Cologna stinksauer! «Der FIS fehlt der Mut, gegen Norwegen durchzugreifen»

Gibt es eine Verschwörung an der Tour de Ski? Dario Cologna (28) wittert einen Norweger-Bonus und grollt.

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Gewinnt Dario Cologna die Tour de Ski?»

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Eigentlich hat Dario Cologna allen Grund, zufrieden zu sein. Auch den zweiten Tag der Tour de Ski bringt er gut hinter sich. Zwar verliert er das Leadertrikot, ist aber mit Rang 6 und 17 Sekunden Rückstand auf Northug auf Kurs zum 4. Tour-Sieg.

Also alles bestens? Nein! Der Internationale Verband (FIS) verhagelt dem sonst so ruhigen Münstertaler gehörig die Stimmung!

Grund für Colognas Ärger ist der Prolog vom Samstag. Martin Johnsrud Sundby, sein grösster Rivale im Kampf um den Gesamtsieg, wurde dort trotz Regelverstoss nicht bestraft.

Was ist genau passiert? Sundby lief im letzten Aufstieg auf der rechten, statt der linken Spur. Für das Verlassen der Strecke hätte er gemäss Reglement bestraft werden müssen.

«Für die Spannung der Tour mag es gut sein, dass er davonkam. Aber Fehler gehören bestraft. Das ist eine ganz klare Regel. Das kann es doch nicht sein!», poltert Cologna.

Die Jury beruft sich auf einen Paragrafen, wonach sie von einer Strafe absehen kann, wenn der Läufer keinen Vorteil aus der Aktion zieht. Das war bei Sundby der Fall. Der Norweger hat mit dem Rechtsaufstieg sogar mehr Weg zurückgelegt.

Doch die Jury bringt sich selber in Bedrängnis. «In der Mannschaftsführer-Sitzung wurde mehrmals gesagt, dass die Athleten links laufen müssen. Ansonsten gebe es Sanktionen», erläutert der Schweizer Teammanager Christian Flury. «Jetzt hat es keine Sanktion  gegeben. Mindestens eine Verwarnung wäre fair gewesen.»

Eine Verwarnung wäre noch mild gewesen, weil ohne direkte Folgen. Den Schweden Daniel Richardsson erwischte es vor drei Jahren ebenfalls in Oberstdorf viel schlimmer für ein ähnliches Vergehen.

Sieben Minuten kriegte er aufgebrummt. Hätte man hier mit gleichen Ellen gemessen, wäre die Tour für Sundby gelaufen.

«Da hat die FIS einfach keine Linie. Ich glaube, es fehlt der Mut durchzugreifen», schnaubt Cologna. «Vielleicht hat es aber auch etwas mit der norwegischen Flagge zu tun.»

Wird die Langlauf-Macht bevorzugt behandelt? Flury will nicht ganz so weit gehen. «Zumindest hat es einen sehr faden Beigeschmack.»

Publiziert am 05.01.2015 | Aktualisiert am 05.01.2015
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11 Kommentare
  • Knud  Jespersen aus Hellerup
    , via Facebook
    05.01.2015
    Wenn Sie die Entscheidung der Jury zu kritisieren, dann müssen Sie Kenntnisse über die Regeln, die die Jury müssen folgendes betreffen.
  • Knud  Jespersen aus Hellerup
    , via Facebook
    05.01.2015
    Die Vertreter aller Nationen in der Gruppe, die die Regeln in Fis macht, und die Regel, die verwendet wurde, ist für alle Zeiten in der Welt war. Die Regel ist klar, wenn Sie einen Vorteil aus einem Fehler, den Sie so tun, werden Sie bestraft werden, und wenn Sie nicht über einen Vorteil der Fehler, werden Sie nicht bestraft werden. Martin ging ein langer Weg, als Folge seiner Fehler, so beschloss daher die Jury nicht, ihn zu bestrafen.
  • Daniel  Erismann aus Trachslau
    05.01.2015
    Klar gehört der Norweger bestraft. Wenn die Loipe links schneller ist lohnt sich ggf. sogar der längere Weg. Go Dario!
    • Lorenz  Hügli , via Facebook 05.01.2015
      Die linke Spur war aber die vorgeschriebene; zuerst lesen und verstehen, dann reklamieren.
  • anna  Muster 05.01.2015
    sundby hat sogar einen weiteren weg genommen als wenn er auf der richtigen Spur gefahren wäre. so hat er sicher 2 sek verloren. was soll das gemotze? übrigens ist auch bei den Frauen eine deutsche Läuferin auf der falschen Spur gefahren. und sie wurde auch nicht bestraft. wo soll der norwegen Bonus sein?
  • Thomas  Siegler 05.01.2015
    Schon seit langem wissen alle, dass die FIS eine der unfähigsten Verbände ist.Diese Greise sind zu alt, um zu verstehen was da abgeht.
    • André  Kocher aus Meyrin
      05.01.2015
      FIFA sicher nicht besser !