Rätselmorde von Rupperswil: Vier Stunden vor ihrem Tod postete Carla Schauer (†48) noch auf Facebook

RUPPERSWIL - AG - Ein Smiley mit Herz, liebe Worte und Bilder einer glücklichen Familie: Um 7.01 Uhr hinterliess Carla Schauer auf der Facebook-Wand ihres Sohnes Dion (†19) eine letzte Nachricht.

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Ein Kuss für ihre Familie. Nur Stunden, bevor die Killer sie erstachen, postete Carla Schauer noch eine Nachricht auf Facebook.

Exakt am Todestag, dem 21. Dezember, ist sie mit ihrem Sohn Dion (†19) seit fünf Jahren auf Facebook befreundet. Die Erinnerung an diesen Jahrestag teilt sie auf seiner Wand. Dazu die Worte: «My Family» und ein Kuss-Smiley mit Herz. Das war um 7.01 Uhr. 

Der Eintrag spricht dafür, dass sich Carla Schauer zu diesem Zeitpunkt noch keiner Gefahr ausgesetzt sah. «Man macht doch nicht so einen oberflächlichen Post, wenn man im Stress ist», sagt eine Bekannte der Opfer zu BLICK. «Die Nachricht ist noch mit Happy-Family-Fotos garniert.» Für die Bekannte ist klar: «Die Situation ist erst später eskaliert.»

Es bleiben drei Möglichkeiten: Die Killer kamen erst nach 7 Uhr. Oder bei den Killern handelte es sich um Freunde der Familie und sie blieben über Nacht – bis die Situation am Morgen eskalierte. Dritte Variante: Die Killer haben die Nachricht selbst verfasst oder Carla Schauer dazu gezwungen.

Klar ist: Gegen 9.50 Uhr bezog die 48-Jährige Geld am Bankomaten der Hypothekarbank Lenzburg in Rupperswil. Gegen 10.10 Uhr hob sie Geld in der Filiale der Aargauischen Kantonalbank in Wildegg ab. Ob sie dazwischen noch einmal zu Hause war, ist nicht klar.

Kurz darauf waren Carla Schauer, ihre Söhne Davin (†13) und Dion (†19) sowie dessen Freundin Simona F.* (21) tot. Erstochen und angezündet. Um 11.20 Uhr drang Rauch aus dem Haus im Spitzbirrliquartier. Die alarmierte Feuerwehr entdeckte die vier Leichen.

Mehr zu den Rätselmorden von Rupperswil

Was in der Zeit dazwischen geschah, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Doch auch zwei Wochen nach den Morden verzeichnet die Staatsanwaltschaft offiziell noch keine Erfolge. Wie weit die Behörden mit ihren Ermittlungen sind, bleibt geheim. Die Staatsanwaltschaft mauert. Aus «ermittlungstaktischen Gründen» werden offene Fragen nicht beantwortet.

Fragen, die Freunden, Bekannten, Verwandten und Nachbarn der Opfer auf der Seele brennen: 

  • Was ist mit den beiden Männern, die sich laut «TeleM1» am 21. Dezember in einer Apotheke in Wohlen AG ihre Schnittwunden verarzten liessen? Warum gibt es keine Phantombilder von ihnen? Und wenn sie nichts mit dem Fall zu tun haben: Warum wird das nicht kommuniziert?
  • Was ist mit dem hellen Auto, das am Morgen im Spitzbirrli-Quartier gesehen wurde? Warum gibt es zum Fahrzeugmodell nicht mehr Infos?
  • Was haben Auswertungen von Dashcams und Überwachungskameras ergeben? Ging Carla Schauer am Tag ihres Todes alleine zur Bank?
  • Wie viel Geld hob sie an jenem Morgen ab?
  • Von wie vielen Tätern gehen die Ermittler derzeit aus?
  • Hat die Staatsanwaltschaft überhaupt schon Verdächtige - und wenn ja, warum sitzen sie nicht hinter Gittern?
  • Aktuell gibt es auf all diese Fragen von der Staatsanwaltschaft nur eine Antwort: «kein Kommentar».

