Fit mit BLICK Clean Eating – So isst man «sauber»

Wer in Social Media oder im Web nach dem Stichwort Clean Eating sucht, wird mit Treffern geradezu überschwemmt. «Sauber» essen all diejenigen, die möglichst natürliche, frische und unverarbeitete Lebensmittel zu sich nehmen. Daraus versprechen sie sich einen rundum gesünderen Lebensstil. BLICK eBalance erklärt, was hinter dem Trend steckt.

Clean Eating und alles was sie darüber wissen müssen play

Beim Clean Eating gehört das Frühstück fix ins Programm.

Thinkstock

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Was ist Clean Eating?

Clean Eating (sauberes Essen) ist eine neue Art der Ernährung. Clean Eating beginnt direkt nach dem Aufstehen mit einem ausgiebigen Frühstück – am besten über Nacht eingelegte Haferflocken («Overnight Oats») mit Joghurt oder Milch und frischen Früchten. Denn ohne dieses ist ein energiegeladener Start in den Tag nicht möglich. Im Verlauf des Tages wird auf natürliche Lebensmittel mit einer möglichst kurzen Zutatenliste gesetzt.

Clean Eating verzichtet auf strikte Verbote gewisser Nahrungsmittelgruppen, arbeitet aber mit verschiedenen Grundsätzen:

So funktioniert Clean Eating?

  1. Kein Frühstück auslassen: Für eine langanhaltende Sättigung eignen sich ein Müesli oder Porridge am besten.
  2. Genügend trinken: 2-3 Liter Wasser oder ungesüsster Tee pro Tag.
  3. Ausgewogen essen: Komplexe Kohlenhydrate, gesunde Fette und Eiweiss sollten bei grösseren Mahlzeiten stets kombiniert werden.
  4. 6 Mahlzeiten pro Tag: Auf die 6 Mahlzeiten wird zwar nicht strikt bestanden, dahinter steht jedoch der Gedanke, dass Hauptmahlzeiten dafür ein wenig kleiner portioniert werden sollten, damit man sich nicht «überisst» und das eigene Sättigungsgefühl besser einschätzen kann.
  5. Gesunde Fette bevorzugen: Dazu gehören Nüsse, Avocados, fettreicher Fisch und pflanzliche Fette wie Raps- oder Olivenöl.
  6. Frisch essen: Frisches Gemüse und Früchte sind zu bevorzugen, Gerichte mit Konservierungsstoffen hingegen abzulehnen.
  7. Zucker reduzieren: Clean Eaters verzichten sowohl auf stark zuckerhaltige Lebensmittel wie auch auf künstliche Süssstoffe.
  8. Selber kochen: Wer seine Mahlzeiten selbst zubereitet, hat den Überblick über die Inhaltsstoffe und kann auch angemessen portionieren.

Essen mit Genuss

Als die Amerikanerin Tosca Reno das Clean-Eating-Konzept entwarf, hatte sie die Nase voll von Diäten. Was sie auch ausprobierte, zu einer langfristigen Gewichtsabnahme kam es nie. Her musste deshalb ein Konzept, das auch über lange Zeit einfach anzuwenden ist, ohne Frust hervorzurufen. Da sie sich zukünftig dem bewussten Genuss frischer Mahlzeiten verschrieb, verabschiedete sich Reno ausserdem vom Kalorienzählen – fortan ass sie regelmässig und langsam.

Auf dem Speiseplan der Clean Eaters stehen vor allem Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Vollkornprodukte. Verzichtet wird hingegen auf Nahrungsmittel mit Zusatzstoffen wie beispielsweise Farbstoffe, Geschmacksverstärker und Süssstoffe. Reno behauptet, dass die Vorteile der Ernährungsumstellung mehr Energie und Ausdauer, eine bessere Gesundheit, Fettreduktion, ein tieferer Schlaf und schönere Haut seien.

Beurteilung und Kritik

Wer sich mit Clean Eating beschäftigt, merkt schnell, dass die Ernährungsform gar nicht so einfach umzusetzen ist, wie man vielleicht denken würde. Viele Ansätze des Konzepts sind grundsätzlich zu befürworten, so beispielsweise der Konsum von möglichst frisch zubereiteten Lebensmitteln, das Bevorzugen von regionalen und saisonalen Produkten sowie ausgewogene und regelmässige Mahlzeiten. Dennoch hält der Trend nicht zwangsläufig alle seine Versprechungen: Ob Clean Eating wirklich zu einem tieferen Schlaf, weniger Kopfschmerzen und einer schöneren Haut verhilft, ist beispielsweise fragwürdig. Kritiker merken ausserdem an, dass ein Konzept, das unsere Grossmütter schon kannten, mit viel Marketing unter einem neuen Label gepusht wird.

Leichter abnehmen

So funktionierts: Surfen Sie auf BLICK eBalance, wo Sie den Link zum Portal finden. Nach der Anmeldung bestimmen Sie Ihr Wunschgewicht und erhalten sofort ein persönliches Programm. Im Online-Tagebuch etwa tragen Sie alle Mahlzeiten und sportlichen Betätigungen ein. Praktisch: Die Kalorienangaben für Esswaren und fertige Menüs sind schon programmiert. Zudem finden Sie auf der Site Tipps zu Fitness und Ernährung, können Experten Fragen stellen oder im Forum mit anderen Abspeck-Willigen diskutieren.

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Publiziert am 01.02.2016 | Aktualisiert am 25.10.2016
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7 Kommentare
  • Markus  Thomas aus Wittenbach
    01.02.2016
    Also, möglichst natürlich und unverarbeitet schliesst so gut wie alles tierische aus denn Fleisch muss man in irgend einer Form behandeln damit man es essen kann. Milch wird auch schon sehr lange nicht mehr unverarbeitet getrunken. Ausser Eier und Honig würde "Clean eating" wohl nur Gemüse, Früchte, Beeren und Nüsse beinhalten.
  • Peter  Risi aus luzern
    01.02.2016
    eigentlich so wie meine grossmutter schon gekocht hat... ok, sie wusste nicht, was overnight oats sind, hat aber die haferflocken fürs birchermüesli ganz intuitiv über nacht eingelegt. wahnsinn!
  • Lionel  Werren aus das Original
    01.02.2016
    Clean? Aber noch lange nicht ethisch!
  • Edith  Zellweger , via Facebook 01.02.2016
    Offenbar hat diese Dame keine Ahnung von Clean Eating, denn zu dieser Ernährungsform gehört in erster Linie keine tierliche Produkte.

    Nur der Veganismus hat die Benennung "Clean Eating" verdient!
    • Alex  von Steiger 01.02.2016
      Clean eating hat wenig bis nichts mit Essensreligion zu tun.
    • Werner  Tschannen 01.02.2016
      glauben sie mir, das Fleisch das ich von meinen Tieren ab Hof und von der Hochwildjagd verarbeite ist um einige ,,cleaner,, als ihr BioTofu.

    • Marco  Weber 01.02.2016
      Wie es scheint setzen Sie sich mit anderen Ernährungsmethoden nicht auseinander oder alles Böse ausser Vegan! Das der Mensch seit anbegin ein Fleisch- bzw. Allesesser ist lassen Sie dabei einfach mal ausser Acht?? Beim "Clean eating" geht es darum natürliche, unverarbeitete Nahrung zu essen! Und gemäss meinem Verständniss sind Tiere ziemlich natürlich!