Unfall bei der Schweizer Armee: «Der Transporter stürzte 200 Meter ins Tal»

GLAUBENBERG (OW) - Gestern kurz vor Mittag in der Nähe der Kaserne Glaubenberg: Ein gepanzertes Transportfahrzeug der Armee stürzte mit zwei Insassen den Hang hinunter. Die beiden mussten mit Verletzungen ins Spital gebracht werden.

Ein solcher Transporter (Duro GMTF) stürzte gestern am Glaubenberg etwa 200 Meter den Hang hinunter. play

Ein solcher Transporter (Duro GMTF) stürzte gestern am Glaubenberg etwa 200 Meter den Hang hinunter.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Am Bündner Goa-Openair auf Autobahn gelaufen Ein Toter am Shankra-Festival
2 Chaos im Letzi wegen «Besucherandrang» GC ist schon mit 4000 Fans...
3 Rega rettet Mountainbiker aus Fluss Spektakulärer Rhein-Fall

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
15 shares
12 Kommentare
Fehler
Melden

«Hier ist gerade ein gepanzerter Transporter zweihundert Meter ins Tal gestürzt. Aber mir geht es gut» – mit zittriger Stimme, völlig unter Schock habe der Soldat diesen Satz ins Telefon gesprochen. Dies sagt ein Angehöriger zu Blick.ch.

Es sei gestern kurz nach 11 Uhr in der Nähe der Kaserne Glaubenberg in Sarnen geschehen. Eine Truppe von rund 20 WK-Soldaten sei im gepanzerten Transporter vom Typ Duro GMTF gesessen.

«Bis auf den Fahrer und den Beifahrer sind alle ausgestiegen und zu Fuss weiter marschiert – zum Glück», so der Soldat.

Etliche Male überschlagen

Denn dann habe es plötzlich einen lauten Knall gegeben. Die Mannschaft hätte zusehen können, wie das Transportfahrzeug etwa 200 Meter den steilen Hang hinunter purzelte. Es habe fürchterlich ausgesehen. Das Fahrzeug überschlug sich mehrmals.

Eine halbe Stunde später: Mehrere Krankenwagen und Polizeiautos rasen den Glaubenberg-Pass hoch. Dies sagen Gäste des nahe liegenden Berggasthofs Langis zu Blick.ch. Was genau passiert ist, wissen sie bis heute nicht.

Wie eine verbeulte Getränkedose

Die zwei Insassen des verunglückten Duro GMTF hätten mit Kopfverletzungen ins Spital in Luzern gefahren werden müssen. Heute habe die Truppe, die Zeuge des Unfalls war, dann auch noch die Trümmer des Fahrzeugs mit Plachen abgedeckt und später geborgen.

«Das Truppenfahrzeug soll wie eine verbeulte Getränkedose ausgesehen haben», erzählte der Soldat. Das Gebiet sei weiträumig abgesperrt worden.

VBS bestätigt Unfall

Militärjustiz-Mediensprecher Tobias Kühne bestätigt: «Ja, es kam zu einem Unfall bei einer WK-Einheit. Die Insassen wurden dabei leicht verletzt. Ein Soldat konnte bereits gestern zurück in die Kaserne, der andere musste zur Kontrolle über Nacht im Spital bleiben», sagt. Wie es genau zum Unfall kam, werde derzeit abgeklärt.

Publiziert am 04.07.2014 | Aktualisiert am 04.07.2014
teilen
teilen
15 shares
12 Kommentare
Fehler
Melden

12 Kommentare
  • Heinz  HAGER aus Aarwangen
    04.07.2014
    Das ist der Vorteil der Schweizer Armee.Sie braucht kein Feind der ihre Fahrzeuge zerstört.Sie schafft das selber.Eine realistischere Uebung kann ich mir kaum vorstellen.
  • Aldo  Jöri 04.07.2014
    Wooowww, hab gar nicht gewusst dass es solche Fahrzeuge in unserer Armee gibt.
    Von den Leserbriefschreibern lauter Experten entnehme ich jetzt nur was nicht gut ist und welche Vermutungen angestellt werden warum es zum Unfall gekommen ist. Gibt es auch Positives darüber?
  • Bruno  Bütler 04.07.2014
    Gott sei Dank war es ein gepanzerter Duro von Schweizer Qualität sonst hätte es Tote geben können! Vielleicht hatte der Fahrer zuwenig Fahrpraxis? In jedem Kanton gibt es Militär-Motorfahrer-Verbände wo die Militärmotorfahrer auch ausserdienstlich gratis Fahrkurse absolvieren können um die Armeefahrzeuge in allen Situationen sicher führen zu können.
  • hans  meier aus Zürich
    04.07.2014
    Richtig gemacht vom Fahrer. In schwierigem Gelände Leute zu Fuss gehen lassen. Wird auch so vorgeschrieben.
  • Anton  Müller , via Facebook 04.07.2014
    Haha, 20 WK-Soldaten in einem GMTF. Waren die etwa gestapelt oder was?