Thai-Braut zockt liebestollen Zürcher ab Sogar die Hochzeit war ein Bschiss

ZÜRICH - Vor knapp zehn Jahren lernte Marco A.** (23) in einem Zürcher Pub eine Thai-Frau kennen. Ihr Name sei Nattariga, sagte die Schöne. Der liebestolle Zürcher ahnte nicht, dass sogar diese Aussage gelogen war.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Nach Facebook-Aufruf zum Geburtstag 31 Kisten Post für behinderte Denise
2 Hakenkreuz und Hitlergruss Nazi-Schande auf dem Waffenplatz
3 Wildwest beim «Saloon» in Wetzikon ZH Polizist springt auf Fluchtauto

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
117 shares
54 Kommentare
Fehler
Melden

Es war die Liebe seines Lebens. 2007 lernte Marco A.* (damals 23) in einem Pub eine Thai-Frau kennen. Die exotische Schönheit flüsterte, dass sie Nattariga (damals 25) sei. Der liebestolle Zürcher konnte nicht ahnen, dass bereits der Vorname eine Lüge und seine Angebetete mit dem Schweizer Thomas G.* (50) verheiratet war. Zudem hatte Warawan G.**, wie sie richtig heisst, drei Kinder. Von drei Männern.

Thomas G. spielte eine Doppelrolle. Der Ehemann von Warawan G. gaukelte Marco und dessen Eltern vor, er sei bloss der Mann von Nattarigas Schwester.

Thai-Braut spielte sich als Millionenerbin auf

2010 ging es an die Heiratsplanung. Die Prunk-Hochzeit sollte in Thailand gefeiert werden. Einzig das nötige Kleingeld fehlte.

Fast-Braut Warawan gab gegenüber den künftigen Schwiegereltern, einem Ärztepaar, vor, dass sie Inhaberin einer Kosmetikkette sei. Zudem habe sie Millionen geerbt. Aber diese seien wegen eines Erbschaftsstreits blockiert. Als Beweis legte sie einen gefälschten Bankkontoauszug vor. Das darauf ausgewiesene Vermögen: umgerechnet 100 Millionen Franken. 

Schliesslich gewährten die Fast-Schwiegereltern dem Paar ein Darlehen von 331’700 Franken. Das Fest kann stattfinden, obwohl ein Hauptteil des Geldes beim eigentlichen Ehemann Thomas G. landet.  

Das böse Erwachen

Drei Jahre später will Marco A. seine Ehe offiziell eintragen lassen. Doch auf der Schweizer Botschaft in Bangkok gab es nur ein langes Gesicht – die Heiratsurkunde war eine Fälschung. 

Gestern sah sich die einstige Hochzeitsgesellschaft vor dem Zürcher Bezirksgericht wieder. «Es war ein Fehler, dass ich Marco nicht die Wahrheit gesagt habe: dass ich damals noch verheiratet war», sagte Warawan G. kleinlaut. «Aber ich habe ihm doch gesagt, dass es nur eine Zermonie ist, keine Trauung.» Der Gerichtspräsident will es genauer wissen: «Und die gefälschten Ehe-Papiere?» Antwort der vermeintlichen Braut: «Dazu sage ich nichts!» 

Staatsanwältin sieht «astreine Geldgier»

Die Staatsanwältin fand deutliche Worte: «Sie handelte aus astreiner Geldgier.» Ihr Antrag für Warawan: 24 Monate Knast bedingt wegen Betrug. Für ihren Ehemann Thomas 15 Monate bedingt. Trotz allem halten sich beide für nicht schuldig. Das Darlehen sei ein Geschenk gewesen. Und: 58’000 Franken seien ja sogar zurückgezahlt worden. Das Urteil folgt.

 *Name von der Redaktion geändert  **Name bekannt

Publiziert am 17.11.2016 | Aktualisiert am 17.11.2016
teilen
teilen
117 shares
54 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

54 Kommentare
  • Ruedi  Voser 17.11.2016
    Das sind schon immer lustige Geschichten. Gross Liebe, Millionen vorgaukeln, die im Moment blockiert sind. Märchenhochzeit planen und einen Darlehensgeber für das Ganze suchen und finden. Und dann schon bald der grosse Ueberraschungseffekt.
  • christian  schmied 17.11.2016
    Sind ja alle Frauen flittchen, ob man verheiratet ist oder nicht der mann bezahlt immer auch nach der Scheidung ist mann arm dran. Und in der ehe kostet der 6 auch, da mann ja geschenke für sie kauft oder kleider essen ect.
  • Ronald  Schmid aus Miami
    17.11.2016
    Die Basis der meisten Beziehungen. Er sah einen tollen Busen und Sie sah einen grossen Geldbeutel.

    Auch lieferte man in Thailand einen Schweizer ins Spital, mit Herbes auf beiden Augenaepfel. Es wird gemunkelt, dass Er sich fuer Liebe um sah in all den flaschen Orten.
  • Benedikt  Richter aus Bern
    17.11.2016
    Kurz Fassung einer Thai Storry:
    Handwerker aus Österreich arbeitet in Malaysia.
    Lernt eine Thai mit drei Kindern an der Phatong kennen.
    Heiratet, baut zwei Häuser um und vermietet Ferienwohnung .
    Zwei wunderschöne Häuser. Die Frau eröffnet eine Bar wie üblich.
    Er arbeitet weiter in Malaysia.
    Die Frau verblödet alles mit diversen Bars.
    Das sende der Geschichte.
    Geschieden, alles verloren.
    Sie ist pleite.
    Er ist finanziell ruiniert.
    Häuser versteigert.
  • Peter  Müller aus Männedorf
    17.11.2016
    Und wie viele Schweizerinnen zocken ihren (vermögenden) Mann ab? Hab schon viel gehört wie geldgierig so manche Frau hier sein kann....