Elektronische Preisschilder, Markt-Atmosphäre, Wifi Coop lüftet Geheimnis um das neue Ladenkonzept

ZUMIKON ZH - Morgen lässt Coop die Öffentlichkeit zum ersten Mal in die Filiale der Zukunft – nach neustem Konzept. BLICK sagt schon heute, was Sache ist.

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Im Verborgenen in einer Halle in Schönbühl tüftelt Coop seit zwei Jahren an einem neuen Konzept für seine Läden in der ganzen Schweiz. Nun ist es soweit: Morgen lässt der Basler Grossverteiler die Öffentlichkeit in seinen Laden der Zukunft. BLICK war schon mal da.

Die erste Verkaufsstelle, die komplett nach dem neuen Ladenkonzept realisiert worden ist, steht in Zumikon ZH – nur ein Steinwurf entfernt vom orangen Rivalen Migros und einem Denner-Discounter. 

Ladenkonzept der Zukunft: Neuer Coop in Zumikon eröffnet play
Die neue Coop-Filiale in Zumikon ZH. Ulrich Rotzinger

Von der bevorstehenden Eröffnung war am Montag noch nicht viel zu sehen. Die Handwerker gingen aus und ein wie bei einem Bienenstock.

Was man von Aussen aber bereits erahnen kann: Coop rückt die Marktstimmung und Frische ins Zentrum. «Kunden sollen sich wie auf einem Wochenmarkt fühlen», heisst es dazu heute in der «Coopzeitung».

Diesen Eindruck vermitteln auch die ersten Bilder des neuen Ladenkonzepts im Hausblatt des Grossverteilers.

Ladenkonzept der Zukunft: Neuer Coop in Zumikon eröffnet play
Backwarenabteilung im neuen Coop in Zumikon ZH. Coopzeitung

Die Theken für Obst und Gemüse sowie Käse und Fleisch wirken grosszügiger. Farben, Licht und Innenverkleidung aus Backsteinen und Holz lassen das Ladeninnere wärmer erscheinen. Die Käsetheke ist beispielsweise neu gestaltet als Chäs Hüsli.

Die Kühlschränke sind neu nur noch 2 Meter hoch und damit 20 Zentimeter niedriger als bisher. Das oberste Fach mit Waren befindet sich auf einer Höhe von 1,75 Metern. Das kommt kleinen Menschen entgegen, die sich bisher sehr strecken mussten, heisst es.

Coop-Chef Joos Sutter (51): «Das grösste Highlight ist für mich, dass wir es gemeinsam geschafft haben, in weniger als 12 Monaten einen neuen Supermarkt zu entwickeln und aufzubauen, in dem alles neu ist.»

Ladenkonzept der Zukunft: Neuer Coop in Zumikon eröffnet play
Käsetheke im neuen Coop in Zumikon ZH. Coopzeitung

Und: «Wir müssen dafür sorgen, dass das alles nicht nur frisch wirkt, sondern auch frisch bleibt», heisst es weiter. Dazu gehörten die aufmerksame Pflege der Waren und eine gute Bestellplanung. Das Sortiment wird auf die jeweilige Region abgestimmt. Für den Vorzeigeladen im noblen Zumikon heisst es in der «Coopzeitung»: «Wir brauchen hier viel Ware der Marken Primagusto, Fine Food und Bio.»

Ladenkonzept der Zukunft: Neuer Coop in Zumikon eröffnet play
Coop bringt digitale Preisschilder in die Läden. Leserbild

Auffällig auch: Es gibt LCD-Anzeigetafeln und elektronische Preisschilder. Letztere sind auf den ersten Blick nicht als solche erkennbar. Die Anzeige wirkt gestochen scharf. Der Grossverteiler will sich damit viel Arbeit beim Umetikettieren sparen.

Coop-Chef Sutter versicherte zuletzt auf der Delegiertenversammlung des Grossverteilers, dass er die elektronischen Preisschilder nicht für ein dynamisches Pricing nutzen will. 

Wifi, Pickup-Station, Bezahlautomaten

Im ganzen Laden hat es öffentliches WiFi. An den Kassen stehen Bezahl-Automaten. Doch auch im Laden der Zukunft steht noch eine Kassiererin an den Kassenterminals. Sowohl am Automaten als auch an der Kasse kann mit dem Smartphone-App Twint bezahlt werden. Es gibt eine Pick-up-Zone zur Abholung von online bestellten Waren.

