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Ein Grossteil der Schweizer Milch (Berg-, Regio-, Spezial- und Billigmilch) stammt von Kühen, die in ihren Ställen gequält werden. Tag für Tag. Im Ganzen sind nicht weniger als 350000 Milchkühe betroffen. Diese leben angebunden im Stall, über ihnen der elektrische Kuhzüchtiger, von der Branche «Kuhtrainer« genannt. Die Vorrichtung dient der Sauberkeit in den Kuhställen (siehe Box).
Das Problem: Diese Behandlung ist Tierquälerei, kritisiert KAGfreiland, die schweizerische Nutztierschutz-Organisation. Direktor Roman Weibel gegenüber Blick.ch: «85 Prozent der Bevölkerung verlangen ein Verbot dieser Methode.» Er weist darauf hin, dass auch das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) den elektrischen Kuhzüchtiger als nicht tiergerecht beurteilt.
KAGfreiland fordert daher die Milchbranche auf, ein Verbot des Kuhzüchtigers in den Produktionsrichtlinien festzuschreiben oder eine Laufstallpflicht für ihre Milchställe zu verlangen. Leider wird das den gequälten Kühen keine rasche Linderung bringen. Die Bauern verhinderten ein Verbot des Kuhzüchtigers in der neuen Tierschutzverordnung von 2008. Sie fordern lange Übergangszeiten. Jetzt befürchtet das BVET, dass die Tierquälerei noch 20 Jahre weitergeht.