Mutter nach drei bangen Tagen überglücklich «Céline ist wieder da!»

USTER (ZH) - Drei Nächte lang gab es kein Lebenszeichen von der 12-jährigen Céline. Heute Mittag die frohe Botschaft: Die Polizei hat das Mädchen gefunden - in Begleitung einer «männlichen Person»!

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Mit diesen Fotos wurde nach Céline (12) gesucht - BLICK hat sie nachträglich gepixelt. Facebook

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Ein Freudentag für Familie T.: Nachdem Céline (12) tagelang verschwunden war, tauchte sie heute wieder auf. Das Mädchen kehrte nach einem Termin am Dienstagabend in Uster nicht mehr nach Hause zurück – und wurde seither vermisst.

Sie war «verwahrlost»

Nun ist die Schülerin gefunden worden, wie Mutter Silvia zu BLICK sagt. «Verwahrlost, aber es gehe ihr einigermassen gut, wurde mir gesagt. Hauptsache sie ist wieder da. Ich bin überglücklich!»

Die Kantonspolizei Zürich bestätigte gegenüber BLICK, dass Céline gefunden wurde. Sie wurde zusammen mit einer «männlichen Person» in Uster angetroffen. Auch dieser Mann wurde zur Abklärung auf den Polizeiposten mitgenommen, wie Kapo-Sprecher Marc Besson zu BLICK sagt.

Die Mutter muss sich aber noch gedulden: Erst am Nachmittag darf sie ihr Kind wieder in die Arme nehmen.

Die letzten Tage waren eine Tortur für die Mutter. «Ich bin am Ende meiner Kräfte. Die Situation ist unerträglich», sagte sie heute Morgen noch zu BLICK, als Céline noch nicht aufgetaucht war. Gestern habe sie den ganzen Nachmittag Plakate verteilt. Auf Facebook startete sie zusätzlich einen Aufruf – der über 15'000 mal geteilt wurde.

«Im Internat blühte sie richtig auf»

Ihre Tochter besuchte seit Februar ein Internat im Aathal. «Ich glaube nicht, dass sie wegen der Schule abgehauen ist», sagte die Mutter am Morgen. Céline habe dorthin gewechselt, weil sie in der alten Schule gehänselt worden sei.

«Sie wollte nicht mehr in den Unterricht und hatte richtig Angst.» Der Schulwechsel habe sich positiv auf ihre Tochter ausgewirkt: «Im Internat blühte sie richtig auf. Sie hatte super Noten, gute Gspänli und fand es mega lässig.»

Mutter Silvia kann sich das Verschwinden von Céline deshalb noch nicht erklären. «Wir hatten ein gutes Verhältnis und gingen nicht im Streit auseinander», sagt sie. «Sie weiss, dass ich mir schnell Sorgen mache und hat sich immer abgemeldet, wenn sie mal später nach Hause kam.»

Nun hat die Ungewissheit ein Ende. «Ich kann es noch gar nicht ganz glauben», sagt die Mutter. «Das muss ich zuerst einmal verdauen. Ich kann es kaum erwarten, sie wiederzusehen!»

