Pferd schwer verletzt Walliser Wolf macht Jagd auf Rössli

SALGESCH - VS - In Salgesch VS häufen sich die Wolfsattacken. Ist das Raubtier auf der Suche nach Nahrung, um Welpen zu ernähren?

Im Wallis hat ein Wolf richtig Hunger. play

Im Wallis hat ein Wolf richtig Hunger.

Keystone

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Die bisher folgenschwerste Attacke ereignet sich am 6. März: Ein Wolf greift in Salgesch VS ein 27 Jahre altes Pferd an und beisst es in den Hals. Die Verletzungen sind schwerwiegend. Das Pferd ist noch immer beim Tierarzt in Behandlung und noch nicht über den Berg.

Nur wenige Tage nach der Attacke schlägt der Wolf in Salgesch erneut zu. Auf einer Winterweide in unmittelbarer Nähe des Industriegebiets macht er Jagd auf mehrere Pferde. Er hetzt sie kreuz und quer über die Weide. Drei Tiere werden leicht verletzt.

Wie der «Walliser Bote» berichtet, hat ein Augenzeuge bereits im Januar einen Wolf im Gebiet um Salgesch gesichtet. Er soll sich in der Nähe eines Pferdestalls aufgehalten und einen «abgemagerten Eindruck» gemacht haben. Dies und die Tatsache, dass er auf Pferde losging, deutet die Zeitung als Indiz dafür, dass der Wolf nicht nur für sich alleine auf Beutejagd war. Hält sich also gar erstmals auch ein Rudel im Oberwallis auf?

«Das halte ich für ausgeschlossen», sagt David Gerke von der Gruppe Wolf zu Blick.ch. Es gebe keinerlei Hinweise auf Wolfswelpen im Wallis. «Die Paarungszeit dauert vom Februar bis März. Welpen sind deshalb nicht vor April oder Mai zu erwarten.» Weiter glaubt Gerke nicht daran, dass der Walliser Wolf abgemagert und deshalb verzweifelt auf der Suche nach Futter ist. «Im Frühling verliert er sein Winterfell und sieht deshalb verstruppt aus.» (vsc)

Publiziert am 23.03.2015 | Aktualisiert am 23.03.2015
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27 Kommentare
  • Hans  Jung 24.03.2015
    Es kann doch nicht sein, dass alle Tiere, die nicht in einer Voliere eingesperrt sind mit Herdenschutzhunden oder Festungszäunen gesichert werden müssen. Übrigens ist die Freilandhaltung für Tiere wie Pferde die tiergerechteste Haltungsart! Auf Freilaufställe ermöglichen es aus dem Stall zu gehen. Müssen jetzt die tierfreundlichsten Haltungsmethoden abgeschafft werden? Der Wolf ist nicht ausgestorben und hat dort überlebt, wo keine Weidewirtschaft möglich ist!
  • Morgan  Schwab , via Facebook 24.03.2015
    Begreifen die Walliser nicht ? Nutztiere gehören des Nachts in den Stall.. lernt es endlich.. Andere Länder begreifen das längst, nur die sturen Walliser nicht.. Herrgott nochmal.wenn ich Tiere halte, bin ich auch dafür verantwortlich, und muss das richtige machen.. Macht es endlich mal richtig, und nehmt die Nutztiere des Nachts mal endlich in den Stall ! Und es braucht Hirten.. aber geizig und stur.. die Walliser.
    • Hans-Rudolph  Heydrich aus Luzern
      24.03.2015
      Eine nicht sehr intelligente Aussage, Herr Schwab. Im Wallis, und auch in anderen Kantonen bringt man die Tiere wenn es wärmer wird in höhere Regionen; auf die Alp. Die Tiere verbringen den ganzen Sommer dort. Beispielsweise Ziegen oder eben Schafe, laufen vielfach frei in den Wäldern und Tälern umher. Es ist schlichtweg nicht möglich, die Tiere jeden Tag abzuholen und sie wieder in ihren Stall zu bringen. Die Menschen sollten sich nicht wegen eines Raubtiers einschränken müssen...
    • Hans  Jung 24.03.2015
      Herr Schwab, es beweist sich wieder mal, dass zu Sie keine Ahnung von der Praxis haben. Sie dürfen gerne Ihre Zeit beim Hüten aller Pferde in der Schweiz verbringen. Es ist schlicht weg nicht möglich und nicht sinnvoll alle Weiden mit Schutzhunden zu schützen. Bedenken Sie, dass oftmals nur 2 bis 3 Pferde auf einer Weide sind. So können diese Tiere ganz natürlich gehalten werden und dass ist tierschutzkonform! Sogar im Winter!
  • Patrick  Fink aus Nohl
    23.03.2015
    Wann lernen die Leute wieder die Nutztiere vor den Wölfen zu schützen? Da ist wohl die Zeit für die Einen oder Anderen zu schnell fortgeschritten. Ist halt auch einfacher die paar Wölfe abzuschiessen. Auch weniger Aufwand. Denken wie die Vorväter... Bei uns im Unterland müssen die armen Kerle auf Füchse schiessen, weil sie keine Wölfe haben...
  • Hans  Wurst aus Bern
    23.03.2015
    Mich verblüfft es immer wieder, dass es so viele Wolfsexperten gibt!
  • V.  Yager aus Wollerau
    23.03.2015
    Da lassen die lieben Walliser doch jeweils zehntausende Schafe monatelang unbewacht und uneingezäunt auf irgendwelchen Weiden vor sich hin vegetieren, aber dieser Wolf versucht ganze Pferdeherden zu im Alleingang zu erlegen? Ja, ist schon klar.
    Scheint eher so, als ob man dort unten statt Subventionen wieder einmal lieber etwas Lebendiges, am besten dazu noch grau und struppig, zu jagen.
    Wie praktisch, gibt es noch Augenzeugen. Eventuell ist sein Cousin per Zufall noch Jäger? Oder CVP Kts.Rat?