Liken Sie Blick auf Facebook
Rassismus? Oprah Winfrey wird in Zürich nicht bedient

Rassismus-Affäre um Oprah Winfrey: Es ging um eine 35 000-Franken-Tasche

ZÜRICH - Beim Shopping in Zürich wollte Oprah Winfrey eine Handtasche kaufen. Die Verkäuferin verweigerte ihr den Service. BLICK sprach mit der betroffenen Boutique-Besitzerin Trudie Götz.

  • Publiziert: , Aktualisiert:

Sind die Schweizer rassistisch?»

 
Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
[x]
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
[x]

Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Sie ist die berühmteste Talkmasterin der Welt – nur in Zürich wurde Oprah Winfrey (59) nicht erkannt. Im Gegenteil: Die dunkelhäutige Amerikanerin wurde Opfer ­eines rassistischen Vorurteils.

Anlässlich der Hochzeit von Sängerin Tina Turner (73) und Erwin Bach (57) am 21. Juli weilte Winfrey ein paar Tage in der Schweiz, wohnte im Nobelhotel Dolder Grand. «An einem Tag beschloss ich, alleine einkaufen zu gehen», schildert Winfrey im Interview in der Sendung «Entertainment Tonight» des amerikanischen TV-Senders CBS.

Sie wollte sich etwas Gutes gönnen. Stattdessen erlebte sie eine böse Über­raschung. In einer Zürcher Luxusboutique wollte der Talkstar eine bestimmte Tasche anschauen. Doch die Verkäuferin weigerte sich, sie ihr zu zeigen. Sie sagte: «Sie wollen diese Tasche nicht sehen. Die ist zu teuer. Die können Sie sich nicht leisten.»

Winfreys Vermögen wird auf rund 2,5 Milliarden Franken geschätzt!

Winfrey winkte ab

Wie Oprah Winfrey bei einem weiteren TV-Auftritt präzisierte, zeigte ihr die Verkäuferin darauf kleinere, günstigere ­Taschen. Unter anderem ein Modell, das Stardesigner Tom Ford speziell für Hollywood-Star Jennifer Aniston kreiert hatte. Winfrey winkte ab: «Ich will mir wirklich nur diese eine Tasche anschauen.» Die Angestellte erwiderte: «Ich will Ihre Gefühle nicht verletzen, aber ...» Winfrey fiel ihr ins Wort: «Haben Sie vielen Dank! Sie haben vermutlich recht. Ich kann sie mir nicht leisten.» Und ging.

Warum zückte die TV-Talkerin nicht einfach ihre schwarze Kreditkarte und klärte die Situation auf? «Verkäuferinnen in Edelboutiquen arbeiten auf Kommissionsbasis. Ich wollte nicht, dass sie nach dieser Episode eine bekommt. Darum verzichtete ich auf den Kauf.»

Winfrey betont, dass sie in der Regel kaum mit rassistischen Vorurteilen konfrontiert wird. Auch, weil man sie überall erkennt. «Offensichtlich wird die Oprah Winfrey Show in ­Zürich nicht gezeigt», meint sie mit einem säuerlichen Lächeln.

Keine Gesichtskontrolle

Der US-Star sagte im Fernsehen nicht, um welche Boutique es sich gehandelt hatte. BLICK weiss: Es war bei Trudie Götz. Ausgerechnet! Die Inhaberin der Edelboutique Trois Pommes war ebenfalls Gast an der Turner-Hochzeit. Götz entschuldigt sich für ihre Verkäuferin: «Es war ein Missverständnis zwischen ihr und Oprah.»

Die Tasche kostet 35'000 Franken und befand sich im Schaufenster hinter ­einer Sicherheitswand. «Unsere Verkäuferin hat Frau Winfrey in die erste Etage eingeladen, um ihr ähnliche Taschen zu zeigen.» Vergebens, Oprah Winfrey war nicht mehr interessiert.

Götz stellt klar: «Bei uns gibt es keine Gesichtskontrolle.»

Ist Ihnen Ähnliches auch schon passiert?

«Sie wollen diese Tasche nicht sehen. Die ist zu teuer. Die können Sie sich nicht leisten.» Mit diesen Worten «bediente» eine Verkäuferin in Trudie Götz' Boutique Multimilliardärin Oprah Winfrey. Haben Sie so etwas auch schon erlebt? Schildern Sie uns Ihr schlimmstes Einkaufserlebnis auf 8989@blick.ch.

Beliebteste Kommentare

  • Pascal  Baumann , Kloten , via Facebook
    das passiert an der Bahnhofstrasse öfters, diese arroganten Zickenverkäuferinnen die sich selbst als Reiche und Schöne vorkommen. Hybris lässt grüssen Servicegedanke keine Spur, war mal mit einem Russen unterwegs der auch was kaufen wollte er hatte halt eine Jogginghose und ein tshirt an und wurde auch nicht bedient.
  • Beat  Hemmi , Widnau
    So typisch für das arrogante, selbstbeweihräuchernde Zürich !

Alle Kommentare (730)

  • Rene  Buxbaum , Uster
    Das wäre passiert auch wenn oprah weiss gewesen wäre. ich bin überzeugt das dieses nichts mit Ihrer Hautfarbe zu tun hat.
  • Hans-Jorg  Merz , Paracuru , via Facebook
    Nun,sie spielt die beleidigte Leberwurst, weil sie nicht erkannt wurde.
    Und ich wieder hole: Wie kann sie sich für eine Tasche aus Krokodil-Leder interessieren als "anerkannte" Tierschützerin? Alles was sie jetzt sagt ist nur noch bla,bla, bla.Warum hat ihr Blick-Mann ihr nicht diese Frage gestellt. Keine Zivilcourage!!!!!!!!!
  • Ernst  Gloor
    Blick, leg doch endlich dieses Thema auf die Seite, diese Dame soll nicht weiterhin auf Kosten der Schweiz zu gratis exclusiv PR kommen.
  • Yves  Ebneter , Winterthur
    Wow diese Frau nimmt sich aber sehr wichtig. Wenn Sie Klasse hätte wäre gar nie etwas in die Medien gelant und Sie hätte wie auch immer es war für sich behalten können. Diese Frau hat keine Grösse. Nur Geld und eine grosse Klappe.
  • gerber  rolf
    Vorher wussten die wenigsten wer diese Oprah ist. Das hat sich grundlegend geändert, oder mit andern Worten: Ziel erreicht !
Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 »
Seitenanfang

Top 3

1 Kaminbrand in Sawiris' «Chedi» «Die Gäste standen in der Badehose draussen»bullet
2 Nach Knatsch mit Thiel Wirft SRF Schawi raus?bullet
3 Rassismus-Kommission erklärt Dafür könnte Thiel verklagt werdenbullet

Schweiz