Jetzt hat er den Tessiner Staatsanwalt am Hals Polizist verherrlicht Nazis

Wachtmeister Edy I. * (53) verherrlicht auf Facebook die Massenmörder Adolf Hitler und Benito Mussolini. Flüchtlingen erklärt er öffentlich den Krieg. Trotz dieses Nazi-Skandals wurde der Polizist noch nicht vom Dienst suspendiert.

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Ein Nazi-Skandal erschüttert die Tessiner Kantonspolizei. Wachtmeister Edy I. * (53) hetzt auf Facebook gegen Ausländer und verherrlicht die Massenmörder Adolf Hitler und Benito Mussolini.

Am liebsten postet er Fotos der Diktatoren und stellt Hakenkreuze und Aufmärsche aus dem Dritten Reich dazu. Edy I. erklärt Flüchtlingen öffentlich den Krieg und posiert martialisch mit kahl rasiertem Schädel, Muskelbergen, Tattoos und grimmigem Blick.

Die Hassparolen des Nazi-Fans in Schweizer Polizeiuniform entdeckte die Online-Gruppe gas.social.ch und machte sie gestern publik – am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

Edy I. arbeitet seit 2008 bei der Tessiner Polizei. Auf Facebook schreibt er: «Ich stehe auf der Seite der Extremisten, die ihr Land vor den Invasoren verteidigen.» Und weiter: Gott habe nicht ohne guten Grund verschiedene Rassen geschaffen. «Gelbe mit Gelben. Schwarze mit Schwarzen. Muslime mit Muslimen», fordert er. Für ihn steht fest: «Mit gewissen Ethnien gibt es keine Multikultur und Integration. Wir sind im Krieg.»

Der Hüter des Gesetzes fordert Massenabschiebungen, bezeichnet sie als «das grosse Reinemachen», denn für «die Schweine» gebe es nur eine Lösung. Ungeniert ruft Edy I. zur Gewalt auf: «Es gibt nur eine Pflicht: Erneut zu den Waffen greifen! Kämpfen bis zum Ende!»

Das Gefasel könnte den Polizisten teuer zu stehen kommen. Sein Chef, Polizeikommandant Matteo Cocchi, verurteilt die Äusserungen und kündigte ein Disziplinarverfahren an. Und Generalstaatsanwalt John Noseda eröffnete derweil ein Strafverfahren wegen Anstiftung zur Rassendiskriminierung.

Auch das kantonale Justizdepartement ist peinlich berührt. «Dieser Fall tut weh», sagt der ehemalige SVP-Bundesratskandidat und Staatsrat Norman Gobbi (38). «Der Beamte hat seine Pflichten, sich auch ausserhalb des Jobs und im Netz korrekt zu verhalten, verletzt. Es ist ein Einzelfall, aber er wirft einen Schatten auf das ganze Polizeikorps.»

Dennoch: Edy I. wurde noch nicht vom Dienst suspendiert.

*Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 28.01.2016 | Aktualisiert am 28.01.2016
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47 Kommentare
  • werner  widmer aus russikon
    28.01.2016
    Wenn so schnell solche Leute entfernt werden sollen, was machen wir den mit den Schweizer Sozialdemokraten? Die rennen ja immer noch dem Marxismus, Leninismus, Stalinismus und Maoismus nach. Keiner von ihnen hat bis heute die entsprehcneden Schriften verurteilt. Oder habe ich da etwas übersehen?
  • franceaco  meier aus Chur
    28.01.2016
    Endlich mal ein sympathischer Polizist!!
  • Paul  Mauchle aus St.Gallen
    28.01.2016
    Dieser selbsternannte Nazi gehört nicht vom Dienst suspendiert, sondern fristlos gekündigt. Ein Skandal wenn solche Leute bei der Polizei angestellt sind. Übrigens, das ist kein Einzelfall bei der Polizei. Allerdings sind die meisten so schlau, dass sie ihre Gesinnung nicht öffentlich zugeben.
  • Franco  Caroselli , via Facebook 28.01.2016
    Jö! Diese Empfindlichkeit ! Er macht das, was Blancho und IZRS mit Hasspredigen und Videos machen. Nur, dass beim Tessiner ein riesen Medienecho und trara entsteht, bei den anderen genannten, jedoch die Faust im Sack, bloss tolerant sein. Falsch !!!
    Wann beim Tessiner durch gegriffen sollte, dann auch beim Hassprediger und IZRS. Es sind doch alle gleich vor dem Gesetz, oder? Oder gilt die volle Härte des Gesetzes nur den wehrlosen. Da lacht der echte Kriminelle nur !!!!!
  • Marlène  Gamper aus Glattfelden
    28.01.2016
    Warum arbeitet dieser bewaffnete Typ noch bei Polizei? Mir macht es Angst wenn solch kranke Rambos mit Waffe vor dem Bürger herumspazieren. Und dass Vorgesetzte nicht sofort reagieren ist mir unverständlich. Ich wage zu behaupten, dass der Typ schon mehrmals negativ aufgefallen ist. Jedoch ist es schwer als Bürger ernst genommen zu werden wenn man Polizei kritisiert.