Diskriminierung beim «Speed Dating» der Südostbahn? Schwule und Lesben dürfen nicht in den Flirt-Zug

Singles können bald in einem Zug der Südostbahn ihren Traumpartner kennen lernen. Vorausgesetzt, sie sind Heterosexuell. Kunden sind enttäuscht.

Ein Flirt-Zug der Südostbahn. play
Das Speed-Dating ist nicht für alle. (Bild: SOB/Instagram) Südostbahn

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Dank DNA-Analyse identifiziert Vermisster nach über 50 Jahren im...
2 Dank DNA-Analyse identifiziert Vermisster nach über 50 Jahren im...
3 Fahrer hatte Drogen intus Flucht vor Polizeikontrolle endet in Hauswand

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
29 shares
13 Kommentare
Fehler
Melden

Die neuen Züge der Südostbahn kommen von Stadler Rail und heissen «Flirt». Bald soll dieser Name Programm sein: Im April lädt die Bahngesellschaft zum Speed-Dating ein.

Eine nette Idee. Nur leider werden dabei Homosexuelle ausgeschlossen. «Wir haben uns spontan dazu entschieden, den Event für Heterosexuelle zu machen», sagte Mediensprecherin Ursel Kälin zu «FM1Today».

Auf der Einladungs-Webseite ist davon noch nicht die Rede. Erst auf die Nachfrage eines Twitter-Nutzers spricht die Südostbahn Klartext. «Und was, wenn Mann seinen Traummann sucht?», fragt ein User. «Ein Angebot für alle werden wir wohl nie anbieten können», lautet die Antwort der Social-Media-Abteilung.

Andere Twitterer, die Kritik übten, erhielten ähnliche Antworten. Immer wieder vergleicht die Südostbahn den Ausschluss auch mit der Alterseinschränkung. «Ich habe in meinem gemischt-sexuell-orientierten Freundeskreis begeistert Werbung gemacht», schreibt die Userin «Zorelei Debrunner». «Ich bin enttäuscht.»

Mediensprecherin Kälin präzisiert auf FM1Today: «Ein Event mit Homo- und Heterosexuellen lässt sich kaum veranstalten, denn sonst wüsste man nicht, wer wie orientiert ist.» Die Teilnehmer müssten auch mehr Mut haben, weshalb es wohl weniger Anmeldungen geben würde. Ein Speed-Dating für Schwule und Lesben zu organisieren sei nie ein Thema gewesen. «Daran haben wir noch nie gedacht», so Kälin. (rey)

Publiziert am 30.03.2016 | Aktualisiert am 30.03.2016
teilen
teilen
29 shares
13 Kommentare
Fehler
Melden
«Giruno» Das ist der neue Gotthard-Zug

TOP-VIDEOS

13 Kommentare
  • Mike  Wisler aus cham
    31.03.2016
    Alle speed datings haben ein vorgegebenes Teilnehmerprofil. Das ist ja grundsätzlich die Idee dahinter. Was das jetzt mit diskriminierung zu tun hat kann ich beim besten willen nicht nachvollziehen. Wenn der besagte Herr findet das das eine Marktlpcke sei, kann er ja problemlos selbst ein schwulen speed dating organisieren. Ich gehe mal davon aus das dort dann auch keine Heteros dabei sein werden.
  • Werner  Leu 31.03.2016
    Jedes Spiel hat seine Regeln welche vom Spielemacher festgelegt werden. Was gibt es da noch zu sagen?
  • Klaus  Müller 31.03.2016
    Auch wenn Medienleute es nicht verstehen wollen: Die Ehe ist per Gesetz etwas anderes als andere Partnerschaften und hat einen besonderen Rang. Diskriminierung gibt es aber nur unter Gleichen, wenn die ungleich behandelt werden. Von einem Eheanbahnungszug profitierten sogar alle Singles, weil Verheiratete mehr Steuern zahlen und die Kinder erziehen, die einmal die Sozialleistungen für Singles im Alter zahlen werden.
  • Muurer  Ueli 30.03.2016
    An den meisten Schwulenpartys werden keine Heteros reingelassen.
    Als ich meinem Kumpel eine Lokation zeigen wollte in der zufälligerweise eine Lesbenparty stattfand, wurde ich am Eingang mehrfach unanständig angeschnauzt.
    Uns wurde klar und deutlich gemacht dass wir hier nicht willkommen sind.
    • Beat  Bünzli 31.03.2016
      Das stimmt doch gar nicht! Sie waren vermutlich noch nie an einer Schwulenparty, denn sonst wüssten Sie, dass dort sehr viele Heteros sind, vor allem Frauen, die sich gerne mit Schwulen umgeben, weil sie deren Geschmack und Stil schätzen.
  • Peter  Leo 30.03.2016
    Wollen die Verantwortlichen nicht gleich ein Puff im Zug eröffnen? Die Bahn wird für die Sicherstellung des öffentlichen Verkehrs subventioniert, d h Personen pünktlich und mit angemessenem Komfort von A nach B zu bringen. Spiele mit Erotik gehören definitiv nicht dazu. Wenn den Verantwortlichen nichts gescheiteres mehr einfällt, kann man sie zum Ordnungsdienst oder zum Gleisbau kommandieren.