Publiziert am 04.11.2016 | Aktualisiert am 07.12.2016
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14 Kommentare
  • Sonja  Zwicker 05.11.2016
    Woran liegt es nur, dass bereits 12Jährige tagelang abhauen??? Seltsam ist auch, dass sie in Begleitung einer "männlichen Person" gefunden wurde. Was sind denn das für Zustände? Haben die Schutzbefohlenen zu wenig Zeit für die Sorgen und Nöte der Jugend? Sind sie überfordert? Bekommen sie in den Schulen zu wenig Unterstützung, wenn sie gemobbt oder gehänselt werden?
    Ich finde es EXTREM wichtig, dass sich alle Beteiligten vermehrt dieses zunehmenden Problems annehmen!
  • Remo  Albrecht aus Höri
    05.11.2016
    Ach Füchslin: sie scheinen es nicht begriffen zu haben. Es gibt eine gesunde Mischung zwischen allem. Die Technik und den Verlauf der Welt kann man nicht aufhalten, da haben sie recht. Aber nur noch ins Smartphone zu schauen am Compi spiele zu machen ist nicht gerade förderlich.
    Ich schimpfe nicht, sondern stelle nur fest, dass die Bildung heute sehr einseitig erfolgt....
    • Bruno  Füchslin aus Richterswil
      05.11.2016
      Ach Albrecht: Was bin ich aber froh, dass Sie mir dies nachschickten. Endlich habe ich begriffen. Bin wohl zu wenig intelligent, um Ihrer umfassenden, tiefgehenden (?) Analyse teil zu haben. Drum tut so eine Aufklärung schon gut und wird alle Leser total überzeugen. Schöns Wuchenänd dänn!
  • Remo  Albrecht aus Höri
    04.11.2016
    @Ochsner: sie haben recht! Heute scheint das Wort der persönlichen Kommunikation nur noch über elektronische Mittel zu funktionieren. War letzthin wieder mal mit dem ÖV unterwegs: schrecklich, niemand redet mehr mit dem Sitznachbar, nur noch Blick aufs Natel etc. Als ich pendelte, waren wir eine Gruppe, die sich im Zug kennenlernte und nach Möglichkeit ein Zugabteil ergatterte und sich unterhielt (alle Jg. vorhanden). Aber die Blicke der Leute, wenn man damals schon lachte... 15 Jahre her.
  • Remo  Albrecht aus Höri
    04.11.2016
    Heute wird um jedes Kind ein Hype gemacht, dass ein paar Stunden weg ist, dem Internet sei dank! Früher hatten sie einfach die Schnauze voll und kamen wieder nach hause. Heute Panik!
    Ich habe aber volles Verständnis, wenn die Eltern Angst haben und besorgt sind und wenn etwas passiert, ist es sehr tragisch. Doch jedes mal den Blick jeden Tag mit solchen Meldungen zu füllen...... animiert dies nicht die Ausbüxer?
    • Sonja  Zwicker 05.11.2016
      1. sind ein paar Stunden nicht ein paar Tage!
      2. lauerten zu unserer Zeit lauerten nicht an allen Ecken und Enden Gefahren!
      3. wäre mir gar nie in den Sinn gekommen, abzuhauen. In einer "normal" funktionierenden Familie sollte das doch kein Thema sein? Oder was geht in diesen Kindern vor?
  • Heinrich  Ochsner 04.11.2016
    @Paolo Martinoni: das mit der Kommunikation liegt an beiden Teilen, an den Kindern genau wie an den Eltern, es gibt nur noch die Glotze, den Compi, das Tablett und das iPhon. Mein Haus steht an einem Schulweg für Kinder von Vorkindergarten bis 6. Klasse. Unter 30 Schülern, die da durchgehen, finden Sie 2/3 mit Phon in den Händen, beginnt schon bei Kindergärtner. Was geht denn zu Hause ab? Aber am besten ist, Sie haben nie Kinder............
    • Bruno  Füchslin aus Richterswil
      04.11.2016
      Ja, Herr Ochsner - wenn Sie so jung wären, wären Sie natürlich die Ausnahme, die nichts von alledem gebrauchen würde. Weder Compi. weder Smartphone noch Tablet. Waren Sie auch mal jung und machten dies und jenes mit in der Gesellschaft Gleichaltriger? Oder waren Sie damals schon ein "leuchtendes Beispiel der Unbeeinflussbarkeit"?
    • Remo  Albrecht aus Höri
      04.11.2016
      Füchslin: welchen Jahrgang haben sie? bei mir laufen die Schüler direkt am Sitzplatz vorbei. Schrecklich, alle am Handy, Tablett etc. kann dies nur bestätigen. Und die rohe Sprache die vorherrscht, in einem sehr schlechtem Züridütsch oder wie in der Schule gelernt, unsäglichem Hochdeutsch, Wörter werden verwendet, die bei uns nie vorkommen.
      Was wir früher machten (Jg. 68) kenne die Schüler heute schon lange nicht wehr, oder spielt heute noch jemand "Schitli-Verbannis"? Damals gabs nur Spielhaus
    • Bruno  Füchslin aus Richterswil
      05.11.2016
      @Albrecht
      Jahrgang 1953. 15 Jahre älter als Sie. Und jetzt - was soll die Schimpferei? Ändern Sie etwas damit? Dann spielen Sie mit Ihren Kindern doch das "Schiitli-Verbannis", und deren Welt ist heil. Oder sammeln alle Smartphones und Tablets ein, damit die Jugend nicht dermassen "verdorben" wird. Es gibt Leute, die einfach stehen bleiben. Sie würden zwischen allen elektronischen Geräten "Schiitli-Verbannis" vorschlagen. Machen Sies!