Vandalismus in Urdorf ZH Tierschützer zerkratzen Autos von Zirkus-Besuchern

Böse Überraschung für Besucher der Circus Royal: Tierschützer haben ihrer Wut freien Lauf gelassen und Autos beschädigt.

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«TIERQUAELLER»: Das Auto eines Royal-Besuchers in Urdorf wurde zerkratzt.

zVg

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Am Samstagabend gastierte der Circus Royal in Urdorf ZH. Während der Vorstellung beschädigte eine unbekannte Täterschaft die Autos zweier Besucher. Bei beiden wurden die Reifen zerschnitten, ein Fahrzeug wurde zudem zerkratzt: «Tierquäler» wurde ins Blech geritzt.

Gemäss Zirkusdirektor Oliver Skreinig ist es das erste Mal, dass Zuschauer das Ziel einer solchen Vandalen-Aktion wurden. Hinter der Aktion vermutet er militante Tierschützer. «Wahrscheinlich wollte der oder die Täter noch mehr Schaden anrichten. Offenbar wurden sie aber von Zirkusgästen überrascht und nahmen reissaus», so Skreinig zu BLICK.

Wie es aussieht hat sich ein Täter bei der Aktion verletzt. Es habe Blutspuren am Tatort gehabt – ausserdem wurde ein Messer gefunden. Die beiden betroffenen Zirkusgäste haben Anzeige erstattet. Die Kantonspolizei Zürich bestätigt Sachbeschädigungen an zwei Autos. 

Kritik an der Löwen-Nummer

Der Circus Royal ist in letzter Zeit vermehrt ins Visier von Tierschützern geraten, seit er im März eine grosse Tournee mit sieben Löwen gestartet hat. Der Kritikpunkt: Ein Zirkus könne den Grosskatzen nicht annähernd angemessene Lebensbedingungen bieten.

Seither kommt es immer wieder zu Klein-Demonstrationen bei Vorstellungen – oft mit «aggressiver Stimmung», wie Skreinig sagt. Auch vor körperlicher Gewalt bleibt der Direktor nicht verschont: Im Juni sei er in Lugano von einer Frau geschlagen worden.

Auch auf legalem weg versuchten Tierschützer, Löwen in der Manege zu verhindern. Die «Stiftung für das Tier im Recht» (TIR) hat im August bei der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen eine Strafanzeige gegen den Circus Royal wegen Tierquälerei eingereicht. Die Löwennummer sei gesetzeswidrig.

Die Staatsanwaltschaft eröffnet jedoch keine Strafuntersuchung. Man habe bei der Prüfung der Anzeige festgestellt, dass «keine tatbestandsmässige Erniedrigung der Löwinnen» vorliege. (rey)

Publiziert am 18.10.2016 | Aktualisiert am 21.11.2016
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Löwen zurück in der Manege - Tierschützer laufen Sturm BLICK hinter die Kulissen von Circus Royal

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  • Edith  Zellweger , via Facebook 18.10.2016
    Derjenige,der die Anzeige abgeschmettert hat,gehört wegen Unfähigkeit aus seinem Amt gejagt!

    Jeder Mensch mit einem gesunden Menschenverstand weiss,dass Löwen-wie auch andere Tiere in einem Zirkus niemals art-und rassegerecht gehalten werden können!Auch ist es einfach pervers,dass Tiere zu Belustigung der Menschen abgerichtet werden. Die Menschheit ist wirklich der Teufel in Person!

    Ein Staat der Gewalt gegenüber Tieren zulässt,muss sich nicht wundern,dass es immer Menschen gibt,die zurückschl
  • Annemarie   Setz 18.10.2016
    Ich setze mich gerne für Tiere ein, unterstütze Tierschützer und unterstütze Organisationen, die den Tieren helfen und die die Umwelt und den Bestand der Wildtiere schützen wollen. Ich finde es auch nicht gut, wenn im Zirkus Elefanten und Raubtiere vorgeführt werden, aber den Zirkus generell würde ich nicht vergrämen wollen. Was diese Leute hier machten nützt dem Tierschutz rein gar nichts. Diese Vandalenakte treffen unschuldige Zirkusbesucher. Ich hoffe, dass man die Täter findet und bestraft.
  • Marco  Kälin aus Dietikon
    18.10.2016
    Ich bin auch Tierfreundlich eingestellt und versuche zu helfen und auf Missstände aufmerksam zu machen indem ich mit Leuten rede, Argumente vorbringe oder gegebenenfalls auch Anzeige erstatte beim Veterinäramt. Es sind aber genau diese Leute die dass Eigentum Anderer, in diesem Fall nicht einmal Verursacher, mutwillig zerstören und kaputt machen und so glauben etwas ändern zu können, die letztendlich unsere Arbeit behindern und stören. Das hier ist schlicht eine Sauerei!
  • Karin  Schwegler 18.10.2016
    Und das Blut wurde doch sichergestellt und die DNA gespeichert, um das nächste mal die Täter zu überführen? Wohl kaum. Parkbussen und Geschwindigkeitskontrollen bringen Geld - und dienen der Verkehrssicherhiet.., ersteres nur Arbeit.
    •   Reto Markwalder aus Schwyz
      18.10.2016
      Die Polizisten welche Parkbussen geben und Geschwindigkeitskontrollen machen sind nicht die gleichen, welche diese Sachbeschädigung untersuchen.
      Wenn Sie die Medien verfolgen sehen sie täglich x-Meldungen, welche durch die Polizei geklärt wurden.
      Und in ein paar Tagen auch die von den beschädigten Autos.
      Fragen Sie mal nach, wieviel Prozent der Polizisten mit dem Strassenverkehr zu tun haben. Sie werden staunen wie wenige das sind...