Sensation im Simmental: Lilli, das Kalb mit 6 Beinen

Bauer Knutti aus dem Simmental liess das Tier trotz Missbildung leben.

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Bauer Andreas Knutti, Sohn Stefan und Tochter Semira (v.r.) haben Lilli ins Herz geschlossen.

(Peter Gerber/Blick)

Sechs Beine und ganz viel Lebenswille: Über Kälbli Lilli staunt das Simmental. Und Bauer Andreas Knutti  (46) ist stolz.

Es sollte eine ganz normale Kälbli-Geburt werden, dachte Bauer Knutti aus Weissenburg BE. «Da gab es nur ein kleines Problem», erzählt er. «Das Kleine war in Steisslage. Wir mussten also den Tierarzt kommen lassen.»

Als der Veterinär dann da war und die Geburt weiterlief, gab es eine Überraschung: Das Kalb kam tatsächlich Fuss voran – aber gleich mit sechs Füssen! «Am Rücken hing noch ein weiteres Beinpaar», sagt Knutti.

Ein Kalb mit sechs Beinen? Das gibt es, allerdings extrem selten.

In Bayern kam vor vier Jahren ebenfalls ein sechsbeiniges Kalb zur Welt. Der Grund: Zwillings-Embryos wachsen zu einem Tier zusammen. Nur noch ein überflüssiges Beinpaar zeugt von einem Embryo.

«Sie sollten mal sehen, wie Lilli herumhüpft!»

Der Tierarzt erschrak. «Das sei doch nicht lebensfähig, sagte er im ersten Moment, das solle man lieber abtun.» Doch Bauer Knutti bringt das nicht übers Herz. «Das Tier wirkte so läbig, so ungestüm. Noch heute: Sie sollten mal sehen, wie Lilli hier herumhüpft!»

So blieb die kleine Lilli am Leben. Nach sieben Wochen scheint sie immer noch gesund. «Sie isst und trinkt ganz normal», sagt Knutti stolz. «Aber leider ist ihre Wirbelsäule gekrümmt», so der Bauer. «Darum wissen wir nicht, ob sie normal wachsen und zu einer normalen Kuh wird.»

Man merkt, dass ihm und den Kindern Semira (9) und Stefan (13) das Kälbli ans Herz gewachsen ist. «Selbst wenn sie keine normale Milchkuh wird, will ich sie nicht abtun. Vielleicht finden wir dann einen Tierpark für sie», meint Knutti.

Wer weiss? Lillis bayrische Sechs-Bein-Kameradin «Lissy» jedenfalls wurde sogar operiert. Und lebt seither zufrieden auf einem Gnadenhof in Österreich.

Beliebteste Kommentare

  • Ivan  Huber , Hombrechtikon
    Warum sollte man das Tier abtun ? Nur weil es 6 Beine hat ? Macht man das mit Menschen etwa auch ? Nein !! Guter entscheid Bauer Knutti !!
    • 28.03.2012
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Alle Kommentare (14)

  • Renate  Mäder , via Facebook
    Wuerde man die ueberzaehligen Beine entfernen, wuerde es ev. normal wachsen und der Ruecken wird nicht ueberstrapaziert. Bitte das Kalb opsen.
    • 28.03.2012
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  •   Edi , Aarau
    Meiner meinung nach ist das tierchen einfach eine missgeburt was die bauern mit ihren hormonen im futter verursachen. Gut wissen wir nicht alles was im ach so guten schweizerfleisch alles drin ist. Vom antibiotika ganz abgesehen !!!
    • 28.03.2012
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    • ernst  , Amriswil
      Lieber Edi Buchmann
      Das es eine Missgeburt ist bin ich mit dir absolut einverstanden. Leider habe ich in den weiteren Zeilen deines Textes bemerkt, dass du in der Schule im Fach Biologie ziemlich sicher einen Fensterplatz hattest. Eine Missbildung wird nicht durch die Fütterung der Tiere beeinflusst. Ist den ein Mensch mit der Krankheit Trisomie 21 auch falsch ernährt worden? Dies sind Erbfehler und kommen beim Tier wie auch bei den Menschen vor. Freundliche Grüsse Ernst Bühler
      • 28.03.2012
      • als Kommentar auf   Edi , Aarau
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  • Renato  Mastel
    ...und warum wird Lilli nicht operiert?Kerine Chance,um ihr die Rückenschmerzen zu nehmen,die noch kommmen werden!
    • 28.03.2012
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    • Hedwig  DAgrosa
      Ich bin genau ihrer Meinung. Mann könnte Lili sicher operieren.
      • 28.03.2012
      • als Kommentar auf Renato  Mastel
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