RhB plant Tunnel für 500 Millionen Arosa–Davos in 23 Minuten

AROSA/DAVOS GR - Die beiden Ski-Kurorte liegen nur zwölf Kilometer auseinander. Die Zugfahrt dauert heute trotzdem etwa drei Stunden. Mit dem Arosatunnel würde sie sich auf ganze 23 Minuten verkürzen.

Arosa–Davos in 23 Minuten: RhB plant Tunnel für 500 Millionen play
Eine direkte Zugverbindung zwischen Arosa und Davos dank einem Tunnel. Noch scheitert der Traum an den horrenden Kosten. Andy Mettler

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In Davos wohnen und in Arosa mal kurz auf die Piste? Oder von Arosa aus schnell man an den Spengler Cup fahren? Das lässt man heute besser sein – wegen dem Berg dazwischen dauert die Fahrt drei Stunden. Pläne der Rhätischen Bahn (RhB) könnten dies ändern. Ihr Ziel: Arosa–Davos in nur 23 Minuten.

Seit 2012 liegen die Manuskripte zum Arosatunnel in den Schubladen der RhB. Der Kanton Graubünden hat die direkte Verbindung zwischen Arosa und Davos auf Schienen 2008 als Vorprojekt in Auftrag gegeben. Die RhB könnte sofort mit dem Bau beginnen.

Von Litzirüti nach Frauenkirch

Auf Arosa-Seite läge das Portal bei Litzirüti, auf Davoser Seite direkt neben Davos Frauenkirch. Tunnellänge: 7,68 Kilometer.

«Der Tunnel wäre grundsätzlich ein sehr spannendes Projekt», sagt Christian Florin (51), Leiter Infrastruktur und stellvertretender RhB-Direktor. In den USA gebe es grosse Regionen, die verkehrstechnisch zusammengeschlossen seien. Florin ist sicher: «Die Strecke würde rege genutzt.»

«Mit Davos würden wir noch besser dastehen»

Der Arosatunnel bedeute eine Attraktivitätssteigerung für beide Regionen. Es gibt aber auch Gegenargumente: Gemäss Studien würde der Tunnel der RhB nicht genügend neue Kunden bringen. «Die hohen Kosten von über 480 Millionen Franken sind darum schwierig zu rechtfertigen», sagt Florin.

Auch Lorenz Schmid (61), Gemeindepräsident von Arosa und Verwaltungsratspräsident der Arosa Bergbahnen, würde den Tunnel begrüssen. «Wir sind durch das Zusammengehen mit der Lenzerheide schon ein Grossskigebiet. Mit Davos dazu würden wir noch besser dastehen. Würden die Kosten 50 statt 500 Millionen Franken betragen, würden wir es gleich in Angriff nehmen.»

Arosa–Davos in 23 Minuten: RhB plant Tunnel für 500 Millionen play
Publiziert am 25.11.2016 | Aktualisiert am 25.11.2016
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16 Kommentare
  • Anna  Rusch 25.11.2016
    Nach dem pseudotierfreundlichen Bärenklabauk in Arosa, kommt nun der nächste PR-Gag aus den selben Reihen? Wie wäre es mal mit realistischen Projekten, ohne auf dem Buckel von Tieren und Steuerzahler ausgetragen?! Dass wäre gutes PR für Arosa!
  • Herbert  Haumtratz 25.11.2016
    Mit Davos/Klosters und Arosa ist nicht "jedes Dörfli" mit einem Bahntunnel zu verbinden, sondern ist sind - über die Schweiz hinausgehend - bedeutende Tourismusdestinationen, welche diese Verbindung rechtfertigt. Im übrigen wurden in anderen Teilen der Schweiz grosse Infrastrukturprojekte realisiert und jetzt soll eben auch mal die Ostschweiz resp. Graubünden berücksichtigt werden. Der Anschluss in Sedrun von der NEAT wurde ja auch gebodigt, obwohl es gut gewesen wäre.
  • silvano  schmid aus chur
    25.11.2016
    Finde ich eine gute Idee!
    Auch schon mal nachgedacht wieviel Geld flöten geht wenn das Schanfigg Bahntechnisch von Chur aus nicht erreichbar ist?
    Winter Lawinen, bei starkregen Erdrutsche usw.!
  • Herbert  Haumtratz 25.11.2016
    Es muss nicht immer alles gleich "rentieren". Man sollte auch an die Umwegrentabilität denken. So mancher Feriengast würde dadurch auch einen "Abstecher" nach Arosa oder Davos machen und jeweils dort konsumieren. Ein Tunnel zwischen Arosa und Davos würde auch die Fahrzeit von Chur nach Davos um einiges verkürzen. Eigentlich war mal die Rede von einer Verbindung Langwies-Davos; die wäre noch kürzer. Aber eben, die "Verkehrsplaner" werden es schon richtig machen.
  • Buchmann  Mark 25.11.2016
    Das ist ja wohl die Uebertreibung des Jahres, bloss weil die NEAT ein Jahrhundertprojekt ist muss jetzt nicht wohl jedes Dörfli plötzlich auch noch einen neuen Bahn-Tunnel in die Nachbargemeinde haben.