Ohne Lärm und erst noch CO₂-neutral Das ist der erste Schweizer Elektrokunstflieger

Der erste Elektro-Kunstflieger der Schweiz setzt nicht auf Solarzellen, sondern auf Batterien.

Der erste Schweizer Elektrokunstflieger: Co2-neutral und ohne Lärm play
Dieser Kunstflieger kommt ohne Schall und Rauch aus. Er fliegt rein elektrisch. MICHAEL PORTMANN

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Erst die Autos und Mofas, jetzt auch die Flieger: Die zur Swatch Group gehörende Uhrenmarke Hamilton stellte am Mittwoch das erste kunstflugtaugliche Elektroflugzeug der Schweiz in Raron VS vor.

Bausatz aus fixfertigen Teilen

Der Flieger kann Loopings drehen, Rollen fliegen und ist mit einer Höchstgeschwindigkeit von 300 Stundenkilometer blitzschnell. Hinter dem Projekt aEro steht das Walliser Unternehmen Hangar 55.

Gebaut wurde das Fluggerät aus fixfertigen Bauteilen, wie es in der Medienmitteilung von Hamilton heisst.

Die einstige amerikanische Uhrenmarke stand der Fliegerei schon immer nahe. Sie rüstete ab dem Zweiten Weltkrieg Piloten und Soldaten mit Militäruhren aus. Heute ist der Brand im Kunstflug präsent.

Der CO₂-neutrale Flieger kommt rund 160 Kilometer weit. Für den Antrieb sorgt ein Elektromotor des Herstellers Siemens. Anders aber als beim «Solarimpulse»-Flieger von Abenteurer Bertrand Piccard (58) setzt die aEro-Maschine auf die Kraft von Batterien. 

Leiser und sauberer

Die Kunstflugmaschine hat ein Leergewicht von rund 310 Kilogramm, mit Pilot und Zuladung sind es 420 Kilogramm. Die Spannweite der Flügel misst 7,5 Meter und die Motorenstärke wird mit 80 Kilowatt (kW) angegeben, was etwa 107 Pferdestärken (PS) entspricht. Die Maschine kann Formationen fliegen, wo positive Kräfte von 6 G wirken. Im negativen Bereich liegen bis zu 4 G drin.

Bei diesem fortschrittlichen Flugzeug betragen die Betriebskosten laut Informationen von Hamilton lediglich ein Fünftel dessen, das bei herkömmlichen Kunstflugmaschinen anfällt. Gut möglich, dass Kunstflug-Meetings bald schon leiser und auch sauberer werden.

Am Freitag soll es vom Erstflug des Elektrofliegers ein Video geben.

Publiziert am 22.09.2016 | Aktualisiert am 23.09.2016
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