Urs Breitmeier verdient 1 Million pro Jahr Ruag-Chef verteidigt Spitzen-Gehalt

Urs Breitmeier verdient eine Top-Gage von 1,01 Millionen Franken pro Jahr und findet dies gerechtfertigt. Ausserdem warnt der Chef des bundeseigenen Technologiekonzerns vor Lohndeckeln für Chefs.

Macht Kasse beim Rüstungskonzern: Ruag-Chef Urs Breitmeier. play
Urs Breitmeier verdient über eine Million Franken pro Jahr. Keystone

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Der Chef des bundeseigenen Technologiekonzerns Ruag verteidigt in einem Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag» sein Jahressalär von 1,01 Millionen Franken. «Ich habe einen hohen Lohn, darüber müssen wir nicht streiten», sagt Urs Breitmeier. Ausserdem müsse er für gute Mitarbeiter hohe Entgelte zahlen. Und der Konzern brauche mehr Freiheit vom Bund. Der Bundesrat hat am Freitag entschieden, bis Ende Jahr zu diskutieren, ob er bei den Cheflöhnen der bundeseigenen Unternehmen stärker eingreifen will.

Breitmeier warnt auch vor den Folgen von Lohndeckeln für die obersten Chefs: «Wenn man meinen Lohn auf die Hälfte kürzt, müssten die Löhne aller Angestellten darunter ebenfalls sinken. Es rächt sich, wenn man dieses heikle Gefüge auseinanderbricht.» Die Ruag sei auf Manager aus internationalen Konzernen angewiesen und müsse darum Marktlöhne zahlen. Breitmeier fordert mehr unternehmerische Freiheit für das Unternehmen mit weltweit über 8000 Mitarbeitern. «Es ist aber so, dass das Korsett immer enger wird», sagt Breitmeier. Damit spricht er etwa Exportbeschränkungen für Kriegsmaterial an. «Für uns wird es schwierig, den Kernauftrag zu erfüllen, wenn wir nicht exportieren können.»

Nachdem im Frühling ein Hackerangriff auf das Rüstungsunternehmen des Bundes bekannt geworden ist, verschärft die Ruag nun ihre Sicherheitsvorkehrungen: Sie investiert dafür einen zweistelligen Millionenbetrag. Ein solcher Fall sei «auch eine Chance», sagt Breitmeier. Der Hackerangriff habe die Ruag als Anbieterin von Sicherheitstechnologie bekannt gemacht und ihr auch Kundenanfragen gebracht.

Publiziert am 02.10.2016 | Aktualisiert am 04.12.2016
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  • Hans   Maulwirf 02.10.2016
    Haha Witz des Tages: "Ausserdem müsse er für gute Mitarbeiter hohe Entgelte zahlen" sowie "Wenn man meinen Lohn auf die Hälfte kürzt, müssten die Löhne aller Angestellten darunter ebenfalls sinken"
    Darum verlassen etliche Mitarbeiter die RUAG unter anderem aus Lohntechnischen Gründen. Jahrelange Lohnstagnierung, schlechter Einstiegslohn. Ich weiss wovon ich rede.
  • christian  kobler aus uznach
    02.10.2016
    Stellen sie sich vor sie laufen bei der Arbeit durch ihren Betrieb und die Büezer schauen sie schräg an, weil sie um ihren Lohn wissen und eigentlich die produktive Arbeit machen. Nach der Arbeit können sie nicht ins Feierabendbier weil sie Angst haben müssen berechtigte Hämeeinzustecken. Danach nehmen sie in ihrer abgeschotteten Villa das Nachtessen ein und können vor lauter Gewissensbissen nicht mehr kauen... beim Einschlafen werden sie von schreienden Kindern im Krieg verfolgt. Wer will das?
  • Ruedi  Burri 02.10.2016
    Wie kann es überhaupt möglich sein das eine Führungsperson 10 bis 20 mal mehr "VERDIENT" als ein Basismitarbeiter? Basismitarbeiter = 8 bis 9 Stunden Tag. Manager und Topmanager = 160 bis 180 Stunden Tag? Fantasie lässt grüssen. Die oberen geben sich gegenseitig immer mehr, unten wird immer abgebaut und gespart. Die Basis darf sich das nicht weiter gefallen lassen und zwar überall. Politiker gehören in die gleich Kategorie, sprich nur für sich schauen...
  • Daniela  Ponti 02.10.2016
    ich finde gut, dass uns BLICK solche Schweinereien - wie die von SBB Ribar - vor die Nase hält. Blöd, dass wir dagegen nix unternehmen ausser zu quatschen.
  • Thomas  Zürcher 02.10.2016
    Das ist keine Überraschung. Es ist ja Sinn und Zweck unseres kapitalistischen Wirtschaftssystems einige wenige zu bereichern - auf Kosten von allen anderen versteht sich.