Kopfgeld im Fall Rupperswil: «Die Belohnung von 100'000 Franken hatte Wirkung»

RUPPERSWIL - AG - Bernhard Graser, Mediensprecher der Kapo Aargau, sagt, dass die Aussetzung einer Belohnung bereits einen «Schub von Mails» eingebracht hat.

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Schweiz

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Nach der Ankündigung der rekordhohen Belohnung von 100'000 Franken zur Aufklärung des Vierfachmordes von Rupperswil sind bei der Aargauer Polizei erste Hinweise eingegangen. Mit dem entscheidenden Tipp könnte der Kanton Geld sparen für weitere teure Ermittlungen.

Carla Schauer (†48) und ihre Söhne (†13 und †19). play
Die Opfer der Rätsel-Morde von Rupperswil: Carla Schauer (†48) und ihre Söhne (†13 und †19). ZVG

«Es hatte Wirkung», sagte Bernhard Graser, Mediensprecher der Aargauer Kantonspolizei, heute. In der Nacht sei ein erster Schub von Mails hereingekommen. Die Mails würden der Sonderkommission zum Fall des Vierfachmordes zugestellt.

Der Betrag von maximal 100'000 Franken entspricht gemäss Philipp Umbricht, Leitender Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau, der Bedeutung dieses Verbrechens. Es handle sich um die höchste je in der Schweiz von Behörden ausgelobte Belohnung. Der Betrag sei nach Rücksprache mit Justizdirektor Urs Hofmann festgelegt worden.

Falls die Täterschaft dank des entscheidenden Hinweises dingfest gemacht werden könne, so bezahle man den Betrag dannzumal gerne aus. «Jeder Hinweis ist wichtig. Jedes Detail kann das entscheidende Puzzleteil sein, das uns die Lösung ermöglicht oder sie beschleunigt», hatte Umbricht am Donnerstag vor den Medien ausgeführt.

Mit der Belohnung könnte der Kanton Geld sparen

Die hohe Belohnung könnte dem Kanton Aargau und damit den Steuerzahlern letztlich Geld sparen. «Sollte der Fall durch die Auszahlung der Belohnung rasch geklärt werden können, würde der Kanton erhebliche Einsparungen erzielen, die die Belohnungssumme um ein Vielfaches übersteigen würden», sagte Samuel Helbling, Mediensprecher des kantonalen Departements Volkswirtschaft und Inneres, am Freitag auf Anfrage.

«Die Belohnung gelangt ja nur zur Auszahlung, wenn die Täterschaft durch einen Hinweis ermittelt werden kann.» In buchhalterischer Hinsicht würde die Belohnung gemäss Kanton gleich wie die übrigen Drittauslagen als sogenannter «leistungsunabhängiger Aufwand» zu den Untersuchungskosten zählen.

Helbling wies darauf hin, dass die Ermittlungen im Mordfall Rupperswil mit jedem weiteren Monat hohe Kosten verursachen. Zurzeit arbeiteten in der Sonderkommission 40 Personen. Hinzu kämen erhebliche Auslagen für externe technische Abklärungen und Auswertungen. (SDA/kab)

Publiziert am 19.02.2016 | Aktualisiert am 14.03.2016
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Leitende Staatsanwältin zu den Rätselmorden von Rupperswil «Die Spurensicherung dauert noch an!»

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40 Kommentare
  • beat  loser aus st.gallen
    25.02.2016
    Die findet die Staatsanwaltschaft mit Sicherheit, denke da Arbeitet nicht nur die Schweiz mit. Mich nimmt wunder aus welchem Land die kommen !
  • Manfred  Obermeier , via Facebook 20.02.2016
    Man soll mal aufhören, ständig von den möglichen Einsparungen bei den Ermittlungen zu sprechen. Es geht darum, einen brutalen Mord aufzuklären und dafür zu sorgen, dass die Tat gesühnt und die Täter ausgeschaltet werden können. Das ist der Punkt. Wenn dabei Geld gespart wird, umso besser. Aber dieses ständige Geld, Geld, Geld ist in diesem Fall pietätlos und klingt noch fast wie eine Entschuldigung.
  • Daniel  Lötscher , via Facebook 20.02.2016
    Ich wäre für eine DNA-Datenbank von jedem der hier lebt, sowie jeder der hier Asyl beantragt und hier länger arbeitet.

    Hätte man so eine grosse DNA-Datenbank, dann wüsste die Polizei nicht nur in diesem Fall, ob er aus der Schweiz ist, sondern auch bei anderen Fällen wie in Luzern hätte man mehr Klarheit.
  • Ömer  Kiybar aus Hausen
    19.02.2016
    Ich kann mir gut vorstellen, dass die Täter aus Deutschland eingereist sind...Hat man die Videos über die Grenze mal durchgecheckt??? Nichts auffälliges???
  • Ömer  Kiybar aus Hausen
    19.02.2016
    Es stört und nervt mich die Äusserung, dass es günstiger kommt mit den Ermittlungen wenn die Täter dadurch erfasst werden. Ich finde das Geld sollte hier einfach keine Rolle spielen und die Kantone undder Staat hat sowieso zuviel Geld zum ausgeben.