SOB will selbstfahrende Züge testen Südostbahn schafft den Lokführer ab

Die Ostschweizer Südostbahn blickt auf eine fast 150-jährige Geschichte zurück. Wirken tut sie aber wie ein Start-up. Heute bestätigte die Bahngesellschaft Pläne, führerlose Züge testen zu wollen.

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Ostschweizer dürften sich zu Recht fragen: Was ist mit der SBB los? Ihre regionale Konkurrenz, die Südostbahn (SOB), beweist von Jahr zu Jahr immer mehr Innovation. Einerseits ist sie seit Monaten wegen der Ringbahn im Kanton St. Gallen weit über ihr Streckennetz bekannt. Andererseits beweist sie Kampfeslust: Sie will der SBB Konkurrenz machen und die Gotthard-Bergstrecke betreiben.

Und nun das: Wie SRF heute berichtet, arbeitet Regionalbahn an einer Studie, die selbstfahrende Züge testen will. Eine Vorstudie sei fast fertig, so Thomas Küchler, Direktor der Südostbahn.

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Küchler scheint nicht ein Mann der Schubladen-Studien zu sein. Seine Vision von selbstfahrenden Zügen sieht er als mögliche Zukunft der Bahnfahrt: «Ich denke, wir müssen einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren ins Auge fassen, bis wir dann tatsächlich das als Standardtechnologie im Bahnbetrieb erwarten können.» In zwei bis drei Jahren will Küchler mit seinem Pilotprojekt den Schritt auf die normale Bahn wagen.

Führerlose Züge gibt es schon

Welche Strecken ohne Lokführer getestet und bedient werden sollten, wollte er jedoch nicht sagen. «Wir sehen Strecken, wo wir das tatsächlich umsetzen können», erklärt Küchler. Bislang gibt es selbstfahrende Züge in der Schweiz nur auf der Lausanner U-Bahn sowie auf der die Flughafenbahn in Zürich Kloten, das sind aber geschlossene Systeme.

Auf einer «richtigen», sprich offenen, Zugstrecke war bisher noch kein selbstfahrender Zug unterwegs.

«Ziel ist es, erste Gehversuche in einem Gebiet zu machen, wo die Betroffenheit in der Bevölkerung nicht allzu gross ist», erklärt Küchler gegenüber SRF. Das Problem sei nicht etwa die Technik. Sensoren würden etwa frühzeitig merken, wenn ein Mensch oder eine Kuh sich auf die Gleise verirrt.

«Technisch ist sehr viel bereits möglich», sagt der SOB-Direktor und erklärt weiter: «Die Fragen, die zu klären sind, sind sehr heikel. Etwa die Frage der Akzeptanz: Ist die Bevölkerung bereit, in einen führerlosen Zug einzusteigen?» (pma)

Publiziert am 20.09.2016 | Aktualisiert am 08.12.2016
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22 Kommentare
  • Oliver  Altorfer , via Facebook 21.09.2016
    Feuchte Träume einer Führungsgilde. Hier wird dem Kunden ein Wolkenschloss für gelbviolett verkauft unter dem Vorwand der Sicherheit, Entlastung des Fahrpersonals und angeblichen Kapazitätssteigerung. Nicht mal ETCS Level 2 harmonisiert man über die paar Strecken für Geld, weil keines da ist. Zum automatischen fahren müssten ganze Strecken und Fahrzeuge von Grund auf um-/neugebaut werden. Diese Theoretiker sollen mit der Modellbahn spielen gehen...
  • Peter  Leo 20.09.2016
    Ist ja toll. Der Mensch wird wegrationalisiert. Es gehen nur noch wenige arbeiten. Der Zug ohne Lokführer fährt halb leer herum. Vor lauter Langeweile verblödet der Rest der Menschheit.
  • Roman  Camenzind aus Gersau
    20.09.2016
    Wenn der Mensch überall wegrationalisiert und durch Technik ersetzt wird,wer pendelt dann noch ? Irgendwie gibt es zuviel Menschen mit Diplomen,die mehr Theoretiker als Realisten sind.
  • Wild  Syl 20.09.2016
    Gut, es wird wieder Tausende Arbeitsplätze kosten, gesamt schweizerisch, aber immer noch fahren die Pendler zur Arbeit, (denkt man sich) auch wenn es immer weniger Jobs geben wird. Und was, wenn diese Einstellung einmal boykottiert wird und Zugfahren verweigert wird ??
    Die Rechnung wird NICHT aufgehen.
  • Roger  Zürcher aus Utzigen
    20.09.2016
    Arbeite selber bei der Bahn(RBS).Wenn der Computer mir eine Türstörung beheben kann reden wir darüber.Denn Türen haben heute viel Elektronik,von Einklemmschutz bis Lichtschranken jann alles an Störungen anfallen.Und den Menschen die Jobs durch solche Massnahmen zu nehmen ust alles andere als schlau.