Richter-Beisser bleibt in Haft - St.-Ursen-Brandstifter kommt frei ER bleibt drin, ER darf raus!

SOLOTHURN - Kuno W.* (53), der Ende Juni im Solothurner Obergericht ausgerastet ist, bleibt für weitere drei Monate in U-Haft. Sein Kumpel und Brandstifter Andres Zaugg (66) hingegen kommt laut BLICK-Recherchen frei.

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So schnell dürften sich die beiden Freunde nicht mehr über den Weg laufen. Weder im Knast noch in Freiheit. Denn: Andres Zaugg (66), der unter anderem im 2011 die St.-Ursen-Kathedrale in Solothurn in Brand gesteckt hat, kommt laut BLICK-Recherchen frei. Und Kuno W.* (53), der einen Richter gebissen hat, bleibt in Haft.

Bei Zaugg hat das Bundesgericht entschieden und damit den Entscheid des Obergerichts bestätigt, dass er nach seiner längst verbüssten Strafe nicht verwahrt werden muss. Grund: Zaugg hat «keine ausreichend schwerwiegenden Straftaten begangen und keine Personen verletzt oder verletzen wollen».

Hingegen sieht es für Zauggs Kumpel nicht gut aus: Kuno W. bleibt in Haft. Cony Zubler von der Staatsanwaltschaft: «Das Haftgericht hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Verlängerung der Untersuchungshaft um drei Monate verfügt.»

Kuno W. war vor Zauggs erstem Obergerichts-Termin Ende Juni ausgerastet, schlug einen Gerichtsschreiber, biss den Oberrichter Frank Urs Müller (57) in den Finger und wurde verhaftet. Da der Querulant zuvor schon einmal wegen eines Gewaltausbruchs verurteilt worden war, dürfte er nun umfassend psychologisch untersucht werden. Und erst dann freikommen, wenn keine Rückfallgefahr mehr besteht.

* Name der Red. bekannt

Publiziert am 05.10.2016 | Aktualisiert am 11.01.2017
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3 Kommentare
  • Ernst  Rietmann aus Weinfelden
    05.10.2016
    Wenn ein solcher Typ eine Kathedrale in Brand steckt, soll er keine schwerwiegende Tat begangen und damit andere Personen in der Kathedrale oder deren Nachbarschaft klar gefährdet haben? Ich verstehe es schlichtweg nicht.
  • Christian  Meiergruber aus Winkel
    05.10.2016
    ist doch klar wie die Welt funktioniert? So wie Leute in den Firmen eingestellt werden nach Aussehen und Sympathie Punkten. Hast du ein tolles Ausschnitt oder ein abschreckendes Tattoo. egal was für eine Person dahinter ist, entweder du gefällst dem Beurteilenden oder nicht. Der schöne und Sympathische aussehende hat mehr Erfolg.
  • Peter  Selbstgestrickt 05.10.2016
    Man merke, ein Finger ist nicht gleich Finger. Entscheidend ist wessen Finger es ist. Hier hatte der Mann Pech dass er den Finger eines Richters erwischt hat, denn das ist ein weit wertvollerer Finger als der einer Durschnittsperson, das macht dann 3 Monate. Da haben andere körperlich oder materiell weit schwerwiegendere Straftaten begangen und da gab es lasche bedingte Strafen. Die Justizia lässt grüssen, mit einem zwinkernden Auge.