Positiver Alpsommer im Kanton Schwyz Wolf, Luchs und Bär erwischten kein einziges Schaf

UNTERIBERG - SZ - Der Alpsommer im Kanton Schwyz ist vorbei. Trotz Präsenz von Wolf, Luchs und Bär wurde kein einziges Nutztier gerissen.

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Dieses Jahr machte der Kanton Schwyz neue Bekanntschaft mit altbekannten Raubtieren. Neben dem längst wieder ansässigen Luchs wurden Wölfe und sogar ein Bär gesichtet (BLICK berichtete).

Die Schäfer befürchteten das Schlimmste. Doch ihre Herden blieben unangetastet.

«Kein Abgang von Nutztieren konnte direkt mit der Präsenz von Grossraubwild in Verbindung gebracht werden», heisst es in einer Medienmitteilung des Schwyzer Umweltdepartements.

Insgesamt verendeten neun Schafe im Kanton während des Alpsommers. Keines starb durch die Pranken eines Raubtiers. «Alle Abgänge wurden durch die Wildhut in Zusammenarbeit mit den Besitzern intensiv abgeklärt», meint Jagdverwalter Thomas Fuchs zum «Boten der Urschweiz».

Nicht vegan

Wolf und Luchs wechselten aber nicht vom Fleisch auf Gemüse. Immer wieder wurden tote Rehe in den Wäldern entdeckt, die Spuren eines Angriffs vorwiesen.

Ein Grund für die guten Zahlen war der neue Meldedienst. Per SMS-Service erhielten die Nutztierhalter Hilfe bei der Lokalisierung der Raubtiere. Ausserdem konnte man bei der Herdenschutzstelle ein Zaunset für die Koppel beziehen. Und Schutzhunde halfen zusätzlich bei der Verteidigung. (fss)

Publiziert am 06.11.2016 | Aktualisiert am 18.11.2016
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8 Kommentare
  • Ernst  Uebersax 07.11.2016
    Die Tierhalter spielen die Verluste durch die Wölfe und Bären hoch. Viele Schafe verenden weil sie nicht gefunden werden auf den Bergweiden. Hunde und Unwetter fordern viel mehr Opfer. Von den Bauern die ihre Tiere verenden lassen ganz zu schweigen.
  • Eloise   Lang 06.11.2016
    und in diesem zusammenhang würde es mich doch sehr interessieren, wieviele schafe dieses jahr im kanton schwyz wegen falscher tierhaltung, wegen selbststrangulation in flexzäunen und wegen hunden das leben lassen mussten. besten dank für die nichtauskunft schon mal.
  • Hanspeter  Barth aus Nelson, BC
    06.11.2016
    Ich wohne schon 47 Jahre im Westen von Kanada, wo es viele Wildtiere
    gibt, Puma und Grizzli inbegriffen. Hier hat man eine sehr gute Loesung
    gegen Attaken gefunden, indem man jeder Herde Schafe, Kuehe, Geissen ein Llama beifuegt, dieses wehrt Angriffe von Wildtieren zu 99 Prozent
    ab. Llamas sind zudem billig zu erhalten. Eines ihrer Abwehrtatiken ist
    anspucken.
    Liebe Gruesse
    Hanspeter Barth
    • John  Tiefenauer aus Grindrod, BC
      06.11.2016
      Hanspeter Barth, das kann ich nur bestätigen und zwar aus folgendem Grund. Ich lebe ganz in der Nähe von Nelson und lebe nicht in der Stadt sondern im Busch. Wir sehen viele Bären und auch Wölfe aber die ganze Bevölkerung hier ist sich an das gewöhnt und verhalten sich dementsprechend. Mein Wohnort ist Grindrod,BC
  • Annemarie   Setz 06.11.2016
    Freut mich für die Bauern. Freut mich aber auch für die Einwanderer, die man nun nicht sofort wieder eliminieren muss. Wenn Organisationen bereits wieder sämtliche Wölfe Bären und Luchse in der Schweiz verdammen, weshalb hat man denn zum Beispiel den Luchs extra wieder angesiedelt. Beobachten und notfalls eingreifen ist richtig, aber nicht sofort wieder zur Flinte greifen, kaum sieht man ein Raubwild.
  • Beat  Schenker aus Lugano
    06.11.2016
    Mit anderen Worten was sich schon an anderen Worten (zB Apenin I) gezeigt hat, ein Zusammenleben ist mit etwas Willen möglich.