Rätselmorde von Rupperswil – der Partner von Carla Schauer (†48) bricht sein Schweigen «Die Leere ist unerträglich»

Georg M. (47), der Partner von Carla Schauer (†48), äussert sich zum ersten Mal öffentlich. Im Gespräch mit BLICK dementiert er vehement, dass sie sich eine Woche vor der Tat getrennt hätten.

Ein Bild aus glücklichen Zeiten: Carla Schauer (†48) und ihr Partner Georg M. (47). play

Ein Bild aus glücklichen Zeiten: Carla Schauer (†48) und ihr Partner Georg M. (47).

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Drei Wochen nach dem Vierfach-Mord von Rupperswil AG sind die Killer immer noch auf freiem Fuss. Die Staatsanwaltschaft informiert spärlich. Dafür brodelt die Gerüchteküche.

An Zufallsmorde mag im Dorf keiner richtig glauben. Eher wird nach Spuren im Kreis der Familie gesucht. Ein Nachbar der ermordeten Familie sagt: «Es heisst, Carla und ihr Freund hätten sich eine Woche vor der Tat getrennt. Es habe Streit gegeben.»

Das dementiert der Partner von Carla Schauer (†48) vehement. Georg M.* (47) äussert sich zum ersten Mal öffentlich. Er sagt zu BLICK: «Von einer Trennung waren wir weit entfernt. Es war voller Harmonie zwischen uns. Bis zum Schluss.» Er erzählt von jenem Freitag vor der Tat, als er seine Carla zum Znacht ausführte: «Es war im Restaurant Bären in Rupperswil. Ein Candle-Light Dinner. Über viele Stunden sassen wir dort zusammen.»

Die Betreiber des Gasthofs wollen namentlich nicht genannt werden, bestätigen aber den Besuch des Paares. Die Wirtin erinnert sich: «Sie sassen an einem Zweiertisch in einer Ecke des Restaurants und blieben recht lange. Die Stimmung war friedlich, von Streit keine Spur. Die beiden wirkten verliebt und hatten bestimmt einen schönen Abend.» Was vorher oder nachher war, wisse man aber nicht.

Georg M. sagt, er habe bis zuletzt mit Carla und ihren Söhnen im Zweifamilienhaus im Spitzbirrliquartier gelebt. Verliess er das Haus also, bevor die Killer es betraten? «Dazu darf ich nichts sagen», so Georg M.

Die Informationshoheit im Vierfach-Mordfall liegt bei der Aargauer Staatsanwaltschaft. Mögliche Ermittlungserfolge hält sie bislang zurück. Genau wie die Suche nach der Tatwaffe blieb auch die Suche nach den Tätern bisher offiziell ohne Ergebnis. Weder sitzen Verdächtige in Haft, noch wird konkret nach einem bestimmten Tatverdächtigen gefahndet.

Werden die Killer von Carla Schauer, ihren Söhnen Davin (†13) und Dion (†19) sowie dessen Freundin Simona F.* (†21) überhaupt jemals geschnappt? Im Dorf herrscht Skepsis und Verunsicherung.

Georg M. versucht derweil, irgendwie ins Leben zurückzufinden. Wie es ihm geht? «Ich weiss es selber nicht. Es ist eine Leere hier, die unerträglich ist», sagt der Leiter der Aargauischen Kantonalbank in Lenzburg. «Ich versuche, mich mit Arbeit abzulenken. Manchmal gelingt mir das.»