Coop-Ladenkonzepte haben eine Lebensdauer von 13 bis 15 Jahre. Wie der Grossverteiler nun ankündigt, werden bereits nächstes Jahr über 40 Verkaufsstellen nach dem neuen Konzept umgebaut. Im Spätherbst 2017 ist mit dem Seewenmarkt in Seewen SZ die Eröffnung des ersten Megastores im neuen Konzept geplant. Insgesamt beinhaltet das Coop-Filialnetz 856 Supermärkte.

Was aber bezweckt Coop mit dem neuen Ladenkonzept grundsätzlich? «Wir wollen näher an die Kundinnen und Kunden heran», erklärt ein Projektleiter in der «Coopzeitung».

Edelgym von Dave Dollé und Hausamann 

Neben dem neuen Coop-Laden gibt es zwei weitere gewichtige Mieter im neuen Gebäudekomplex in Zumikon: Ex-Sprintstar und Personal Trainer Dave Dollé eröffnet über dem Coop ein Edelfitnesscenter. Im Parterre neben dem Coop-Eingang finden Kunden neu die Bäckerei Hausamann mit einem Café vor.

Publiziert am 13.12.2016 | Aktualisiert am 13.12.2016
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27 Kommentare
  • Kurt  Zimmermann aus Glattbrugg
    13.12.2016
    Super stündliche Preisanpassung je nach Angebot und Nachfrage. Früchte und Gemüse in Selbstbedienung super hygenisch mit den eingedrückten Fingernägeln. Ich freue mich jedesmal drauf bei den Aromatpreisen von Knorr wo man dann nicht mehr braucht. Also guter Appeteit.
  • Vanessa  Meier 13.12.2016
    Bei Coop und Migros kosten Asia Fertiggerichte CHF 8.50. Bei Aldi CHF 3.50. Ich habe kein Geld zu verschenken.
    • Marco  Weber 13.12.2016
      Dann kann man Ihnen ja bedenkenlos den Lohn oder die AHV kürzen? Denn niemand hat Geld zu verschenken!
  • Thomas  Frick 13.12.2016
    Und wozu brauch man beim einkaufen ein Wlan? Ich will ja etwas einkaufen und nicht mit Microwellen bestrahlt werden!
  • Max  Stirni 13.12.2016
    Zukunft?! Also e-Preisschiilder habe ich im Metro in D schon vor 10 Jahren gesehen. Das ist nun wirklich unverständlich wieso derart triviales so lange dauert und man lieber jeden Tag tausende Leute damit beauftragt die 50-Prozent Kleber anzubringen. Beschäftigungsprogramm pur.

    Dafür retten wir jetzt die Umwelt mit 5 Rappen Säckchen während mein Briefkasten jeden Tag mit sinnloser Coop, Denner, Migros etc Werbung überquilt. Schickt mir doch einfach eine eMail!
    • Landre  Marb , via Facebook 13.12.2016
      Das nennt man "newsletter". Es genügt eine kurze und simple Anmeldung auf der entsprechenden Webseite. Danach dürfen Sie einen Kleber wie z.B. "Bitte keine Reklame. Danke" an Ihren Briefkasten befestigen.
      PS. Manche Offerten und Dienstleistungen erhalten Sie sogar nur mittels E-Mail "newsletter".

      (Und trotz den vielen Daumenhoch, kommen wir alle nur mit meckern sicher nicht weiter...)
  • Ines Maria  Giezendanner aus Viganello
    13.12.2016
    Den Umbau bezahlen doch wieder nur wir Konsumenten. Zudem werden Kassiererinnen etc. eingespart, sprich: der Arbeitslosenkasse übergeben. Wenn immer mehr Personal eingespart wird, wird weniger verdient. Wem will denn am Schluss Coop seine Artikel verkaufen, wenn wegen der Arbeitslosigkeit die Kunden kein Geld mehr haben ? Lieber etwas weniger Luxus und dafür tiefere Preise und mehr Arbeitsplätze, das sollte doch das zukünftige Ziel von Coop sein ! !

    • Marco  Weber 13.12.2016
      Natürlich "bezahlen" das die Konsumenten Frau Giezendanner wer denn sonst? Und wo liegt das Problem?
    • Georg  Kaiser , via Facebook 13.12.2016
      Die Zeit lässt sich nun mal nicht aufhalten. Glauben sie die Preise werden tiefer wenn mehr Personal rumsteht? Aber wenn 800 Filialen umgebaut werden braucht es wohl auch sehr viele Arbeitskräfte.....