Aktionsmonat «Movember» So gefährlich ist Krebs für Männer

Jährlich sterben 9000 Schweizer Männer an Krebs. Vielfach hätten ein anderer Lebensstil und eine frühere Diagnose sie retten können. Das müssen Männer dazu wissen.

Aktionsmonat «Movember»: Was muss Man(n) über Krebs wissen play

Kampf für die Gesundheit von Männern: Es ist wieder «Movember», also Schnauzmonat.

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Wundern Sie sich nicht, wenn Sie in den nächsten Wochen auffällig viele Männer mit Schnurrbart sehen: Es ist wieder «Movember» - der Aktionsmonat, 2003 in Australien gestartet, weist mit diesem Symbol auf Krebs bei Männern hin.

Jährlich sterben 9000 Schweizer Männer an Krebs, vielfach wäre das durch einen anderen Lebensstil und frühere Diagnose verhinderbar. Dr. Martin Schumacher (48), Facharzt für Urologie an der Hirslanden Klinik Aarau, zu den wichtigsten Fragen. 

Was sind die häufigsten Krebsarten bei Männern?

Am häufigsten ist Prostata-Krebs mit jährlich 6200 neuen Fällen in der Schweiz, gefolgt von Krebs der Lunge (2500 Fälle), des Dickdarms (2300), der Haut (1300) und der Blase (850).

Wer ist besonders häufig betroffen?

Männer im Rentenalter, im Durchschnitt sind Krebspatienten zum Zeitpunkt der Diagnose 69 Jahre alt. Besonders tödlich ist dabei der Lungenkrebs, 2000 Männer sterben an ihm.

Bei welchen Symptomen sollte ich zum Arzt?

  1. Wenn Sie plötzlich stark abnehmen, regelmässig Durchfall, Verstopfungen oder Blut im Stuhl haben. Das kann auf Dickdarmkrebs hinweisen.
  2. Bei Problemen beim Wasserlösen, Blut im Urin oder Knochenschmerzen. Das können Hinweise auf einen Prostata- oder Blasenkrebs sein.
  3. Wenn sich ein Hoden hart anfühlt und vergrössert hat, auch wenn er nicht schmerzt. Das ist bei jungen Männern ein Hinweis auf Hodenkrebs.

Wie sind die Heilungschancen?

Die Ärzte kombinieren heute OP, Bestrahlung, Chemotherapie und andere Verfahren. Fünf Jahre nach einer Krebs-Diagnose leben noch 57 Prozent. Die Sterberate ist in den letzten 30 Jahren um 36 Prozent gesunken.

Muss ich immer operiert werden?

Das hängt von der Krebsart ab. Bei einem wenig aggressiven, auf die Prostata begrenzten Krebs ist es oft auch eine Option, vorerst nur zu beobachten und keine Therapie zu beginnen.

Sind die PSA-Tests noch relevant?

Bei diesen Bluttests wird nach dem prostataspezifische Antigen, kurz PSA, gesucht, das auf Prostatakrebs hindeutet. Die Tests melden zwar manchmal eine Erkrankung, obwohl keine vorliegt, sind aber trotzdem weiter wertvoll. Der Arzt kombiniert sie mit einer rektalen Untersuchung und anderen Verfahren.

Was kann ich tun, um mein Krebsrisiko zu senken?

Ab 50 Jahre jährlich zur Krebsvorsorge gehen, ausserdem grundsätzlich möglichst gesund leben: Nicht Rauchen, wenig Alkohol, regelmässig bewegen und Normalgewicht halten.

Mehr Informationen unter ch.movember.com

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Publiziert am 17.11.2016 | Aktualisiert am 17.11.2016
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