlich an: bindelicato@ccis.ch. Zunfthaus zur Saffran, Limmatquai 54, Zürich. www.ccisweb.com.
  • 23. bis 25. April. Do und Fr 16-20 Uhr. Sa 12-17 Uhr. Grosse Frühlingsdegustation von Vini D'Amato. 150 Weine. Viele Produzenten sind persönlich anwesend. Dazu gibts Prosciutto San Daniele mit Olivenöl und Focaccia. Eintritt: CHF 15.--. Wird bei einer Bestellung ab CHF 300.-- verrechnet. Vini D'Amato, Einrichtunghaus Wohnbedarf, Aeschenvorstadt 48, Basel. www.vindamato.ch.
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Blick-Weinkritiker Alain Kunz am California Wine Festival: «Einige tolle Cabernet Sauvignons, leider sind die ausserordentlichen sehr teuer.»

ZVG

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1 Kommentare
  • Meier  Susi aus Luzern
    10.04.2015
    Das kommt davon, wen man den Hals nicht voll genug bekommt und mit einer AG noch ein paar Millionen dazu verdienen will. Und wenn man dann mit 1,3 Milliarden auf der Strasse steht, ja das ist schon ein hartes Leben.