Methamphetamin-Boom erreicht die Schweiz Ins Thai-Puff für Crystal Meth!

In der Schweizer Drogenszene sind Methamphetamine immer mehr gefragt. Drogenhandels-Experte Olivier Guéniat erklärt wieso.

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An der Grenze zu Deutschland wurden am Dienstag 60 Kilo Drogen in einem Auto gefunden.

Kapo Thurgau

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Beim Grenzübergang zwischen Konstanz (D) und Kreuzlingen TG wurde am Dienstag einen grosser Drogenfund gemacht. Ein Kurier aus Holland hatte in seinem Auto 60 Kilogramm Drogen im Gesamtwert von mehreren Millionen Franken. Entdeckt wurden 36 Kilogramm Amphetamin, etwa 5 Kilogramm Crystal Meth, rund 150'000 Ecstasy-Pillen, 6 Kilogramm Haschisch sowie mehrere Kilogramm an verschiedenen Designerdrogen.

Der Fundort überrascht den Drogenhandels-Experten und Chef der Kriminalpolizei Neuenburg Olivier Guéniat nicht. «Das ist eine typische Route für den Drogenschmuggel.» Es gebe zwei beliebte Routen in die Schweiz. Die eine führe eben via Konstanz, Kreuzlingen in die Deutschschweiz. Eine andere sei über Basel in die Westschweiz.

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Olivier Guéniat ist Experte für den Drogenhandel in der Schweiz.

 

Holland sei ein Supermarkt für Drogen. Täglich würden mehrere Wagen von Holland in oder durch die Schweiz gelangen. «Es ist schwierig sie alle zu kontrollieren», sagt er.

«Eigentlich ist der Drogenmarkt zurzeit stabil», sagt er. Es seien jedoch viele neue Substanzen im Umlauf. Diese würden zurzeit in Labors der Kriminalpolizeien untersucht. Zudem habe sich der Markt etwas verschoben. Zurzeit boomt der Verkauf von Crystal Meth. In der Clubszene sei die Droge sehr beliebt und werde vor allem von jungen Leuten konsumiert. «Sie ist sehr gefährlich, weil sie äussert süchtig macht» Neuenburg, Basel, Zürich und Luzern seien grosse Zentren für den Methamphetamin-Handel. In der restlichen französischen Schweiz sei die Droge nicht so populär.

«Sie sind ganz einfach auf der Strasse zu bekommen.» Oder würden in thailändischen Massage-Salons von Prostituierten verkauft. Denn die Drogen würden auch von Thailand über den Flughafen Kloten ins Land geraten.

Neuenburg ist Meth-Hochburg

In den letzten vier Jahren habe die Polizei neue Aktivitäten von vietnamesischen Untergrund-Organisationen in Europa registriert. Zudem nehme die Produktion von Crystal Meth enorm zu. Andere Quellen sind der traditionelle Thai Schwarzmarkt und seit neustem auch das Darknet (Bestellungen via Internet). In Neuenburg werden 33,4 Milligramm Crystal Meth pro Tag und 1000 Einwohner konsumiert, das hat eine Abwasserstudie im letzten Jahr ergeben. In Zürich, das sonst alle Drogen-Ranglisten anführt, lediglich 21,8 Milligramm.

 
«Wir gehen zudem davon aus, dass in Neuenburg zwischen 200 und 300 Thai-Pillen pro Tag konsumiert werden.» Droge Nummer eins ist und bleibe zurzeit aber Cannabis. Rund ein Drittel der Schweizer Bevölkerung hatte schon Kontakt mit der Droge. (nbb)

Publiziert am 26.02.2016 | Aktualisiert am 02.10.2016
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17 Kommentare
  • Ernst  Baumann 17.04.2016
    Das ganze legalisieren. Eine angemessen hohe Steuer draufschlagen wie bei den Treibstoffen, die Hälfte davon in die Prävention und weg sind Kriminalität, Geldwäscherei, Offshore Konstrukte und viele Sozialfälle.
  • Philipp  Zurigo aus Zürich
    27.02.2016
    Wenn wir hier schon von Drogen und Sucht sprechen. Die Droge Nummer 1 ist immer noch der Alkohol und bestimmt nicht der Cannabis
  • Daniel  Kohler aus Wohlen
    27.02.2016
    Die meisten dieser Designerdrogen waren frueher legal und wurden vom Arzt verschrieben. Sobald der Patentschutz auslaeuft entdeckt man dann wie suchtgefaehrdend und gesundheitsschaedlich diese Substanz ist, was aber nicht weiter schlimm, kann der Hersteller doch zum Glueck den verbesserten Nachfolger liefern - suchtminimiert und gesundheitsvertraeglich und patentgeschuetzt. Die boese Vorgaengerpille kommt dafuer zur Strafe auf die Drogenliste.
  • Gabor  Posch 26.02.2016
    Ach, Herr Loosli, regen Sie sich nicht künstlich auf. Natürlich ist Cannabis auch gesundheitsschädlich. Aber Ihresgleichen hat ja diesbezüglich Tomaten auf den Augen und Schüblig in den Ohren. Das Allerschlimmste aber ist, dass Sie noch daran glauben, was Sie so verzapfen.
  • timo  schenker 26.02.2016
    Das einzige was den Zoll wirklich interessiert sind Fleisch und Wein. Alles andere ist Nebensache!