Urteil gegen die Peiniger von Alain Meier (†21) Knast für Prügel-Trio

ZUG - Das Zuger Strafgericht hat die Schläger von Alain Meier (†21) schuldig gesprochen. Zwei der drei jungen Männer müssen hinter Gitter, der dritte kassierte eine bedingte Haftstrafe.

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zVg

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Der Tod seines Kindes lässt sich mit keinem noch so harten Schuldspruch kompensieren. Trotzdem ist Beat Meier (61) erleichtert, dass der Prozess gegen die Peiniger seines Sohnes Alain (†21) endlich abgeschlossen ist. Gestern fiel vor dem Zuger Strafgericht das Urteil gegen das Prügel-Trio, das Alain am 4. September 2015 auf der Schützenmattwiese in Zug brutal zusammengeschlagen hatte.

BEAT MEIER play
Alains Vater Beat Meier (61).  STEFAN BOHRER

Nur vier Tage später hatte der junge Mann sich das Leben genommen (BLICK berichtete). Für die brutale Attacke müssen die Angeklagten Ardijan T.* (17) und Robin R.* (17) nun elf und zehn Monate hinter Gitter.

Ihr Kollege Berkay S.* (16) wurde hingegen vom Vorwurf der versuchten schweren Körperverletzung freigesprochen. Wegen Raufhandels kassierte der Jüngste der Bande eine bedingte Freiheitsstrafe von zwei Monaten. Zusätzlich müssen sich Ardijan T. und Robin R. einer ambulanten Behandlung unterziehen.

Für Alains Vater ist der Fall damit auf der juristischen Ebene erledigt. «Zufrieden hätte ich mit keinem Urteil sein können. Aber ich akzeptiere den Entscheid des Gerichts», sagt er zu BLICK. Ob die Staatsanwaltschaft oder die Angeklagten den Fall weiterziehen, ist noch nicht klar. (jvd)

Publiziert am 04.10.2016 | Aktualisiert am 04.10.2016
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7 Kommentare
  • Jan  Berger 05.10.2016
    Brutale, unzivilisierte Schläger, die bestimmt nicht zum letzten Mal zugelangt haben - ja vermutlich schon in der Zeit bis zum Prozess - bekommen 10 und 11 Monate und können somit bleiben: pfeffer-, pfefferscharf, unsere Richter!

    Und wofür diese absolute Farce? Wir erinnern uns: damit Rosen- und Velo-Diebe weiterhin unseren legendären Rundumschutz geniessen. Obwohl interessanterweise kein einziger solcher Fall in den letzten Jahrzehnten aktenkundig ist. Genau so gehen Abstimmungslügen.
  • peter  huber aus Taipei, Taiwan, ROC
    05.10.2016
    Sitzen denn die beiden Verurteilten schon seit der Tat in U Haft? Dann müssen sie ja jetzt nach dem Urteil gar nicht mehr ins Gefängnis, da die 10 und elf Monate bereits abgesessen sind.
  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    05.10.2016
    Nach solchen Urteilen wünsche ich mir, die nächsten Opfer mal unter den Richtern zu finden - sie würden vermutlich ihre Urteile gegen den Täter um 360 grad wenden - immer angenehm, wenn es einem selber nicht trifft. Wo sind da die exemplarische Strafen um etwas mehr Abschreckung bei solchen Vaganten zu erzeugen ? Politiker und Fachleute leben mit vorliebe nur vom reden - das Handeln haben sie schon längst verlernt.

    ...
  • Peter  Muster aus Koppigen
    04.10.2016
    Da bekommt man ja eine härtere strafe wenn man auf einer schnurgeraden, übersichtlichen ausserortsstrasse mit wenig verkehr kurz auf 140 beschleunigt. Weltweit einzigartig die schweizer rechtssprechung, aber nicht fair oder gut
  • Karen  Mind 04.10.2016
    Was ist jetzt mit dem Pfefferscharfen Ausweisungsgesetz? Jetzt gibt es Strafen unter einem Jahr, damit sie bleiben dürfen.....