Und die «italienischen Oliven» kommen nicht aus Italien! Alnatura-Öl von der Migros soll Gift enthalten

Die deutsche Stiftung Warentest hat im Alnatura Olivenöl krebserregendes Mineralöl gefunden. In der Schweiz ist es bei der Migros im Verkauf.

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Das Olivenöl von Alnatura soll laut Stiftung Warenstest giftige Stoffe enthalten. Alnatura
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Aufgepasst beim Kauf von Olivenöl! Die deutsche Stiftung Warentest hat schlechte Nachrichten für gesundheitsbewusste Konsumenten: Jedes 2. Von 26 getesteten Olivenölen fällt bei ihrem Test durch. Der Befund: heikle Mineralöl-Kohlenwasserstoffe finden sich in zahlreichen Produkten.

Darunter auch im Produkt von Alnatura, das in der Schweiz in der gleichnamigen Bio-Supermarktkette und bei der Migros im Verkauf ist.

Krebserregende Stoffe gefunden

Das getestete «Italienische Olivenöl» enthalte sowohl aromatische (MOAH) als auch gesättigte Mineralöl-Kohlenwasserstoffe (MOSH), schreibt Stiftung Warentest.

MOAH gelten als potenziell krebserregend. MOSH können sich im Körper anreichern und Organe schädigen.

Oliven schon beim Wachstum verunreinigt

Typischerweise lassen sich Mineralölstoffe in Lebensmitteln finden, die in Verpackungen stecken, welche mit mineralölhaltigen Farben bedruckt sind. Doch für das Olivenöl von Alnatura spielt das keine Rolle. Es ist in einer Glasflasche verpackt.

BLICK fragte die Migros für eine Stellungnahme an. Die Grossverteilerin verwies auf eine Stellungnahme von Alnatura Deutschland. Dort steht, Mineralölbestandteile kämen heute praktisch überall vor. Alnatura gehe davon aus «dass die Mineralölspuren auf die umweltbedingte Grundbelastung zurückzuführen sind.»

Das heisst, die Oliven seien während ihres Wachstums Schadstoffen ausgesetzt, zum Beispiel Feinstaub. Eine eigene Analyse habe ausserdem einen geringeren Wert der giftigen Stoffe ergeben, schreibt Alnatura.

Italienisches Olivenöl ohne Oliven aus Italien?

Die Stiftung Warentest stufte das Öl noch aus anderen Gründen als mangelhaft ein. Analysen hätten ergeben, dass die Oliven wahrscheinlich gar nicht aus Italien stammen, so wie es die Etikette vorgibt. Zudem habe das Öl einen angefaulten Geschmack. So als seien die Früchte von der Olivenfliege befallen gewesen.

Auch diese Vorwürfe weist Alnatura zurück. Eigene Tests hätten andere Resultate ergeben.

Migros handelt vorerst nicht 

Migros-Sprecherin Martina Bosshard sagt, Alnatura nehme sich dem Thema an. Der Detailhändler selbst unternehme zum jetzigen Zeitpunkt nichts. Das Produkt bleibt im Sortiment.

Publiziert am 30.01.2016 | Aktualisiert am 24.03.2016
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16 Kommentare
  • Ovis   Colonus 31.01.2016
    Hauptsache es Steht Bio drauf und alle haben Tolle Margen. Das ist eine Marketing Erfolgsgeschichte. Nachhaltikeit, Umweltschutz und CO 2 Bilanzen sind da nebensächlich
  • Dieter  Neth aus Trimbach
    30.01.2016
    War gestern auch auf SpON. Dort stand, dass keine Grenzwerte wegen der Kohlenwasserstoffe überschritten werden. Vermutlich kriegt man das Tausendfache davon ab, wenn man beim Tanken einatmet. Benzin besteht zu 90 Prozent aus Kohlenwasserstoffen, auch krebserregenden. Und "italienisches Olivenöl" bedeutet nur, dass es in Italien gepresst und abgefüllt wird.. Bio wiederum sagt, dass beim Anbau der Oliven keine Chemikalien oder Düngemittel eingesetzt werden. Also eigentlich immer.
  • Martin  Pedersen 30.01.2016
    Ich habe nie verstanden, weshalb die Migros Alnatura Produkte über Hunderte von Kilometern aus Deutschland in die Schweiz karrt - und dann diese als Bio-Produkte verkauft.
  • michael  przewrocki aus basel
    30.01.2016
    Ja nicht im Ausland kaufen, dort ist doch alles schlechter, vor allem wenns viel billiger ist.......! Trichtern uns die Abzocker hier ein.
  • Christian  Müller aus Genf
    30.01.2016
    So ist das. Die Umweltverschmutzung ist schuld. Schmierstoffe für Maschinen, mit denen die Oliven verarbeitet werden, haben also üüüüberhaupt nichts mit der Verschmutzung zu tun. :-]