Seit 30 Jahren in der Schweiz Dementer Vergewaltiger wird ausgewiesen

Ein 70-jähriger Serbe, der vor fünf Jahren eine Schülerin missbrauchte, muss die Schweiz verlassen. Den Entscheid fällte das Bundesgericht in Lausanne.

Ein IV-Rentner muss die Kinderrente zurückerstatten, weil das Kind seinen Unterhalt selbst verdiente. Das hat das Bundesgericht entschieden. play
Das Bundesgericht in Lausanne hat entschieden: Der 70-jährige Vergewaltiger muss das Land verlassen. (Symbolbild) CHRISTIAN BRUN

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Weder Demenz, noch Alter schütze ihn vor seiner Strafe: Ein perfider Rentner, der eine 17-jährige mehrmals vergewaltigte, wird ausgeschafft. Auch in der langen Aufenthaltsdauer von 30 Jahren sahen die Richter kein Grund ihre Meinung zu ändern – insbesondere da der Angeklagte weder Reue noch Einsicht zeigte.

Missbrauch nach Erpressung

Im August 2011 hatte der Pensionär einer 17-jährigen Schülerin 200 Franken für einmaligen Geschlechtsverkehr gezahlt. Kurz darauf verlangte er erneut Sex – diesmal kostenlos. Der Lüstling setzte das Mädchen massiv unter Druck und drohte damit, ihren Eltern alles zu erzählen. Er zwang die Schülerin noch drei weitere Male mit ihm zu schlafen – gegen ihren Willen. Sie zeigte ihn nach dem dritten Vorfall an.

Der nicht geständige Rentner wurde 2014 vom Bezirksgericht Zürich wegen mehrfacher Vergewaltigung zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. 356 Tage davon hatte er bereits in Untersuchungshaft verbüsst. Der Verurteilte wurde zudem verpflichtet, dem Opfer ein Schmerzensgeld von 10'000 Franken zu entrichten. 

Rauswurf 

Aufgrund dieser Verurteilung hatte das Migrationsamt des Kantons Zürich seine Niederlassungsbewilligung widerrufen. Alle Einsprüche dagegen blieben erfolglos. Das Bundesgericht sagt aus, dass die Entscheidung vor allem darauf beruhe, dass der Senior die persönliche und sexuelle Entwicklung seines Opfers mit vollem Bewusstsein schwer beeinträchtigt habe. (ysi)

Publiziert am 19.10.2016 | Aktualisiert am 02.11.2016
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  •   , via Facebook 19.10.2016
    Falls der Pensionär schon damals an Demenz litt, so ist es, entgegen der Ansicht des Bundesgerichts, eher unwahrscheinlich, dass er die sexuelle und persönliche Integrität der jungen Frau mit VOLLEM BEWUSSTSEIN schwer beeinträchtigt hat.
    Komisch wäre auch, weshalb die junge Frau sich gegen einen dementen 65-jährigen Mann nicht wehren konnte, als er nach dem bezahlten Sex anschliessend noch dreimal unbezahlten haben wollte.
  • Werner  Bieinisowitsch aus Sant Jordi
    19.10.2016
    Es sind die Staatsanwälte, welche einfach viel zu milde Strafen verlangen. Hier in Spanien hat ein Mann seine 13-jährige Nichte sexuell missbraucht, der Staatsanwalt forderte 17 (siebzehn) Jahre, der Angeklagte akzeptierte 10 Jahre Knast. Das sind Strafen, aber wenn man weiss, dass die Richter oft unter dem Strafmass vom Staatsanwalt bleiben, müssen die schweizer Staatsanwälte eben nicht nur 24 Monate fordern, sondern 15-20 Jahre, damit ein "gerechtes Urteil" gesprochen wird.
  • Susanne  Reich 19.10.2016
    Gibt dies nur mir zu denken, dass eine 17-Jährige für Geld mit einem älteren Mann Geschlechtsverkehr hat? Selbstverständlich entschuldigt dies nicht die Tat, trotzdem hat sich das Opfer auch mit dem ersten Einverständnis für den einmaligen Akt geschadet. Ich glaube, auch Frauen, welche dies freiwillig beruflich ausüben, nehmen mehr Schaden an ihrer Seele, als ihnen bewusst ist. Wenigstens hat diese Tat jetzt Folgen. Weiter so!
    • Wilhelm  Hess 19.10.2016
      Für Geld war es in Ordnung als nicht mehr bezahlt wurde Erpressung durch das Gericht und nun für drei mal Fr. 10000.00 nicht schlecht??Wenn das meine Tochter wäre bekämme sie einen Schuh in den hinter .
  • Gian  Schumacher aus Köniz
    19.10.2016
    und für dieses milde Urteilchen muss man noch das Bundesgericht anrufen? Wer bezahlt die Prozesskosten? Immerhin, ein Wunder dass man dem Mann nicht noch ein Sondersetting verschrieben hat.
  • Markus  Herger aus Root
    19.10.2016
    Sicherstellen, dass der zuerst seine Strafe absitzt, das Schmerzensgeld bezahlt und dann raus mit ihm. Genau diese Art von Leuten brauchen wir hier nicht.