Lieferprobleme wegen doppelter Nachfrage Männer schenken ihren Frauen Pfeffersprays

Seit den schrecklichen Ereignissen rund um die Silvesternacht in Köln rüstet nun auch die Schweiz auf. Die Nachfrage nach Pfeffersprays hat sich vervielfacht. Die führenden Anbieter sind bereits ausverkauft.

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Die Frauen rüsten auf – als Antwort auf die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht in Deutschland und der Schweiz. Mathias Christen (28) von Pfefferspray-Shop.ch in Hünenberg ZG sagt: «Seit Bekanntwerden der Ereignisse in Köln hat sich die Nachfrage mehr als verdoppelt. Im Vergleich zur ersten Januarhälfte vor einem Jahr sogar verdreifacht.

70 Prozent der Kunden sind Frauen. Und die Männer suchen oft etwas Passendes für ihre Partnerin. Bestseller ist ein handlicher Nebelspray für 23 Franken. Inzwischen ist der Pfefferspray-Shop quasi leergekauft. «Aufgrund der Nachfrage und von Produk­tionsengpässen bei den Herstellern ist mit Lieferzeiten von bis zu vier Wochen zu rechnen», sagt Christen.

Der Konkurrenz geht es ähnlich: «Wir bitten um Verständnis, dass wir bei Pfefferspray-Bestellungen zum Teil die angegebenen Lieferfristen nicht einhalten können», heisst es auf der Webseite Pfefferspray-schweiz.ch, die zu Trooper.ch aus Geroldswil ZH gehört. «Wir bieten 15 verschiedene Pfeffersprays an», sagt Sonja Calcagnile. «Rund die Hälfte ist derzeit ausverkauft.» Seit den Ereignissen an Silvester habe sich die Nachfrage mehr als verdoppelt. Und die deutschen Hersteller haben wegen der hohen Nachfrage im eigenen Land Lieferschwierigkeiten, erklärt Calcagnile.

Auch Waffenhändler verzeichnen einen Ansturm auf Pfeffersprays. Martin Küng (43), Inhaber des Luzerner Waffengeschäfts Stampfli Waffen, bestätigt den Trend. Beraten liessen sich vor allem Frauen – jeden Alters. «Da­runter Mütter, die einen Spray für ihre Töchter kaufen, weil die noch nicht volljährig sind», sagt Küng. Eine Alternative zum Pfefferspray sieht er nicht. «Auf Schrill-Alarm reagiert heute keiner mehr. Die hört man schon zu häufig bei Autos.»

Wie bewertet die Polizei den Run? Urs Wigger, Polizeisprecher Luzern: «Personen ab 18 Jahren dürfen Pfeffersprays kaufen und mit sich tragen. Die Frage des Einsatzes ist eine andere. Grundsätzlich sollte der Spray das letzte Mittel sein.»

Publiziert am 20.01.2016 | Aktualisiert am 20.01.2016
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Tele Zappin': Wie wirkt eigentlich Pfefferspray so?

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10 Kommentare
  • Tommy  Müller 20.01.2016
    Warum nimmt sich überhaupt ein Mann das Recht über die Situation der Frau zu Urteilen? Die meisten Männer wissen nicht einmal was los ist. Wir Männer müssen Nachts und Frühmorgens keine Angst haben und wir müssen uns auch nicht fürchten alleine mit der Bahn zu fahren. In meinem Freundeskreis sind einige Frauen die nicht einmal mehr allein Abends um 21 Uhr mit der Bahn von der Arbeit nachhause fahren können weil an den Bahnhöfen Araber und Afrikaner lauern die sie angrabschen.
  • Hugo  Ehrismann 20.01.2016
    Kommt es bald soweit das wir ohne Schusswaffe nicht mehr aus dem Haus dürfen ? Was ist nur aus der einst so schönen und friedlichen Schweiz geworden . Liegt es vielleicht daran das wir keine Politiker mehr haben in Bern die sich um die Sicherheit der Bürger kümmern ? Vor den Flüchtlingen müssen wir uns nicht fürchten heisst es immer wieder aus gewissen politischen Kreisen Linke Parteien . Das dies eine Fehleinschätzung ist müssen nun auch die Linken zugeben - wenn nicht lügen sie uns an .
  • Othmar  Singer 20.01.2016
    Das Pfefferspray soll also das letzte Mittel sein.Soll man denn mit dem Angreifer zuerst ein Schwätzchen halten,oder wie?
    • der  Kuenstler 20.01.2016
      Warum nicht, Sie können ihm ja ein "Sondersetting-Angebot" machen. Für 30000.- im Monat geht er vielleicht sogar drauf ein und lässt Sie in Ruhe. Am besten eröffnen wir gleich eine Bundesmeldestelle für Sondersettings. Die Kosten übernimmt dann selbstbverständlich der Steuerzahler.
  • Josef  Walliser aus Wallis
    20.01.2016
    Eine traurige Entwicklung.
    Es gab einmal eine Schweiz, in der man sich ohne Sorgen bewegen konnte. Man musste nicht Angst haben Nachts noch durch das Dorf zu laufen. Jetzt macht man sich Sorgen wenn die Tochter noch unterwegs ist, muss die Wohnungstüren immer abschliessen usw. In ein paar Jahren hat man wahrscheinlich eine geladene Flinte unter dem Bett...wo führt das noch hin?
    • Marco  Weber 20.01.2016
      Kann man auch heute noch!
    • Stefan  Gubser aus Arth
      20.01.2016
      Meine Frau bewegt sich auch heute noch ohne Angst und Pfefferspray alleine durch die Schweiz....das ist pure Hetze und Angstmacherei. Und nein nicht nur auf dem Land. Sie arbeitet in Zürich und geht in Luzern in die Schule...und ja auch wenn es dunkel ist. Ebenso fährt sie Abends mit dem Zug nach Hause...sie hatte noch gar nie Probleme.
  • Eric  Gillard 20.01.2016
    Ein direkter Zusammenhang mit dem kläglichen Versagen der Politiker, die nach wie vor einen gemeingefährlichen Humanismus betreiben.