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 05.01.2016 | Aktualisiert am 05.01.2016
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Drama in Rupperswil Hier werden die Leichen abtransportiert

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55 Kommentare
  • Nora  Stein 06.01.2016
    Da wäre noch die Sache mit dem kleinen
    Hund, welcher am Morgen abgeholt wurde.
    War dies die Regel oder eine Ausnahme?
    Sollte dieser nicht wieder zurück gebracht
    weden? In welches Zeitfenster passt dieser
    Ablauf? Zudem erscheint mir die Zeitspanne
    zwischen den Barbezügen etwas zu gross
    20 Min. Weiter finde ich einen
    vermeindlichen Fluchtweg Richtung Wohlen
    Apotheke sehr ungünstig, statt Richtung
    Autobahn zu steuern. Das alles befindet sich
    natürlich im offenen Bereich der Spekulationen,
    abe
    • Othmar  Kamm aus Schafisheim
      06.01.2016
      @ Nora Stein Zumstein haben Sie sich noch nicht angemeldet bei der Kripo um den Fall zu bearbeiten? Oder lesen Sie zu viele Akten?
      Hört doch endlich auf mit den unsinnigen Spekulationen, denn damit wird nur böses Blut geschaffen und das dient niemandem. Lasst die Untersuchungsorgane arbeiten, denn die wissen schon was zu tun ist. Dann ist noch die Statistik zu erwähnen der aufgelösten Fälle, die sich jeder einmal anschauen sollte. Nicht jeder Fall kann in einer Woche gelöst werden!
  • Marco  Scattarelli aus Weinfelden
    06.01.2016
    @liehard hermann
    Was mir nicht entgangen ist.......Das viele Ťoetungen, welche keine Täter-Opferbeziehungen vorausgegangen waren, in der CH nicht aufgeklärt wurden.
  • Susanne  Keller aus Basel
    06.01.2016
    Nur soviel Herr Markwalder, ich kenne das Anwesen von Scheidegger. Sende ihnen gerne ein paar Bilder wenn sie dies haben möchten.
    •   Reto Markwalder aus Schwyz
      06.01.2016
      Ach und wenn schon, Frau Keller, das gibt Ihnen noch lange nicht das Recht, Herrn Scheidegger wegen seines Anwesens zu verurteilen.
      Da Sie es kennen, spricht hier wohl tatsächlich der Neid.
      Wie erwähnt, seine Kommentare sind immer sachlich und neutral. Sie sind niemals beleidigend, was man von Ihrem Kommentar nicht behaupten kann...
    • Othmar  Kamm aus Schafisheim
      06.01.2016
      Frau Keller, muss es jemanden interessieren was Herr SCHEIDEGGER für ein Anwesen hat in Frankreich? Denke wohl eher, dass das nur Sie interessiert, wenn dies überhaupt stimmt was Sie da schreiben. Bilder kann auch ich machen von schönen Villen. Grins !
  • michel  koeb 06.01.2016
    Wegen Facebook und ihre Einträge, mussten weltweit schon viele sterben.....das ist einfach so ! Facebook ist eine richtige Einladung für Verbrecher genau wie Google Earth für Einbrecher !
  • Willy  Bald 06.01.2016
    Von diesen zwei Männern, welche sich in der besagten Apotheke ihre Schnittwunden haben behandeln lassen, hat man bestimmt DNA-Proben entnommen, also könnte man Vergleiche ziehen mit deren am Tatort gefundenen DNA
    • Crisiov  Lafleur 06.01.2016
      Sehr schlau. Darauf ist die Polizei bestimmt noch nicht gekommen...
    • Marco  Scattarelli aus Weinfelden
      06.01.2016
      Sie Denker, der Tatort würde richtig gut abgefackelt.