Chinesischer Bezahl-Riese kommt Alipay spannt mit Schweizer SIX zusammen

Die Schweizer Börsenbetreiberin SIX kooperiert mit dem chinesichen Bezahldienst Alipay. Gegenüber Apple Pay oder dem Schweizer Mobil-Payment-Dienst Twint ist Alipay ein Riese.

Bezahldienst SIX kooperiert mit chinesischem Alipay play
Alibaba-Gründer Jack Ma bringt seinen Bezahldienst Alipay in die Schweiz. KEYSTONE/AP/SUSAN WALSH

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SIX Payment Services und Alipay spannen zusammen. Sie führen die mobile Bezahllösung fürs kontaktlose Zahlen im Laden bei über 110'000 Händlern in der Schweiz und Europa ein. Dies schreibt SIX heute in einer Medienmitteilung. Das Startdatum ist noch offen.

Der Fokus liege dabei auf chinesischen Touristen, die den Angaben nach im Jahr 2015 weltweit rund 292 Milliarden US-Dollar ausgegeben haben. Alipay nutzen bereits über 450 Millionen Menschen. Der Marktanteil in China liegt laut SIX bei rund 80 Prozent. Alipay wickelt nach eigenen Angaben Zahlungen von insgesamt 860 Milliarden Franken ab – dreimal mehr als die amerikanische Paypal und ein Vielfaches von Apple Pay, schreibt das Portal «finews.ch».

Alipay bietet gegenüber anderen kontaktlosen Bezahldiensten wie Apple Pay oder Twint eine Menge Mehrwerte. Beispiel China: Nutzer des Alipay Apps müssen die Anwendung kaum mehr verlassen, um Ihre Rechnungen zu begleichen.

Digitales Portemonnaie aus China

Taxis rufen und bezahlen, öffentliche Verkehrsmittel bezahlen, Rechnungen überweisen, am Kiosk oder im Restaurant zahlen, aber auch in Web-Shops einkaufen – all das können Nutzer mit Alipay.

Jetzt ist die weltweit am meisten genutzte Bezahl-App in der Schweiz angekommen. Pikant: Diesen Donnerstag will der Schweizer Anbieter Twint seine neue Bezahllösung vorstellen. Und sagen, wie man der Konkurrenz aus dem Ausland künftig die Stirn bieten will. Im Januar 2017 soll Twint an den Start gehen. Dahinter stehen die Credit Suisse , die UBS , Raiffeisen, die Zürcher Kantonalbank und die Postfinance.

Jürg Weber, Chef von SIX Payment Services, sagt in der heutigen Medienmitteilung: «Unsere Strategie zielt darauf ab, alle Arten von Zahlungen zu verarbeiten, und Alipay als schnell wachsende Zahlungsplattform gehört unbedingt in unser Portfolio.»

Hinter Alipay steckt Jack Ma (52), Gründer der chinesischen Online-Plattform Alibaba. Mit seinem Internet-Warenhaus ist Ma schon länger in der Schweiz präsent. Schweizer Kunden decken sich in China mit Waren aller Art ein. 2015 kamen 2,5 Millionen Sendungen aus dem Reich der Mitte – Tendenz steigend. (bam/uro)

Publiziert am 06.12.2016 | Aktualisiert am 07.12.2016
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2 Kommentare
  • Peter  Kunz aus Biberist
    06.12.2016
    Die Banken sind an Twint und an SIX beteiligt. Die mehrgleisige Strategie unterstreicht die Wichtigkeit der "Digitalen Transformation" im Zahlungsverkehr. Man will auf jeden Fall dabei sein und keinen Zug verpassen. Doch viele Sicherheitsfragen und die damit verbundene Risikoüberwälzung (Haftung) sind nicht wirklich gelöst. Banken werden von Kriminellen, Terroristen und staatlichen Akteuren angegriffen und Kunden Konten geplündert. Das digitale Geld muss sicher und die Kunden geschützt sein.
    • Arthur  Furter 06.12.2016
      Ihre Sorgen sind Schnee von gestern. Gleiche Sorgen hatten die Nutzer schon mit der Einführung von Kreditkarten. Wer weiss wie solche Geld Transaktionen effektiv abgewickelt werden, darf beruhigt einkaufen, zahlen und schlafen. Ihre Banken, Kreditkarten und nun auch Bezahlapp Anbieter grüssen kompetent.