Fit mit BLICK: Farbig, gesund, lecker – aber... Wie ökologisch sind exotische Früchte?

Wenn es hierzulande trüb und kalt ist, haben tropische Früchte Hochsaison. Sie sind bekömmlich, vitaminreich und viel einfacher für den Genuss vorzubereiten, als ihr exotisches Aussehen annehmen lässt. Doch wie schneiden die Exoten bezüglich Ökobilanz ab? BLICK eBalance macht den Check.

Exotische Früchte: sind sie gesund und ökologisch? play

Pitahayas, auch bekannt als Drachenfrüchte, gehören zu den Exoten, die man jetzt öfters in den Läden findet.

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Im Winter ist die Auswahl an einheimischen Früchten klein, dafür kommen immer mehr Exoten in die Läden. Nebst Bananen und Ananas, in unseren Breitengraden einst der pure Luxus, werden heute auch tropische Früchte mit ungewohntem Aussehen und fremd klingenden Namen wie Granadilla, Mangostane, Kiwano und Cherimoya angeboten.

Mit ihrem Formen- und Farbenreichtum werten sie jede Fruchtschale auf. Genügend ausgereift und frisch gegessen sind sie ein gesunder und vitaminreicher Genuss. Man kann mit ihnen auch vielen Gerichten eine spezielle Note verleihen oder hübsche Dekorationen auf den Teller zaubern. Zudem sorgen sie für einen Hauch von Ferienfeeling. Doch die köstlichen Früchte legen meist einen sehr weiten Weg zurück. Sie stammen vorwiegend aus Übersee und müssen eingeschifft oder eingeflogen werden.

Vor- und Nachteile des Transports

Der Flugtransport bietet den Vorteil, dass die Exoten schon im frühreifen Stadium geerntet werden können. Allerdings fällt die Ökobilanz durch den Lufttransport sehr schlecht aus. Die hohen Kosten und die Umweltverschmutzung haben dazu geführt, dass heute der grösste Teil der exotischen Früchte per Schiff transportiert wird. Ausser diejenigen Sorten, die besonders empfindlich sind oder schnell verderben. Dazu gehören beispielsweise Baby-Bananen und Baby-Ananas, Physalis, Litchis, Tamarillos, Pitahayas, Kumquats, Sternfrüchte, Passionsfrüchte und Mangostane.

Der Schiffstransport verursacht deutlich weniger Schadstoffemissionen. Die noch unreif geernteten Früchte werden in künstlich temperierten Containern transportiert, was auf dem Wasserweg bis zu drei Wochen dauern kann. Durch eine spezielle Gas-Atmosphäre wird das Obst dann zum Nachreifen animiert.

Diverse Untersuchungen und Analysen ergaben, dass die Transportart entgegen der allgemeinen Vorstellung keinerlei Einfluss auf den Geschmack und den Vitamingehalt der Ware hat. Der Hinweis «Flugobst» ist somit keine Qualitäts-Auszeichnung. Ganz grundsätzlich sollte beim Einkauf eine saisongerechte Wahl oberste Priorität haben, um lange Transport- und/oder Lagerzeiten zu vermeiden.

Sollten exotische Früchte konsumiert werden?

Als sinnvolle Ausnahme, Ergänzung oder als kleine Abwechslung zwischendurch sind exotische Früchte eine spannende Zutat. Sie sollten aber keinesfalls zum täglichen Genuss werden. Die wertvollen Vitamine oder Mineralstoffe können auch durch heimische Angebote gedeckt werden.

Grundsätzlich gilt, dass die Ökobilanz von Obst und Gemüse im Allgemeinen besser ausfällt als bei vielen anderen Lebensmitteln. Gleichzeitig haben während mehrerer Monaten gelagerte, europäische Äpfel teilweise eine ebenso negative Ökobilanz wie zum Beispiel von weit her importierte Früchte. Deshalb ist beim Obsteinkauf neben der Regionalität vor allem auch die Saisonalität von grosser Bedeutung.

Und zu guter Letzt werden einzelne Exoten während einiger Monate auch in Europa oder anderen näheren Regionen angebaut.

Leichter abnehmen

So funktionierts: Surfen Sie auf BLICK eBalance, wo Sie den Link zum Portal finden. Nach der Anmeldung bestimmen Sie Ihr Wunschgewicht und erhalten sofort ein persönliches Programm. Im Online-Tagebuch etwa tragen Sie alle Mahlzeiten und sportlichen Betätigungen ein. Praktisch: Die Kalorienangaben für Esswaren und fertige Menüs sind schon programmiert. Zudem finden Sie auf der Site Tipps zu Fitness und Ernährung, können Experten Fragen stellen oder im Forum mit anderen Abspeck-Willigen diskutieren.

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Publiziert am 23.11.2015 | Aktualisiert am 27.09.2016
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7 Kommentare
  • Dieter  Neth aus Trimbach
    23.11.2015
    Ich finde auch, dass zwischen Bananen aus Zentralamerika und Papayas aus demselben Ort kein Unterschied besteht. Die sogenannten Drachenfrüchte sind übrigens keine Asiaten sondern eine südmexikanische Kaktusfrucht. Könnte man auch in Südspanien anbauen, wie auch Papaya und Mango. Und einheimisches Gemüse aus geheizten Treibhäusern sind kaum ökologischer als diese Früchte. Statt kraftlose Holland Tomaten tun es Pelati aus der Dose auch, der Tomatensalat kann dann bis im Juni warten.
  • Peter  Risi aus luzern
    23.11.2015
    Ich weiss, Textverständnis ist eine schwierige Disziplin. Der Artikel sagt, dass regional und saisonal am umweltverträglichsten ist. Wenn ihnen die Umwelt egal ist, essen sie weiter exotische Frücht. Wenn nicht, dann ändern sie etwas an ihrem Verhalten.
  • Pascal  Meister , via Facebook 23.11.2015
    Für mich muss keine Frucht im Flugzeug fliegen, aber Schiffstransporte sind ökologisch unbedenklich. Gilt auch für Fleisch - Lamm aus Neuseeland hat über alles gesehen sicher weniger Energieaufwand verursacht als die Rindfleischhaltung in der Schweiz...
  • Christian  Laveri aus Freiburg
    23.11.2015
    Klar, wir können die Bauern der 3. Welt natürlich auch auf ihren Früchten sitzen und verhungern lassen. Als Ersatzlösung können wir ja dann Milliarden von Entwicklungshilfegeldern gen Süden transferieren. Und wenn alles nicht hilft, können die sich ja immer noch Alkaida oder dem IS anschliessen, die haben immer Arbeit für müde Bauern.
  • Larissa  Baumgartner 23.11.2015
    Sag ich doch immer, Papayakernöl ist das beste mittel für die Frau, für Schöne, straffe Haut ohne Orangenhaut. Aber trotzdem würde ich lieber regional und vor allem Sessional essen. Weil der Körper am besten mit Früchten umgehen kann die wirklich frisch geerntet wurden.