Aargauer Polizeikommandant hält sich Hintertürchen offen Rupperswil – «der perfekte Mord»?

RUPPERSWIL - AG - Wer hat Carla Schauer (†48) ihre Söhne Davin (†13) und Dion (†19) sowie dessen Freundin Simona F. (†21) auf dem Gewissen? Die Rätsel-Morde von Rupperswil AG quälen die Schweizer Bevölkerung und stellen die Ermittler vor eine Herausforderung.

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Drei Wochen sind seit dem Vierfach-Mord von Rupperswil AG vergangen. Drei Wochen der Trauer und der Ungewissheit. Werden die Killer jemals geschnappt?

Während sich der Aargauer Justizdirektor Urs Hofmann (59) vergangene Woche im BLICK-Interview noch zuversichtlich zeigte: «Ich bin überzeugt, dass der oder die Täter gefasst werden.» Fällt die Aussage des Polizeikommandanten Michael Leupold (47) eher ernüchternd aus. Gegenüber Tele M1 räumt er ein: «Es gibt auch den sogenannten perfekten Mord, der gar nie aufgeklärt wird.»

Regierungsrat Urs Hofmann warnte Leupold vor Alk-Verbot. play
Michael Leupold (47), Aargauer Polizeikommandant.

Überall dort, wo eine spezifische Täter-Opfer-Beziehung bestehe, sei eine Aufklärung natürlich leichter möglich als «bei Delikten, wo die Opfer zufällig ausgewählt sind».

Konkret äussert sich Leupold nicht zu Rupperswil. Die Informationshoheit liegt bei der Staatsanwaltschaft. Nur so viel: Einige seiner Korps-Mitglieder würden sich ausschliesslich mit dem Fall beschäftigen. «Das ist klar, dass die Leute, die an diesem Tötungsdelikt arbeiten, für keine anderen Einsätze zur Verfügung stehen. Das bedeutet Abstriche an anderen Orten.»

Bei den Ermittlungen greift die Polizei auf modernste Technik zurück. Dass es heutzutage einfacher sei, einen Mord aufzuklären, würde Leupold aber nicht unterschreiben. Denn auch die Täter hätten eine bessere Ausgangslage «Eine grössere Mobilität, die Möglichkeit, sehr rasch, sehr weit wegzukommen.»

Mit 14 vollendeten und sechs versuchten Tötungsdelikten erlebte der Kanton Aargau im vergangenen Jahr einen Ausbruch an Gewalt wie nie zuvor. Justizdirektor Hofmann glaubt dennoch: «Der Aargau ist nicht gefährlicher als andere Kantone.»

Rupperswil wäre das dritte unaufgeklärte Tötungsdelikt im Kanton. Dass es nicht soweit kommt, dafür spricht die Statistik: In der Schweiz werden 95 Prozent der Tötungsdelikte aufgeklärt. (mad)

Publiziert am 12.01.2016 | Aktualisiert am 13.01.2016
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24 Kommentare
  • Adrian  Züger 13.01.2016
    Wäre spannend zu wissen wie hoch der Ausländeranteil ist
  • Camille  LaFontaine aus Bern
    12.01.2016
    Ist es denn so abwägig, dass der Ex-Mann involviert ist? Nein sorry, kommen wirklich extra ein paar Killer mit dem perfekten Plan für ein paar Tausend Franken, oder drehte einfach der Ex-Mann durch weil seine Frau mit einem anderen durchgebrannt ist und ihm seine Kinder durch taube Behörden entzogen wurden? Wäre nicht der erste, und er muss es ja nicht selber gemacht haben.
  • Marco  Hanhart , via Facebook 12.01.2016
    Es gibt eine vielzahl perfekter Morde, auch in der Schweiz. Dies sind ganz einfach die Tötungsdelikte, die niemals als solche erfasst werden und diese Dunkelziffer ist doch erschreckend hoch.
    Nun, dies ist in diesem Fall aber eindeutig nicht so. Ich bin überzeugt dass früher oder später die Ermittlungen oder wenigstens der Kommisar Zufall zum Erfolg führen werden und diese unsägliche brutale Geschichte gesühnt wird. Lassen wir die Damen und Herren also ohne Druck ihren Job machen.
  • Patrick  Vogt , via Facebook 12.01.2016
    Warum haben hier eigentlich praktisch alle Kommentatoren das Gefühl, sie seien fähiger als die Polizei? Lasst die doch einfach mal in Ruhe ihre Arbeit machen, das wird schon.
  • Urech  Hanna aus Basel
    12.01.2016
    Bei allem Respekt für die Polizisten. Aber husten muss ich schon, wenn man vom perfekten Mord spricht.- Wegen der Summe? Die Frage, warum wir wenig wirkliche Kriminalpolizisten ausbilden? Die Zeiten ändern sich, aber die Polizei ist hauptsächlich für Verkehrsdelikte ausgebildet- steht sogar im Leidbild, und erklärt auch, warum dann eine Überforderung entsteht mit andern Bedrohungslagen. Es braucht keinen CSI - aber gute Kriminalbeamte, aber das ist unrentabel. Aber sehr gefährlich heute.
    •   Reto Markwalder aus Schwyz
      12.01.2016
      Wie kommen Sie darauf, dass wenige Kriminalpolizisten ausgebildet werden? Im weiteren steht in keinem Leitbild dass die Verkehrspolizei die Hauptaufgabe hat.
      Auch dass die Kriminalpolizei überfordert ist, sagt niemand und steht nirgends.
      Frau Schilt, alles Mutmassungen und aus Aussagen des Kommandanten verdrehte Tatsachen.
      Hören Sie dem Interview gut zu und geben Sie das wieder, was gesagt wird, nicht das was Sie hören möchten...