*Namen der Redaktion bekannt

Publiziert am 14.01.2016 | Aktualisiert am 14.01.2016
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Trauergottesdienst in Rupperswil So emotional war das Abschiednehmen von Carla, Dion und Davin

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31 Kommentare
  • Nora  Stein 14.01.2016
    Dieser Fall verunsichert alle sehr. Und am Schluss
    kommt wieder der generelle AHA-Effekt,"warum
    gerade der oder die?". Keine Bankbewegungen von
    den vermeindlichen Tätern?! Das ganze war rational
    eingeleitet und ausgeführt. Schon allein dies
    lässt darauf schliessen, dass diese schreckliche
    Tat nicht zufällig erfolgte. Aber solange die
    Beweise fehlen, ist vieles im grauen Bereich.
  • rollo  baer 14.01.2016
    lieber herr pollner. da haben sie aber nicht verstanden um was genau es mir geht. macht nix. einen lieben gruss ihnen.
  • Benedikt  Richter aus Bern
    14.01.2016
    Es wäre nun an der Zeit, dass
    Die Staatsanwaltschaft mit offenen Karten
    spielt.
    Was wissen Sie ?
    Oder wissen Sie überhaupt etwas?
    Wie viel Geld wurde nun endgültig ab gehoben?
    Wer kommt in den näheren Kreis der Verdächtigen?
    Wer war vor dem Mord mit der 21 Jährigen Freundin vom Sohn von Frau Schauer zusammen?
    Hat Mirco etwas damit zu tun?
    Viele Fragen sind und bleiben
    Unbeantwortet.
    Warum wird keinFandungs Betrag ausgesetzt, für Hinweise auf/ die
    Täter?
    • Pollner  Josef 14.01.2016
      Das geht sie alles nichts an.
    • Christine  Scheuchzer , via Facebook 14.01.2016
      Pollner Josef, natürlich geht es niemanden was an. Diese Fragen habe ich mir aber ehrlich gesagt auch gestellt. Sie etwa nicht?

      An diesem grausigen Verbrechen nimmt die ganze Schweiz Anteil und da ist es wohl normal, dass man sich gewisse Fragen stellt und auch jene, wieso man solange nichts erfährt.

      Wenn nun jemand diese Fragen öffentlich stellt, ist es nur verständlich - finde ich!
  • marzena  janas 14.01.2016
    Das Alles ist sonderbar. Er ist verdechtig fur mich.
  • Ruedi  Rolle aus Zürich
    14.01.2016
    Mein Kommentar vom 3.Januar 2016:

    Ich zweifle auch langsam aber sicher an den Fähigkeiten unserer Polizei. Bussen verteilen und Radarkontrollen scheinen das Spezialgebiet zu sein, Verbrechensaufklärung anscheinend nicht:

    - Rupperswil AG 4-Fach Mord
    - Laupen BE totes Ehepaar in Wohnung
    - Olten SO männliche Leiche in Wohnung
    - Kreuzlingen TG Leiche auf Trottoir gefunden
    - Rüti ZH totes Ehepaar in Wohnung

    Leider wurde die Liste noch länger und aufgeklärt noch immer nichts!!
    • sandro  bisig 14.01.2016
      Ja genau, im tv haben die immer einen Fall innerhalb kürzester Zeit gelöst, dass muss auch in der Realität klappen!

      Kaufen Sie sich doch den CSI-Sherlock Koffer und lösen die Fälle. Sind sonst ja alle unfähig

    • Othmar  Kamm aus Schafisheim
      14.01.2016
      Machen Sie doch diesen Job einmal der Untersuchungsorgane. So wie Sie jeweils argumentieren hätten Sie wohl alle Fälle schon längst gelöst. Bieten Sie also sofort Ihre Mithilfe bei der Aufklärung an.
      Es ist ganz einfach eine dumme Aussage die Sie da von sich geben!
      Den Untersuchungsorganen gehört unser aller Dank für die Arbeit die sie jeweils leisten, wozu keiner von den Negativschreiberlingen hier fähig wäre.
    • Christine  Scheuchzer , via Facebook 14.01.2016
      Ruedi Rolle: Und noch einmal... Erkennen Sie endlich den Unterschied der verschiedenen Abteilungen bei det Polizei.
      Die Kripo wird Ihnen bestimmt nie eine Busse aufbrummen!