Viele Stornierungen aus Asien Terror vermiest Schweizer Tourismus-Geschäft

Das Reisen in Zeiten des Terrors: Schweizer verzichten auf Städtereisen und Ferien in Tunesien. Aber auch die Schweiz kommt unter Druck. Asiaten könnten wegbleiben.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Trotz Prämienschock So sparen Sie bei der Krankenkasse
2 Der YAHOOndert-Hack «Tausende Schweizer sind betroffen»
3 Päckli-Boom aus China bringt die Post ins Schwitzen Gelbe Schwemme...

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
8 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

Paris, Ankara, Istanbul, Brüssel: Nach den verheerenden Terroranschlägen am Dienstag ist vielen Schweizern die Reiselust vergangen. Schnell mal zum Shoppen oder Sightseeing in eine internationale Metropole – auf solche Wochenendtrips dürften viele Reisende angesichts der jüngsten Attacken jetzt verzichten.

«Bei Paris spüren wir einen deutlichen Rückgang der Buchungen», sagt Martin Wittwer (54), CEO von Tui Schweiz. Die französische Hauptstadt hat es seit  «Charlie Hebdo» und den Anschlägen im November nicht mehr ins Topranking der Städtereisen zurückgeschafft. Das Gleiche gilt für Istanbul. «Die geopolitische Lage beeinflusst das Buchungsverhalten eindeutig», sagt Wittwer.

Geradezu vom Reisegeschäft abgeschnitten sind  die einstigen Reiseperlen am Roten Meer und in der Ägäis. Auch in Tunesien ist der Tourismus komplett zum Erliegen gekommen. In Ägypten gebe es inzwischen sogar richtige Geisterstädte, sagte Hotelplan-Chef Thomas Stirnimann (53) diese Woche in einem BLICK-Interview. Am Dienstag hat die Schweiz ihre Reisewarnung für die Türkei ein weiteres Mal angepasst. Darin schreibt das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), dass gegenwärtig im ganzen Land mit Anschlägen zu rechnen sei.

Für die bereits vom starken Franken arg gebeutelte Schweizer Reisebranche sind das Bad News: Denn wer meint, nun kämen mehr Touristen in unser Land, hat sich getäuscht. Zwar ist die Schweiz eines der sichersten Reiseländer überhaupt. Doch die Folgen der jüngsten Terrorwelle werden auch hier spürbar. «Es wird sicher eine negative Auswirkung auf das Geschäft aus Asien haben», sagt Urs Kessler, Chef der Jungfraubahnen. Der Grund: Viele Touristen aus Asien kombinieren ihre Europareise mit einem Abstecher in die Schweiz.

Düster tönt es auch beim Verband der Schweizer Hotellerie: «Die Anschläge in Europa haben Auswirkung auf den Tourismus in der Schweiz», sagt Präsident Andreas Züllig (56). Zum laufenden Geschäftsjahr mag aber noch niemand eine Prognose abgeben. «Dazu ist es zu früh. Die Situation kann sich rasch ändern», sagt Tui-Chef Wittwer. Trotzdem: Die Vorzeichen stehen schlecht. Daran können auch Schweizer Gäste wenig ändern, die jetzt ihre Ferien im eigenen Land verbringen. l

Publiziert am 27.03.2016 | Aktualisiert am 25.04.2016
teilen
teilen
8 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

Ändern Sie wegen der Terrorgefahr jetzt Ihre Ferienpläne?

Abstimmen

1 Kommentare
  • Markus  Fahrni , via Facebook 27.03.2016
    Vor dem Winter wird gejammert, vor dem Frühling wird gejammert, vor dem Sommer wird gejammert, vor dem Herbst wird gejammert!
    Am Schluss wars dann gar nicht schlimm.
    Sind wir nur noch Jammeris? Uns Schweizern geht es blendend!
    Allen schöne Ostertage.